Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Sommer bald acht Monate lang: Neue Klimastudie enthüllt schier unglaubliche Wetter-Szenarien

Eine neue Klimastudie warnt vor massiven Veränderungen – mit Folgen für Gesundheit, Landwirtschaft und unser gesamtes Leben. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Frankfurt – Eine neue wissenschaftliche Analyse zeigt, dass sich die Dauer der Sommer in Europa deutlich verlängern könnte. Verantwortlich dafür ist eine grundlegende Verschiebung der globalen Temperaturunterschiede zwischen Äquator und Arktis.

Die Sommer könnten in Europa in einigen Jahrzehnten deutlich länger dauern als aktuell.

Diese Unterschiede steuern normalerweise die großräumigen Luftströmungen, die den Wechsel zwischen warmen und kühleren Wetterlagen ermöglichen. Schwächen sie sich ab, bleiben stabile Hochdruckgebiete länger bestehen. Die Folge: Sommerliche Wetterlagen setzen früher ein, enden später und werden seltener durch kühlere Phasen unterbrochen. Forschende rekonstruieren diese Entwicklungen mithilfe natürlicher Klimaarchive und kombinieren sie mit modernen Klimasimulationen, um mögliche Zukunftsszenarien zu berechnen.

Klimastudie zeigt bis zu 42 zusätzliche Sommertage in Europa – ein extremer Wandel

Die Ergebnisse sind spektakulär. Je nach Ausmaß der weiteren Erwärmung könnten europäische Sommer im Durchschnitt um mehrere Wochen länger dauern, in Extremfällen sogar um bis zu 42 Tage. Damit würde sich die warme Jahreszeit in manchen Jahren auf fast acht Monate ausdehnen. Vergleichbare Bedingungen gab es zuletzt vor Jahrtausenden, als natürliche Klimaprozesse für ungewöhnlich lange Sommer sorgten. Anders als damals ist der heutige Wandel jedoch rasant und menschengemacht. Neben anhaltender Hitze würden auch Hitzewellen häufiger, intensiver und länger auftreten, während sich Niederschlagsmuster verschieben und Trockenperioden zunehmen könnten.

Wetter-Folgen des Klimawandels für Gesellschaft, Umwelt und Gesundheit

Ein deutlich längerer Sommer hätte tiefgreifende Konsequenzen. Landwirtschaftliche Erträge geraten unter Druck, weil Böden austrocknen und Pflanzen unter Dauerstress leiden. Wälder werden anfälliger für Brände, während Wasserknappheit in vielen Regionen zum dauerhaften Problem werden könnte. Gleichzeitig steigt die gesundheitliche Belastung für die Bevölkerung, insbesondere für ältere Menschen und Kinder. Städte heizen sich stärker auf, Nächte bleiben warm, Erholung wird schwieriger. Die Studie macht deutlich, dass längere Sommer nicht nur mehr Sonne bedeuten, sondern ein grundlegendes Umdenken im Umgang mit Klima, Infrastruktur und Vorsorge erfordern.

Rubriklistenbild: ©  IMAGO / SOPA Images

Kommentare