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Debatte bei Bürgerversammlung

Ein Dorf-Stadel für Griesstätt? Warum das Vorhaben hitzige Diskussionen bei Bürgern auslöst

Rathauschef Robert Aßmus bei der Bürgerversammlung in der Turnhalle in Griesstätt. Lange Diskussionen gab es über den Eckerstadel.
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Rathauschef Robert Aßmus bei der Bürgerversammlung in der Turnhalle in Griesstätt. Lange Diskussionen gab es über den Eckerstadel.

Hitzige Diskussionen in der Bürgerversammlung von Griesstätt: Nachdem das Thema Dorfgemeinschafts-Stadel im Eckergarten angesprochen wurde, entbrannte eine lange Debatte über das Für und Wider. Warum sich die Bürger darüber aufregen – und was das Ganze kosten soll.

Griesstätt – Ungewöhnlich emotional verlief die Fragerunde am Ende der diesjährigen Bürgerversammlung in der Turnhalle Griesstätt. Denn die Gemüter erhitzten sich beim Thema: Ist der geplante Dorfgemeinschafts-Stadel im Eckergarten wirklich nötig? Eine ganze Reihe von Wortmeldungen griff nämlich diese Frage immer wieder auf. Erklärungen des Bürgermeisters Robert Aßmus und Gemeinderat Helmut Schuster stießen dem Eindruck nach auf taube Ohren.

Dach des Eckerstadels muss repariert werden

Besonders die in den Raum geworfene Bemerkung, dass acht Wortmeldungen in Folge sich „nicht positiv“ zum Dorfstadel geäußert hätten, wurde als Urabstimmung gewertet und befeuerte die Diskussion, ob die 160.000 Euro Eigenanteil der Gemeinde nicht doch zum Fenster hinausgeworfen seien. Das Geld soll doch besser für das vom diesjährigen Unwetter im Juli beschädigte Dach des schon bestehenden Eckerstadels verwendet werden, wurde vorgeschlagen.

Im Juli wurde das Dach des Eckerstadels in Griesstätt beschädigt und muss nun repariert werden.

Zu diesen Punkten hatte allerdings Aßmus bereits in seinem Vortrag beim Ausblick auf künftige Vorhaben festgestellt, warum das derzeit gar nicht möglich sei. Denn die geschätzten Kosten für eine Dacherneuerung des Eckerstadels in Höhe von 212.000 Euro seien abhängig von Entscheidungen des Denkmalschutzamtes. Hier stimme man sich mit Rosenheim zwar zügig ab, die Zusammenarbeit mit der übergeordneten Stelle in München erweise sich aber als schwierig, so Aßmus. Auf Anfragen erfolge dort keine Reaktion.

Mehrfach betonte der Rathauschef, auf die sich wiederholenden Fragen, warum das nicht schneller ginge oder einfach trotzdem gemacht werde, dass ohne Einverständnis dieser Stelle rein rechtlich „nichts geht“. Auch bräuchte man für ein Gesamtpaket eine Brandschutzmauer zum Nachbarn und die Elektrik müsste erneuert werden, um wenigstens eine Nutzung in kleinem Rahmen zu gewährleisten. Und dann hätte man dort immer noch keine öffentliche Toilette wie im geplanten Dorfstadel. Außerdem hätten bisher keine Investoren Interesse gezeigt.

Rathauschef Robert Aßmus bei der Bürgerversammlung in der Turnhalle in Griesstätt.

Machbarkeitsstudie angedacht

Trotzdem würde man ein Angebot für eine Machbarkeitsstudie Anfang 2025 einplanen. Bereits jetzt zeichne sich aber ab, dass je nachdem fünf bis acht Millionen Euro in die Hand genommen werden müssten, um den gesamten Eckerstadel richtig nutzen zu können. Diese Ausführungen wurden aber nicht von allen als zufriedenstellend betrachtet. Der Eckerstadel faule, wenn da nichts geschehe.

Ein Gesamtkonzept für den gesamten Bereich inklusive Eckergarten müsse her, war auch eine der Forderungen. Und im Vorfeld sei von Gemeinderäten eine andere, nämlich ablehnende Meinung nach außen vertreten worden, stand dann auch noch im Raum. Aßmus erläuterte daraufhin nochmals den gesamten Entscheidungsprozess: Es habe mehrere Beschlüsse in den verschiedenen Gremien über die Thematik gegeben. Zudem habe die Gemeinde einen Antrag auf Leader-Förderung für einen 100.000-Euro-Zuschuss gestellt, der mittlerweile genehmigt wurde. Auf keinen Fall wolle man mit dem Dorfstadel eine mögliche Konkurrenz zu einer Gastronomie vor Ort aufbauen, betonte er zudem.

So könnte der Dorfgemeinschafts-Stadel im Eckergarten laut Planung aussehen.

Fragen bezüglich des „Wofür?“ bei der Mittelverwendung der 1,7 Millionen Euro Neuverschuldung im vergangenen Jahr, eines geforderten Blitzers in der Dr.-Mitterwieser-Straße oder der Zukunft des Hartplatzes sowie einer Verringerung der Silvester-Böllerei in der Gemeinde wurden dagegen eher zu Randthemen, die auch kurz vom Rathauschef beantwortet werden konnten.

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