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Nachruf

Viel zu früh aus dem Leben gerissen: Künstler „Kurbi“ Maierbacher aus Rott mit 67 verstorben

Korbinian „Kurbi“ Maierbacher aus Rott ist am 2. Juni mit nicht mal 68 Jahren gestorben.
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Korbinian „Kurbi“ Maierbacher aus Rott ist am 2. Juni mit nicht mal 68 Jahren gestorben.

Die Nachricht schockierte die Region: Korbinian „Kurbi“ Maierbacher aus Rott ist völlig unerwartet mit gerade einmal 67 Jahren verstorben. Der vielseitige Künstler hinterlässt eine große Lücke bei seinen Angehörigen. Besonders tragisch: Erst im April verstarb seine Schwester, ebenfalls völlig überraschend.

Rott/Feldkirchen – Korbinian „Kurbi“ Maierbacher aus Rott ist am 2. Juni mit nicht mal 68 Jahren gestorben. Er verstarb an einer Lungenembolie. Die Nachricht über seinen Tod machte schnell die Runde und rief großes Entsetzen hervor. War er doch noch am Marktsonntag unterwegs.

Korbinian Maierbacher wurde am 12. Juli 1957 geboren und war das zweite von sechs Kindern, die am Daschl-Hof in Feldkirchen groß wurden. Er besuchte das Finsterwalder-Gymnasium in Rosenheim, studierte Wirtschaftsingenieurwesen und kam über das Controlling zur EDV. Vor 15 Jahren beendete er seine berufliche Karriere und widmete sich seinem Herzensanliegen. Er machte eine Umschulung zum Clown und begeisterte die Kinder. Er absolvierte eine Ausbildung zum Klangtherapeuten und wurde ein künstlerischer Freigeist. Er entwickelte verschiedene künstlerische Projekte und baute, handwerklich geschickt wie er war, das Heimathaus um. Mit seiner Frau Rosie war er gut 40 Jahre zusammen, bekam drei Kinder und vier Enkelkinder, denen er sich besonders intensiv widmete.

Lange Jahre Fußball gespielt

Kinder lagen Korbinian immer am Herzen. Er konnte gut mit ihnen umgehen, nicht nur mit seinen eigenen Kindern und Enkelkindern, auch mit den Nachbarskindern verbrachte er gerne Zeit. Der Verstorbene war als ein lebensfroher, lustiger sowie musischer Mensch bekannt. Er spielte seit seiner Jugend Fußball. Mit 64 Jahren hörte er nach langen Jahren in der AH-Mannschaft des ASV auf, wollte aber noch beim Abschiedsspiel zusammen mit seinem Sohn Lukas spielen. Dazu dazu kam es aber nicht mehr.

Korbinian Maierbacher war sehr musikalisch. In jungen Jahren lernte er Geige und Klavier, in seiner Jugend begann er Gitarre und Bass zu spielen. Er war noch so glücklich, dass er mit den Bands „Kunst und Krempel“ und „Rouda Blechblosn“ beim Rotter Bierfest auftreten durfte. Eingeplant war bereits sein musikalischer Auftritt beim Rotter Burschenfest im kommenden Juli. Der Verstorbene war ein vielseitiges Mitglied im Rotter Theaterverein und ging in seinen Rollen auf. Mit dabei wäre er gewesen beim Theater „Der zerbrochene Krug“ im Landgasthof Stechl.

Korbinian Maierbacher war jemand, der sich nie in den Vordergrund drängte, aber überall gerne dabei war. Er genoss einfach das Zusammensein. Entsprechend groß war der Andrang bei der Beerdigung. Die Familie ließ 500 Sterbebilder drucken, die schnell vergriffen waren.

Die Trauerfeier im Rotter Friedhof war sehr schön gestaltet. Es wurden Briefe verlesen, die Korbinian Maierbacher einst bekommen hat. Besonders rührend war es, als der von Kindern bunt bemalte Sarg zu Grabe getragen wurde. Damit haben die Enkelkinder ihren Abschied von ihrem Opa verarbeitet.

Mit seiner Frau Rosie liebte er es, zu tanzen. Die beiden nutzten jede Gelegenheit dafür und schafften es sogar auf den Wiener Opernball. Beide reisten gerne und Korbinian Maierbacher nahm von seinen Reisen immer Samen oder sogar kleine Setzlinge mit, die er in seinem selbst gestalteten Garten pflanzte. Das war eine weitere, große Leidenschaft von ihm. Jetzt wachsen bei ihm Bananenstauden, Zitronenbäume, Avocados und Granatäpfel.

„Schade, dass du gehen musst, lang vor deiner Zeit...“

Seine Frau Rosie sagt, ihr Mann habe ein kurzes, aber erfülltes Leben gehabt. Als Hommage führte sie das Abschiedslied von Reinhard Mey an, aus dem Jahr 1972: „Schade, dass du gehen musst, lang vor deiner Zeit...“. Die Familie trifft dieser Verlust besonders schwer, da erst im April dieses Jahres Korbinian Maierbachers ältere Schwester, Katharina Aßinger, ebenfalls viel zu früh im Alter von nur 69 Jahren verstorben war. Zwei Abschiede in so kurzer Zeit hinterlassen eine große Lücke bei Familie, Freunden und Angehörigen.

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