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Neue Pächter in Wasserburg gesucht

Disco-Eigentümer stellt Ultimatum: „Entweder ein Profi kommt oder die Ära Uni ist vorbei“

Neuer Pächter gesucht für Wasserburger Disco Universum
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Im April wurde noch ausgelassen gefeiert, seit Mai ist die Tanzfläche leer. Aktuell wird das Gebäude in der Alkorstraße energetisch saniert. Ob es im Herbst einen neuen Pächter gibt, der die Wasserburger Disco Universum wieder aufleben lässt, steht derzeit noch in den Sternen.

Seit Mai sind die Türen dicht - und die Zukunft der Wasserburger Disco ungewiss. Das Universum ist auf der Suche nach einem neuen Pächter. Wieder einmal. Warum Eigentümer Hans Enzinger der Institution am Stadtrand noch eine letzte Chance geben will:

Wasserburg am Inn - Am Ostersonntag wurde noch groß gefeiert, im Mai folgte plötzlich die verfrühte Sommerpause noch vor Beginn des Frühlingsfests. Die Pforten der Disco bleiben vorerst geschlossen.

Die große Frage, die sich der Gebäudeeigentümer stellt: Was passiert mit dem Uni - und wie geht es weiter? „Ich hänge am Uni aus persönlichen Gründen. Wenn aber über kurz oder lang gar nichts mehr geht, müssen wir uns für den Standort in der Alkorstraße künftig etwas anderes überlegen“, sagt Enzinger resigniert.

Auf erste Euphorie folgt Resignation

Nach der Corona-Pandemie war das Uni in den Händen zweier Pächter - doch keiner hat die Disco wieder gänzlich auf die Füße gebracht. Der Letzte konnte sie nicht mal ein Jahr lang halten. Auch, wenn es direkt nach der Eröffnung jeweils zuversichtlich aussah und die Betreiber hoch motiviert waren, den Club attraktiv zu gestalten, blieben die Partygäste nach einer gewissen Anfangseuphorie wieder aus.

Die Partynächte sind schlecht besucht, die Tanzfläche leer, die Besucherzahlen schwinden. Selbst die jüngst ins Leben gerufenen Veranstaltungen speziell für Schulen führten nicht zum erwünschten Erfolg. Die Betreiber mussten sich am Ende eingestehen, dass sie die Kehrtwende nicht schaffen werden. Nun hat die Suche nach einem neuen Pächter wieder von vorn begonnen.

Unterstützung für die Zukunft des Clubs gefordert

Dass die Disco in Wasserburg, die seit mehr als 30 Jahren im Wasserburger Nachtleben mit Höhen und Tiefen verankert ist, derzeit in einer sehr ernsten Situation steckt, ist auch an den Besuchern nicht spurlos vorübergegangen. Kurz, nachdem sich die Verantwortlichen Anfang Mai in die offizielle Sommerpause zum „Season's Closing“ verabschiedet hatten, hat die Redaktion die Nachricht eines besorgten jungen Wasserburgers erreicht.

Er ist seit Jahren Stammgast und macht sich Sorgen um „seinen Club“. Das Uni liegt dem 22-Jährigen am Herzen. Er wünscht sich, dass es wieder aufwärts geht: „Es ist ein wichtiger Treffpunkt für viele junge Menschen in unserer Region. Damit der Club eine Zukunft hat, braucht es dringend Unterstützung.“

Warum die Gäste ausbleiben, ist schleierhaft

Steigende Kosten für Energie und Strom, die auf die Besucher umgelegt werden müssen oder die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit durch Alternativen in Form von Vereinsfesten in der gesamten Gegend - woran es liegt, dass die tanzbegeisterten Gäste den Weg trotzdem nicht nach Wasserburg finden, kann sich der junge Mann nicht erklären.

„Unser Freundeskreis geht nur ins Uni, das ist für uns die nächstgelegene Anlaufstelle. Ich würde mir so sehr wünschen, dass es weitergeht. Man liest immer wieder, dass Discos endgültig schließen müssen und das möchte ich für das Uni auf keinen Fall“, unterstreicht der Wasserburger.

Ein Wunsch, den auch Enzinger insgeheim hegt - zumal es nicht mehr viele Anlaufstellen in der Umgebung gibt für Discobesucher. Noch will er die Hoffnung nicht aufgeben. Schließlich war das Uni immer überregional beliebt - nicht nur bei den Wasserburgern, die Gäste kamen in der Vergangenheit auch aus dem Raum Rosenheim und Mühldorf.

Man merkt: Der Eigentümer hängt mit Herzblut an dem Gebäude - und er findet es wichtig, dass die Jugend furtgeht und feiert, um für ein paar Stunden dem Alltagstrott zu entfliehen. Vor wenigen Jahren hat er einen sechsstelligen Betrag in den Brandschutz investiert, um für den Erhalt der Disco zu kämpfen.

Enzinger ist überzeugt: Mit dem Uni würde auch ein Mehrwert verschwinden, den der ehemalige Bürgermeister Dr. Martin Geiger damals etabliert hat. Seit 1991 gilt das Uni als Institution: Alles, was damals Rang und Namen hatte, war vertreten - einschließlich Dieter Bohlen.

Neuer Pächter für Wasserburger Uni:

Wer Interesse hat oder jemand kennt, der geeignet wäre, der Disco wieder neues Leben einzuhauchen, darf sich gerne direkt bei Eigentümer Hans Enzinger per Mail an he@fitfun.de melden.

Womöglich hilft nur ein neues Konzept, um das Etablissement ganz anders aufzuziehen. „Gastronomie, Tagesbar oder Tanzlocation - möglich ist dort alles. Das Uni ist nach der Versammlungsstättenverordnung für 900 Menschen zugelassen sowie für seine Art der Nutzung gebaut und genehmigt“, betont Enzinger und setzt der Disco indirekt die Pistole auf die Brust.

Entweder es meldet sich ein Profi samt Team, der etwas vom Nachtleben versteht und sich dem Uni sowohl mit Herzblut als auch einem gewissen finanziellen Background annimmt - oder die Ära Uni ist endgültig vorbei. Letzteres wäre sehr schade, weil eine Episode in Wasserburg sterben würde.“ (mb)

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