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Wie es den Tieren in der Notversorgung geht

Nach Rinder-Drama in Bad Aibling: Wie laufen die Ermittlungen? Mussten weitere Tiere sterben?

Vor einem Monat  wurden auf einem Hof in Bad Aibling neun tote Rinder entdeckt, ein weiteres musste eingeschläfert werden (Symbolfoto).
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Vor einem Monat wurden auf einem Hof in Bad Aibling neun tote Rinder entdeckt, ein weiteres musste eingeschläfert werden (Symbolfoto).

Einen Monat ist es her, als auf einem Aiblinger Bauernhof mehrere tote Rinder gefunden wurden. Seitdem ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen jungen Landwirt. Wie weit die Ermittlungen sind – und wie es den Tieren geht, die überlebt haben.

Bad Aibling – Vor vier Wochen haben Mitarbeiter des Veterinäramtes bei einer Tierschutzkontrolle auf einem Aiblinger Bauernhof neun tote Rinder entdeckt. Ein weiteres Rind musste aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes noch vor Ort eingeschläfert werden. Seitdem, auch in Zusammenhang mit einem vergleichbaren Fall in Griesstätt und früheren Vorfällen in der Region, herrscht in Politik und Gesellschaft Fassungslosigkeit. Doch gibt es mittlerweile, einen Monat nach dem Schreckensfund, neue Erkenntnisse zum Drama in Bad Aibling?

Klar ist: Seit Wochen ermittelt die Staatsanwaltschaft Traunstein gegen den mutmaßlich verantwortlichen Landwirt (Geburtsjahr 1993) aus der Kurstadt. Da in seinem Betrieb die toten Tiere nach einem Hinweis aus der Bevölkerung aufgefunden wurden, steht der „Verdacht der quälerischen Tiermisshandlung und der Tiertötung durch Unterlassen“ im Raum. Derzeit werden „alle belastenden und entlastenden Umstände ermittelt“, erklärte zuletzt Oberstaatsanwalt Dr. Rainer Vietze gegenüber dem OVB.

Wie lange dauern die Ermittlungen noch an?

Doch klar ist auch, dass mit einem baldigen Abschluss der Ermittlungen und einer Antwort auf die Frage, ob und wie eine Anklage erhoben wird, nicht zu rechnen ist. Nach aktueller Rücksprache mit dem zuständigen Staatsanwalt erklärt Vietze: „Er hat mir mitgeteilt, dass die Ermittlungen andauern und die Begutachtung aufgrund der hohen Auslastung der beteiligten Stellen voraussichtlich viele Monate in Anspruch nehmen wird.“

Auch Ergebnisse aus der tierpathologischen Untersuchung sind demnach bisher nicht bekannt. Diese sollen unter anderem Aufschluss darüber geben, wie lange die Rinder zum Zeitpunkt des Auffindens im Aiblinger Betrieb bereits tot waren. Schnelle Entwicklungen in dem komplexen Verfahren sind also nicht zu erwarten.

Haben alle übrigen Rinder überlebt?

Indes stellt sich die Frage nach den übrigen Tieren des Aiblinger Hofs, die überlebt hatten. So hatte das Landratsamt Rosenheim zu Beginn mitgeteilt, dass 19 überlebende Rinder in einem Notstall im Landkreis Landsberg a. Lech untergebracht worden seien. Dort würden sie versorgt und veterinärmedizinisch betreut.

Auf OVB-Nachfrage erklärte nun Sibylle Gaßner-Nickl, Pressesprecherin des Landratsamtes Rosenheim, dass bei den 19 Rindern nach deren Transport in den Notstall sofort die erforderlichen tierärztlichen Maßnahmen eingeleitet worden seien. „Ein Tier verendete trotz intensiver tiermedizinischer Versorgung“, sagt Gaßner-Nickl. Die 18 verbleibenden Rinder seien weiterhin im Notstall untergebracht und mittlerweile in einem besseren Gesundheitszustand, so die Behördensprecherin.

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