Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

In Region Rosenheim drohen Staus

Generalprobe fürs Mega-Chaos: Ab Wochenende kappt die Bahn die Linien nach Salzburg und Kufstein

Die Bahn saniert (Symbolfoto) - nicht ohne gravierende Folgen für die Fahrpläne in der Region. Zum Ferienbeginn droht Verkehrschaos.
+
Die Bahn saniert (Symbolfoto) - nicht ohne gravierende Folgen für die Fahrpläne in der Region. Zum Ferienbeginn droht Verkehrschaos.

Neben Blockabfertigung und Autobahn-Baustellen machen jetzt auch Sanierungsarbeiten der Bahn Menschen aus der Region das Leben schwer. Ausgerechnet zum Ferienbeginn kommt es zwischen München, Rosenheim, Salzburg und Kufstein zu Einschränkungen. Warum die Arbeiten trotzdem nicht warten sollen.

Rosenheim – Pendlern und Reisenden graut's bereits vor 2027 und 2028. Denn dann wird die Bahn ihre Verbindung zwischen München und Salzburg kappen. Erst für gut fünf Monate zwischen Rosenheim und Salzburg, dann zwischen Rosenheim und München. Droht dann der Verkehrsinfarkt für den Südosten Bayerns? Manche Experten befürchten genau das, wegen der Ballung von Großbaustellen auch an anderen Stellen; beispielsweise auf der Salzburger Autobahn und auf der Brenner-Autobahn.

Die Generalprobe für das Mega-Chaos steht aber bereits ab dem heutigen Freitag, 1. August 2025, auf dem Spielplan. Denn nun wird in der Region über zwei Wochen lang saniert und gebaut. Und das in großem Umfang. Mit weitreichenden Folgen für den Schienenverkehr. Die Arbeiten der DB Infra Go AG ziehen „Fahrplanabweichungen, Haltausfälle und Schienenersatzverkehr“ nach sich, prognostiziert die Bayerische Regio Bahn (BRB). Und zwar von 1. bis 11. August 2025 auf der Strecke München – Rosenheim – Salzburg. Und von 11. bis 18. August auf der Strecke nach Kufstein.

Ersatzverkehr in Rosenheim: Bis zu sieben Busse pro Zug

Mit bis zu sieben Bussen pro Zug will die BRB Lücken stopfen. Freilich fällt die Sanierung in eine ungünstige Zeit für Busse: Es beginnen die Sommerferien, die BRB rechnet daher mit viel Verkehr. Auch eine Baustelle auf der A8 stimmt die BRB-Organisatoren skeptisch. Am Wochenende, 2. und 3. August, könnte es „zu massiven Verzögerungen bei Fahrten mit den SEV-Bussen kommen“, warnt das Unternehmen. Fahrgästen sollten sich kurz vor Fahrtantritt in den gängigen Auskunftsmedien informieren. Wo geht dann überhaupt noch was mit Zug und Schienenersatzverkehr (SEV)? Eine Übersicht bietet die BRB auf ihrer Website.

Die Westbahn zwischen Wien und Stuttgart bereitet ihre Kunden ebenfalls auf schwere Einschränkungen vor. Aufgrund der Bauarbeiten der DB Infra Go im Deutschen Eck sei von 2. bis 10. August zwischen Salzburg und Rosenheim sowie von 2. bis 17. August kein Zugverkehr zwischen Salzburg und Tirol über das Deutsche Eck mehr möglich. Reisende auf der Langstrecke werden gegebenenfalls über Passau umgeleitet, die Reise dauert damit um bis zu 40 Minuten länger. Für die Westbahn-Züge 965 und 964 zwischen Salzburg und München ist laut Unternehmen keine Umleitung über Passau möglich.

Vorbereitende Arbeiten für Generalsanierung

Bei allen Bemühungen um provisorische Mobilität stellt sich die Frage: Was treibt die Bahn da nur, so kurz vor dem Beginn ihrer Generalsanierung in den nächsten Jahren? Es sind vorbereitende Arbeiten vor dem ganz großen Eingriff, heißt es von Seiten des Konzerns. Und notwendige Arbeiten an überalterter Infrastruktur. Und die konnten eben nicht erst zusammen mit den Arbeiten der Generalsanierung vorgenommen werden. Denn diese seien aufwändig und beträfen verschiedene Gewerke. Unter anderem sollen auch die Bahnhöfe aufgehübscht werden.

Außerdem benötigt die Bahn Ausweichstrecken für wichtige Verbindungen, die generalsaniert werden.. So wie 2026 der Korridor zwischen Nürnberg und Passau. Erst kommt die Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg mit etwa 88 Gleiskilometern dran, dann der Abschnitt zwischen Obertraubling und Passau mit etwa 115 Kilometern. Der Verkehr soll laut Bahn über die Verbindung München – Salzburg umgeleitet werden. Die Bahn rechnet mit massiven zusätzlichen Belastungen für die Ausweichstrecken. Und auf diesen Stresstest sollen die Gleise in Rosenheims Umgebung vorbereitet werden.

Kommt im Herbst die nächste Hiobsbotschaft?

Nach den Sommerferien könnten die nächsten Hiobsbotschaften eintreffen. Denn der Ausweichverkehr für die Sanierungsarbeiten zwischen Nürnberg und Passau wird 2026 vorhersehbar auch den regulären Verkehr zwischen München und Salzburg durcheinanderbringen. Man sei am Abstimmen der Fahrpläne, sagte eine Sprecherin der Bahn auf OVB-Anfrage. Im Herbst werde man Genaueres sagen können.

Kommentare