Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Landratswahl im Landkreis Traunstein

Vor der Stichwahl - Lackner bei Wirtschaftstreffen in Ruhpolding: „Jetzt will ich Landrat werden“

Martin Lackner, Landratskandidat CSU in Ruhpolding bei Wirtschaftstreffen
+
Martin Lackner (CSU) kurz vor der Landrats-Stichwahl in Ruhpolding. Der Bürgermeister aus dem nördlichen Engelsberg trifft Wirtschaftsvertreter und Bürgermeister aus dem Süden des Landkreises. Verständigungsprobleme?

Nord trifft Süd - Landratskandidat Martin Lackner (CSU) ist seit 17 Jahren Bürgermeister in Engelsberg, der nördlichsten Gemeinde des Landkreises Traunstein. Am Mittwoch (9. Juli) versichert er bei einem Treffen von Wirtschaftsvertretern und Bürgermeistern aus Inzell und Ruhpolding: „Mir ist die Bedeutung des Südens durchaus bewusst“ Kurz vor der Landratsstichwahl stellt er sich Fragen rund um Wirtschaft, beantwortet aber auch Bürgeranliegen:

Ruhpolding – Am Sonntag (13. Juli), fällt im Landkreis Traunstein die Entscheidung: Martin Lackner (CSU) oder Andreas Danzer (Freie Wähler) – wer wird neuer Landrat? Kurz vor der Stichwahl stellte sich Martin Lackner am Mittwochabend (9. Juli) im Unternberg Hof in Ruhpolding noch einmal den Fragen von Wirtschaftsvertretern und Kommunalpolitikern aus dem südlichen Landkreis. Im Fokus der Veranstaltung: Die Zukunft eines Landkreises zwischen Industrie im Norden und Tourismus im Süden.

„Ich will Landrat werden, ich will Verantwortung übernehmen“

Landratskandidat Lackner nutzte zu Beginn die Gelegenheit, um sich persönlich vorzustellen: „Ich bin 17 Jahre Bürgermeister in Engelsberg gewesen, davor 10 Jahre Kämmerer, Verwaltungsbetriebswirt – ich kenne die Strukturen.“ Besonders hob er seine transparente und innovative Politik hervor. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen sei ihm dabei stets wichtig gewesen.
Sein nächste Ziel: „Ich will Landrat werden. Ich will Verantwortung für den Landkreis Traunstein übernehmen.“

Podium Ruhpolding bei der Veranstaltung ‚Herausforderungen im südlichen Landkreis: Lackner im Gespräch mit den Bürgermeistern Pfeifer und Lorenz sowie Vertretern der heimischen Wirtschaft und Betriebe im Rahmen der Monatsversammlung der CSU Ruhpolding‘. Von links: Edeka Kaltschmid Unternehmerin Monika Schwarzenböck, Inzells Bürgermeister Michael Lorenz, Moderator Dr. Harald von Knoerzer-Suckow, Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer, Landratskandidat Martin Lackner und Hotelunternehmer Michael Maurer.

Industrie, Handwerk und Tourismus – die Stärke liegt in der Vielfalt

Auf die Frage nach der wirtschaftlichen Spaltung zwischen dem industriell geprägten Norden und dem touristisch orientierten Süden des Landkreises sagte Lackner: „Ich war im Wahlkampf 6.000 Kilometer unterwegs – ich kenne den Landkreis. Die Vielfalt ist unsere Stärke.“ Er sprach sich klar für eine gemeinsame wirtschaftliche Strategie aus: „Wir müssen als Einheit auftreten – vom Chiemsee bis zum Waginger See.“

Kritik an Bauauflagen für regionale Unternehmen

Die Unternehmerin Monika Schwarzenböck thematisierte baurechtliche Hürden. Sie stemmt derzeit mit ihrem Unternehmen Edeka Kaltschmid die Umsetzung eines Drogeriemarktes in Ruhpolding. Lackner betonte, wie wichtig es sei, dass die Verwaltung nicht nur kontrolliere, sondern begleite: „Man muss beraten, wie es geht – und wie nicht.“

Schwarzenböck sprach auch das derzeitige Parkgutschein-System an - für regionale Unternehmen oft mehr Aufwand als Nutzen: Lackner dazu:: „Ein einheitliches System in den Gemeinden wäre ein guter Schritt.“ Zudem nannte er die Idee eines regionalen Studiengangs im Tourismusbereich in Ruhpolding eine wichtige Vision: „Der würde der Region richtig was bringen.“

Parteipolitische Nähe zum Landrat gewünscht

Bürgermeister Justus Pfeifer aus Ruhpolding und Michael Lorenz aus Inzell hoben hervor, wie wichtig die parteipolitische Nähe zwischen Landrat und Bürgermeistern sei. „Es ist einfach was anderes, wenn man sich regelmäßig sieht, wenn man denselben Takt hat“, so Pfeifer. Die CSU-Basis im Landkreis sei stark, was Projekte wie den Hochschulcampus oder die Flyline am Unternberg erst ermöglicht habe.

Regional denken – statt kleinteilig handeln

Immer wieder wurde in der Runde betont, dass der Landkreis gerade bei der Vermarktung an einem Strang ziehen müsse. „Der Tourist weiß nicht, ob er in Inzell oder Ruhpolding ist – er will einfach Urlaub machen“, sagte Pfeifer. „Dieses Kirchturmdenken müssen wir ablegen“, ergänzte Lorenz. Auch Lackner schloss sich dem an: „Nur miteinander sind wir stark.“

Verwaltung braucht Mut - Bürokratieabbau?

In der, im Anschluss stattfindenden Fragerunde wurden mehrere Stimmen zum Thema Bürokratieabbau laut. Ein Besucher der Veranstaltung frage Lackner dazu gar, wie mutig er sei und wie mutig seine künftigen Angestellten: „Verwaltung braucht Mut. Man muss den Mitarbeitern mitgeben, dass sie Ermessensspielräume nutzen dürfen – und dass sie Rückendeckung haben.“ Die Verwaltung müsse in der Lage sein, praxistaugliche Lösungen zu finden, ohne sich in Formularen zu verlieren.

Pflege, Ehrenamt und ÖPNV: Herausforderungen im Blick?

Zum angesprochenen Problem fehlender Pflegekräfte im Landkreis antwortete Lackner: „Ich würde als Landrat einen Praxistag Pflege einführen.“ So könne man zum Beispiel an Schulen bereits für Berufe rund ums Thema Pflege werben. Auch das Ehrenamt will er stärken, zumal der Landratskandidat selbst lange Jahre in verschiedenen Vereinen aktiv war: „Was da geleistet wird, kann man mit Geld nicht bezahlen.“ Trotzdem wolle er die Förderung für Vereine, sollte er Landrat werden, verdoppeln.

Der schlecht ausgebaute und teils teure öffentliche Nahverkehr bewegte einen anderen Gast des Abends. Hier bliebt Lackner realistisch: „Wir brauchen den Ausbau, keine Frage. Aber wenn Linien kaum genutzt werden, ist das ein Problem.“ Dennoch müsse man weiter daran arbeiten, Alternativen attraktiv zu machen.

Landratskandidat mit transparenter Politik

Zum Schluss wurde Lackner gefragt, wie er gegen die Politikverdrossenheit, aber auch den Erfolg der AfD antreten wolle: „Mit glaubhafter Politik, auf die man sich verlassen kann. Nur so holt man die Menschen zurück.“
Am Sonntag entscheidet sich, wer künftig an der Spitze des Landkreises Traunstein stehen wird. Martin Lackner setzt auf Erfahrung, Vernetzung und eine transparente Politik.

Kommentare