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ADAC-Befragung

Stress im Straßenverkehr: Welches Verhalten Autofahrer am meisten aufregt

Es ist nicht immer leicht, als Fahrer die Nerven zu bewahren. Eine aktuelle ADAC-Umfrage zeigt, was den Menschen hinter dem Lenkrad am meisten Stress bereitet.

Immer wieder gibt es im Straßenverkehr Momente, die bei Autofahrern den Puls in die Höhe schnellen lassen. Nur eines von vielen Beispielen dafür könnte das Einfädeln auf die Autobahn sein. Generell ist ratsam, hinter dem Lenkrad gelassen zu bleiben, denn eine aggressive Fahrweise kann teuer werden. Allerdings gelingt es nicht in jedem Fall, die Ruhe zu bewahren. Eine ADAC-Umfrage zeigt nun, welches Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer das Stresslevel von Autofahrern nach oben treibt.

Nicht jeder Autofahrer bleibt in jeder Situation gelassen. Der ADAC hat in einer Umfrage ermittelt, was die Person hinter dem Lenkrad besonders stresst. (Symbolbild)

Von welcher Situation Autofahrer besonders genervt sind

Laut der Umfrage des Automobilclubs empfinden Autofahrer ein Verhalten als besonders störend: Und zwar, wenn andere Fahrzeuge bei hohen Geschwindigkeiten zu dicht auffahren (76 Prozent). Auch in einer anderen Umfrage gaben Autofahrer an, dass sie durch „Drängeln“ verunsichert werden. Dieses Verhalten ist nicht nur riskant, sondern kann auch kostspielige Folgen haben. Wer zu dicht auffährt und beispielsweise zusätzlich die Lichthupe benutzt, kann sich möglicherweise der Nötigung im Straßenverkehr schuldig machen. Da dies eine Straftat und keine Ordnungswidrigkeit ist, sind die Strafen entsprechend drastisch.

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Auch Radler verursachen bei Autofahrern Stress – wenn sie sich nicht an die Regeln halten

Hier eine Auflistung der Top-5-Situationen, die bei Autofahrern Stress auslösen:

SituationAnteil der Befragten
1. Dichtes Auffahren bei hohen Geschwindigkeiten76 Prozent
2. Aggressives Fahrverhalten75 Prozent
3. Radler, die sich nicht an die Vorschriften halten72 Prozent
4. Abgelenkte Verkehrsteilnehmer68 Prozent
5. Spurwechsel/Abbiegen ohne Blinker64 Prozent

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Gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr: Im Alltag ist davon oft wenig zu spüren

Die Grundlage für das Zusammenleben im Straßenverkehr bildet § 1 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO): „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht“, heißt es dort. Allerdings scheinen nach Meinung der Befragten nicht alle dieses Grundprinzip stets zu beachten. So gaben 44 Prozent an, dass die Aussage „das Verkehrsgeschehen in meiner Umgebung ist heute durch gegenseitige Rücksichtnahme geprägt“ ihrer Meinung nach „nicht“ zutreffe. Weitere 27 Prozent waren der Ansicht, dass diese Aussage „nur teilweise“ zutreffend sei.

Autobahnen der Extreme: In Deutschland ist keine Strecke länger als die A7 – eine andere hört einfach auf

