Geplante Kläranlagen-Erweiterung
Genehmigung läuft in zwei Jahren aus – Griesstätt plant Kläranlagen-Ausbau
In Griesstätt läuft die wasserrechtliche Genehmigung für die Kläranlage in zwei Jahren ab. Um die Frist einzuhalten, muss die Erweiterung der Kläranlage rechtzeitig abgeschlossen werden.
Griesstätt – Knapp zwei Jahre Zeit verbleiben allen an der Erweiterung der Kläranlage Beteiligten, um mit der anstehenden nötigen Baumaßnahme fertig zu werden. Denn die wasserrechtliche Genehmigung, die ohnehin schon um zwei Jahre verlängert worden war, läuft dann unwiderruflich ab. Vor diesem Hintergrund stellte sich anlässlich der jüngsten Gemeinderatssitzung nun das beauftragte Planungsbüro Dippold & Gerold vor.
Überblick über den Ablauf
Dabei wurde ein grober Überblick über den weiteren Ablauf der Vorgehensweisen vorgestellt:
Auf 4000 Einwohnergleichwerte soll die modernisierte und erweiterte Anlage ausgelegt werden, stellte zunächst Geschäftsführer Anton Schmuck fest, 1000 mehr als bisher. Ziel sei, die Maßnahme sinnvoll, wirtschaftlich und effektiv abzuschließen. Dass das termingerecht möglich sei, versicherte er den Gemeinderäten. Er erinnerte aber auch an das dazu nötige terminliche Zusammenspiel der Beteiligten, also von Gemeinde, Planern, Wasserwirtschaftsamt und den Trägern öffentlicher Belange.
Vornehmlich müsse die Entwurfsplanung genehmigt sein, um mit belastbareren Zahlen dann eine erste Kostenrechnung erstellen und auch die nötigen Baupakete ausschreiben zu können. Schmuck zeigte sich angesichts der vorgestellten Referenzprojekte zuversichtlich, dass das termingerecht zu packen wäre.
Auf dem vorhandenen setzungs- und feuchteempfindlichen Gelände müssen nun zunächst Vermessungen zeigen, dass sich an den alten Daten nichts verändert hat. Ein hydraulischer Querschnitt muss erstellt werden, um Zwischenanhebungen zu vermeiden.
Dass sich ein Faulbehälter zur zusätzlichen Klärungsverbesserung nicht lohnen würde, zeigte der Zweite Geschäftsführer von Dippold & Gerold Anton Mader auf. Hier werde eine Schlammstabilisierung zwar energieintensiver, aber letztlich doch die wirtschaftlich bessere Lösung sein, meinte er und stellte dazu eine Menge technischer Details zur Anlagentechnik und Bauausführung der künftigen Anlage vor.
Einen Überblick über die Elektroplanung gab Nikolaus Mastaller, der bereits bei den ertüchtigenden Baumaßnahmen 2001 bis 2003 beteiligt war. Da die Bestandsdaten vorlägen, sei jetzt schon klar, dass die Komponenten der bestehenden Anlage veraltet seien und ausgetauscht werden müssten, um die modernere Verfahrenstechnik am Laufen zu halten. Auch darauf, dass die Modems in der Außenstation ausgetauscht werden müssten, da sie für ein neues Aquasystem nicht geeignet seien, verwies der Elektroplaner. Zudem regte er an, gleich eine Photovoltaik-Anlage mit einzuplanen.
Dass die Gemeinde gute Partner an der Hand habe, stellte Sitzungsleiter Anton Strahlhuber (GfuG) am Ende der Ausführungen fest. Er betonte aber auch, dass noch viele Detailfragen auf alle Beteiligten zukommen würden.