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Unmittelbar vor dem Stichtag

Drohendes Aus für Aiblinger Jugendtreff Bergwerk: Positives Signal zum Jahreswechsel

Gibt es doch noch eine Zukunft für den Aiblinger Jugendtreff „Bergwerk“, und wenn ja, wie lange?
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Gibt es doch noch eine Zukunft für den Aiblinger Jugendtreff „Bergwerk“, und wenn ja, wie lange? Das sagen Bürgermeister Stephan Schlier (oben), JIM-Vorstandsmitglied Marinus Halbig und Jugendreferentin Martina Thalmayr zur jüngsten Entwicklung.

Muss die Jugendinitiative Mangfalltall (JIM) ihre Heimat im „Bergwerk“ am Sonntag, 31. Dezember, wie angekündigt tatsächlich räumen? Die Hoffnung, dass es noch einen Aufschub geben könnte, blieb bis zuletzt. Ein positives Signal erreicht die jungen Leute nun zum Jahresende.

Bad Aibling – Das Damoklesschwert hängt schon seit dem Einzug der Jugendinitiative Mangfalltall (JIM) über dem Aiblinger Jugendtreff „Bergwerk“. Von Anfang an war klar, dass der Besitzer dem Verein die Unterkunft bis zur Bebauung des Grundstücks mietfrei zur Verfügung stellte, diese dann aber geräumt werden muss.

Der Zeitpunkt des Auszugs war mit der Vorstellung der Pläne für ein Wohn- und Geschäftsgebäude auf dem Areal auch schon näher gerückt – doch nun drohte der dünne Faden noch früher zu reißen als gedacht.

Fortbestehen am seidenen Faden

Nachdem das Bauprojekt in den städtischen Entscheidungsgremien sehr hitzig diskutiert worden war, zogen die Bauwerber die Reißleine und kündigten im November das sofortige Ende der Pläne sowie den Verkauf des Grundstücks an. Das Areal sollte dem neuen Eigentümer leer, also ohne Mieter übergeben werden.

Für die JIM hätte das bedeutet, bis Jahresende aus dem „Bergwerk“auszuziehen. Jedoch lagen die letzten Hoffnungen auf der Gesprächsbereitschaft des künftigen, neuen Eigentümers. Sie erfüllten sich tatsächlich.

Eine Vermittlerrolle nahm dabei die Stadt Bad Aibling ein. Auf Anfrage des OVB teilte Bürgermeister Stephan Schlier kurz vor dem Stichtag mit, dass es positive Nachrichten gebe: Auch der neue Eigentümer habe zwar Pläne, das Gelände zu bebauen, er habe aber signalisiert, dass die Jugendinitiative das Gebäude bis dahin weiter könne. Dazu sollen noch Gespräche mit dem JIM-Vorstand stattfinden. „Aber das fixe Auszugsdatum zum Jahresende ist definitiv vom Tisch.“

Großes Aufatmen herrscht bei den Jugendlichen. „Das Gespräch über das weitere Vorgehen ist von beiden Seiten gewünscht, konnte aber noch nicht stattfinden“, sagt JIM-Vorstandsmitglied Marinus Halbig. Dabei gehe es um Themen wie Schneeräumen, das Haus in Schuss und das Grundstück in Ordnung halten.

Auszug aufgeschoben: Die Jugendinitiative Mangfalltal darf das „Bergwerk“ vorerst doch noch nutzen. Der neue Eigentümer des Areals will sich mit dem Vorstand zum Gespräch treffen.

Damit, dass man nicht sofort ausziehen müsse, habe man eigentlich gerechnet, gibt er zu. Das sei dem Verein schon vorab signalisiert worden. Nur offiziell habe man das bislang noch nicht erfahren – erst durch den Anruf von Bürgermeister Schlier nach dessen Gespräch mit dem neuen Eigentümer.

„Wir freuen uns sehr darüber, denn jetzt können wir das komplette Sommerprogramm planen“, sagt Halbig. Die Aktionen der „Jimmies“ seien bis dato auf Eis gelegen, ebenso die Reparatur- beziehungsweise Instandsetzungsarbeiten am Gebäude und rund ums Haus. „Da hat es uns doch einiges zusammengehauen. Jetzt lohnt es sich, nochmal anzupacken.“ Das Sommerkino könne in jedem Fall stattfinden, auch Konzerte wolle man wieder veranstalten.

Der größte Zeitdruck sei nun zwar vom Tisch, aber an der Situation, dass der Auszug bevorsteht und der Jugendtreff eine neue Bleibe braucht, ändere sich nichts, das sei allen klar, so Halbig.

Jugendreferentin Martina Thalmayr zeigte sich gegenüber dem OVB „total erleichtert“ von der Nachricht des Aufschubs, auch sie hatte auf die Kooperationsbereitschaft des neuen Eigentümers gesetzt. Doch entlasse dies die Stadt nicht aus der Verpflichtung: „Der Jugendtreff ist die Basis für das Fortbestehen des Vereins. Wir brauchen eine Lösung. Das sind supertolle junge Leute, die sich engagieren.“

Plan B gegen akute „Obdachlosigkeit“

Laut Schlier hatte man auch in der Vergangenheit schon die Fühler nach einer geeigneten Unterkunft ausgestreckt, sei aber nicht fündig geworden. Wenn alle Stricke gerissen wären, hätte man eine Lösung mit Räumlichkeiten des Jugendtreffs an der Westendstraße im Visier gehabt – auch wenn diese Lösung allein schon aufgrund der unterschiedlichen Konzeption alles andere als optimal gewesen wäre (während der dortige Jugendtreff unter Trägerschaft des BRK steht, verwaltet sich die JIM komplett selbstständig). Doch hätten alle Beteiligten ihre Kooperation signalisiert, um zu verhindern, dass die „Jimmies“ auf der Straße stehen.

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