Autobahn A7 bei Hamburg.
Autobahn A7: Mit einer Länge von 962,2 Kilometern ist die A7 die mit Abstand längste Autobahn der Bundesrepublik und nach der Autovía 7 in Spanien auch die zweitlängste Fernstraße Europas. Die A7 führt von Flensburg-Handewitt bis ins südliche Bayern. Seit 2012 läuft der Ausbau der Schnellstraße auf acht Spuren.  © Lobeca/Imago
Stau auf der Autobahn A3 in der Nähe von Köln.
Autobahn A3: Mit 769 Kilometern Länge muss sich die Fernstraße der A7 knapp geschlagen geben. Dafür ist die A3 die meist befahrene Autobahn in Deutschland. Laut der Straßenverkehrszählung 2021 sind alleine zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und dem Dreieck Köln-Heumar täglich mehr als 166.000 Autos unterwegs. © NurPhoto/Imago
Die Autobahn A1 in Richtung Fehmarn
Autobahn A1: Mit 749 Kilometern Länge ist die A1 nur etwas kürzer als die A3. Dafür dürfte es sich wohl um eine der längsten Baustellen Deutschlands handeln. Im Vergleich zur A1 wirken die 14 Jahre Bauzeit des BER wie ein Augenzwinkern. Denn der erste Spatenstich für die Autobahn wurde 1934 getätigt. Fast 80 Jahre später klafft in der Eifel immer noch eine 25 Kilometer lange Lücke. Wann diese geschlossen wird ist unklar. © Panthermedia/Imago
Fahrzeuge sind auf der Autobahn 4 in Höhe des Rasthofes Frechen in Richtung Köln und Olpe unterwegs.
Autobahn A4: 583 Kilometer Länge reichen für Platz vier im Ranking der längsten Autobahnen. Doch die A4 zeichnet sich auch durch ein besonders hohes Nebelrisiko auf dem viel befahrenen Streckenabschnitt zwischen Aachen und Köln aus. Am 20. Dezember 1987 musste die Strecke nach dem Aufkommen einer Nebelbank mit Sichtweiten von weit unter 30 m erstmals voll gesperrt werden. Inzwischen wurde dort eine Nebelwarnanlage installiert. © Mangold/Imago
Vor der Ausfahrt Köln-Rodenkirchen hat sich auf der Autobahn A555 in Fahrtrichtung Köln ein erheblicher Stau gebildet.
Autobahn A555: Mit grade einmal 18 Kilometern Länge zählt die Fernstraße zwischen Köln und Bonn zu den kürzeren Strecken. Doch historisch ist die A555 von größter Bedeutung, denn es ist die erste und älteste Autobahn der Bundesrepublik. 1932 wurde die Schnellstraße vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eingeweiht. Sie trägt bis heute zudem den Spitznamen Diplomatenrennbahn. © Future Iamge/Imago
Seitenstreifen eines A8-Teilstücks freigegeben.
Autobahn A831: Die mit Abstand kürzeste Fernstraße befindet sich in Baden-Württemberg und trägt die Bezeichnung A831. Sie ist grade einmal 2,3 Kilometer lang und besitzt fünf Ausfahrten. Die Autobahn startet und endet in Stuttgart.  © Marijan Murat/dpa
Frankfurter Kreuz der Autobahn A5.
Autobahn A5: Mit 440 Kilometern ist die A5 verhältnismäßig kurz. Dennoch ist eine der meist befahrenen Straßen Hessens. Künftig könnte sie auch eine von Deutschlands breitesten Autobahnen sein, denn in der Nähe von Frankfurt ist ein Ausbau auf zehn Spuren geplant. Das Projekt ist jedoch sehr umstritten. © Schöning/Imago
Baustelle A 49.
Autobahn A49: Ähnlich wie die A1 ist auch die A49 in Hessen noch im Bau. Zudem stellt sie den am seltensten befahrenen Autobahnabschnitt. Bei Ansbrach wurden im Rahmen der Straßenverkehrszählung 2021 grade einmal 819 Auto pro Tag gezählt.  © Uwe Zucchi/dpa
Stau auf der A114.
Autobahn A114: Auf dieser Fernstraße brauchten die Autofahrer bis zum Oktober 2022 starke Nerven. Satte 95 Prozent (15 von 16 Kilometern) der A114 Kilometer waren Baustelle. Inzwischen ist die Autobahn im Nordosten Berlins wieder komplett befahrbar. Überraschenderweise fielen die Baukosten sogar niedriger aus als zunächst geplant. © Soeren Stache/dpa
Kochertalbrücke der Autobahn A6 über das Kochertal.
Autobahn A6: Die A6 ist wohl eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen und das über die deutschen Grenzen hinaus. In dieses Ranking hat sie es aber nicht wegen ihrer Länge von 484 Kilometer geschafft, sondern wegen der Kochertalbrücke. Dabei handelt es sich nämlich um Deutschlands höchste Autobahnbrücke. In 185 Metern Höhe verläuft die A6 über 1,1 Kilometer durch das Kochertal. Damit ist sie 27 Meter höher als die Moseltalbrücke auf Platz zwei. © Arnulf Hettrich/Imago

Dem Automobilclub zufolge ist das Stresslevel im Vergleich zum Vorjahr insgesamt angestiegen. „Wer am Straßenverkehr teilnimmt, hat in der Regel wenig Zeit“, sagt ADAC-Verkehrspsychologe Ulrich Chiellino. Dieser Zeitdruck führe zu einer Grundanspannung. Wenn dann jemand drängele oder einem die Vorfahrt nehme, reagierten viele emotional. „Hinzu kommt, dass wir uns unterwegs anonym fühlen und uns deshalb für die verbalen Entgleisungen auch nicht besonders schämen. Und es baut nicht mal Stress ab.“

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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