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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Wetter-Wende in Deutschland: Modelle senden erste Signale – 15. März gerät in den Fokus

Der Frühling fühlt sich schon erstaunlich stabil an. Doch hinter den Kulissen zeigen Wettermodelle eine mögliche Veränderung. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Die derzeitige Wetter-Lage zeigt sich ungewöhnlich stabil. Über Mitteleuropa liegen weiterhin milde Luftmassen, die für frühlingshafte Temperaturen sorgen. Auch ein Blick auf die aktuellen Wettermodelle bringt zunächst wenig Bewegung: Bis etwa zum 20. März bleibt die großräumige Zirkulation ähnlich. Hochdruckeinfluss und vergleichsweise warme Luft bestimmen weiterhin das Wettergeschehen.

Die Niederschlagssummen bis Dienstagmorgen (10. März). Viel Regen ist nicht in Sicht.

Besonders bemerkenswert ist dabei, dass ein klassischer Kaltlufteinbruch derzeit in keinem der großen Modelle zu erkennen ist. Das bedeutet: Die Temperaturen bleiben tagsüber weiterhin mild und bewegen sich vielerorts auf frühlingshaftem Niveau. Selbst in den Nächten deutet sich keine markante Abkühlung an. Im Gegenteil: Sollten mehr Wolken aufziehen, könnten die Nächte sogar etwas milder ausfallen als zuletzt.

Wetter-Modelle sehen steigende Regenchancen

Allerdings droht auch ein kleiner Dämpfer. Ab etwa dem 15. März zeigen mehrere Modellläufe eine steigende Wahrscheinlichkeit für eine leicht wechselhaftere Phase. Das bedeutet jedoch keinen drastischen Wetterumschwung – wie ihn etwa der Hundertjährige Kalender prognostiziert. Vielmehr könnten sich häufiger Wolkenfelder durchsetzen und gelegentlich auch Niederschläge auftreten. Damit würde die derzeit sehr trockene Witterung zumindest etwas aufgelockert.

Die Signale in den Modellen sind dabei noch relativ vorsichtig: Es geht weniger um eine klare Umstellung der Großwetterlage, sondern eher um kleine Störungen, die zeitweise feuchtere Luft nach Mitteleuropa bringen könnten. Dadurch könnte das Wetter insgesamt etwas nasser und grauer werden, ohne dass die Temperaturen deutlich nachgeben.

Keine Spur von Winterrückkehr

Wer auf eine späte Rückkehr des Winters hofft, wird aktuell enttäuscht. Bis zum 20. März zeigen die Wettermodelle keinerlei Hinweise auf einen markanten Kaltlufteinbruch. Weder arktische Luftmassen noch ein deutlicher Temperatursturz sind derzeit in Sicht. Selbst wenn das Wetter nach der Monatsmitte wechselhafter wird, bleibt die Grundtendenz mild. Am Tag könnten weiterhin frühlingshafte Temperaturen erreicht werden, während zunehmende Bewölkung die Nächte sogar etwas wärmer halten kann.

Dennoch gilt wie immer in der Meteorologie: Je weiter der Blick in die Zukunft reicht, desto größer werden die Unsicherheiten. Die Modelle zeigen momentan lediglich eine steigende Wahrscheinlichkeit für mehr Wolken und gelegentlichen Regen – ob sich daraus tatsächlich eine deutlich wechselhaftere Wetterphase entwickelt, bleibt in den kommenden Tagen abzuwarten.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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