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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Temperatursturz in den nächsten Wochen? Wetter-Modelle zeigen bis 21. März klare Tendenz
Die neuesten Wettermodelle überraschen: Trotz einzelner Schauer in der kommenden Woche bleibt ein echter Temperatursturz aus. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Die aktuellen Wettermodelle zeichnen für Mitteleuropa ein bemerkenswert stabiles Bild. Bis etwa zum 21. März deutet derzeit kaum etwas auf einen markanten Temperaturrückgang hin. Statt eines späten Wintereinbruchs zeigt sich vielmehr eine recht milde Großwetterlage, die immer wieder von Hochdruckeinfluss geprägt ist. Zwar können in der kommenden Woche zeitweise Wolkenfelder und einzelne Schauer durchziehen, doch diese stehen eher für kurzfristige atmosphärische Störungen als für eine nachhaltige Abkühlung. Laut neuer Klimastudie scheint es immer wahrscheinlicher, dass sich der Sommer ausdehnt.
Gerade im März sind solche Wetter-Wechsel zwischen sonnigen Phasen und kurzen Schauern typisch. Die Luftmassen bleiben insgesamt relativ mild, sodass selbst bei dichter Bewölkung die Temperaturen meist auf einem frühlingshaften Niveau verharren. Für viele Regionen bedeutet das: wechselhaftes Wetter, aber kein Rückfall in winterliche Verhältnisse.
Zwischen Frühling und Schauerwetter: Warum ein Kälteeinbruch derzeit unwahrscheinlich ist
Der entscheidende Grund liegt in der aktuellen Großwetterstruktur über Europa. Die Frontalzone, also der Bereich mit besonders starken Temperaturgegensätzen zwischen Polar- und Subtropenluft, verläuft derzeit relativ weit nördlich. Dadurch gelangen nur selten wirklich kalte Luftmassen nach Mitteleuropa. Stattdessen bestimmen eher milde Luftströme aus westlichen oder südwestlichen Richtungen das Wettergeschehen.
In Deutschland selten, aber möglich: Die faszinierendsten Wetterphänomene
Auch die Wettermodelle verschiedener internationaler Zentren zeigen derzeit ein ähnliches Muster: kurze Störungen mit etwas Regen oder Schauern sind möglich, doch ein nachhaltiger Zustrom arktischer Luft ist bis auf Weiteres nicht erkennbar. Selbst wenn sich zeitweise kühlere Luft einschleicht, würde sie vermutlich nur für einen moderaten Temperaturrückgang sorgen und keinen echten Märzwinter auslösen.
Der März bleibt ein Monat der Überraschungen
Trotz der aktuell stabilen Modelllage bleibt der März meteorologisch ein Monat mit hoher Dynamik. In der Übergangszeit zwischen Winter und Frühling können sich Wetterlagen vergleichsweise schnell ändern. Besonders wenn sich Hochdruckgebiete verschieben oder sich die Strömung über dem Atlantik neu organisiert, können auch kältere Luftmassen kurzfristig nach Mitteleuropa gelangen. Insgesamt könnte es wettertechnisch ein Zickzack-Sommer werden.
Doch derzeit sprechen die meisten Prognosen eher für eine Fortsetzung des wechselhaften, aber insgesamt milden Frühjahrswetters. Einzelne Schauer, etwas mehr Wolken und kurze Temperaturschwankungen sind wahrscheinlich – ein echter Wintereinbruch scheint jedoch zumindest bis zur dritten Märzwoche weiterhin in weiter Ferne zu liegen.