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Ampel oder Eimer

Platzsparend anbauen – hängende Tomaten sind perfekt für den Balkon

Eine Tomatenpflanze im hängenden Korb
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Wer keine Hängeampel zur Verfügung hat, kann Tomaten auch kopfüber im Eimer anbauen.

Bei vielen Tomatensorten lassen sich die Jungpflanzen auch platzsparend auf dem Balkon anbauen. Und wenn sie rote Früchtchen tragen, sehen sie richtig originell aus.

Um auf dem Balkon oder der Terrasse hängende Tomaten anzubauen, benötigen Sie nicht viel: Eine Tomaten-Jungpflanze, einen Eimer und ein Stück Gartenfolie oder eine Hängeampel. Als Sorte kann man auf eine Auswahl an Hänge- bzw. Ampeltomaten zurückgreifen, aber auch die kleinen Buschtomaten erfüllen diesen Zweck.

Hängende Tomaten anbauen – platzsparende Lösung für den Balkon

Da der Eimer oder die Hängeampel mit der Erde, der ausgewachsenen Pflanze mit Früchten und regelmäßigem Gießwasser später viel Gewicht tragen muss, ist ein stabiles Gefäß und eine sichere Befestigung des Eimerbügels notwendig. Andernfalls droht bei einem stärkeren Windstoß das Abreißen des Topfes. Um die gut 20 Kilogramm auszuhalten, ist dementsprechend auch eine kräftige Stütze wichtig, beispielsweise in Form eines Wandankers, eines Balkens oder einer anderen Hängevorrichtung.

Als Sorte sind Kirschtomaten mit ihrem kompakten Wuchs, vor allem als Buschtomaten, viel besser geeignet als Pflanzen mit großen Früchten. Besonders bieten sich hierfür beispielsweise die Sorten ‚Tumbler‘, ‚Tumbling Tom Red‘, die Wildtomate ‚Bianca‘ oder ‚Gold Nugget‘ an.

Am einfachsten gelingt der Anbau der hängenden Tomaten in einer Hängeampel, die man platzsparend an der Decke des Balkons oder an der Wand befestigen kann. Wer diese nicht zur Verfügung hat oder gern bastelt, kann einen gewöhnlichen Garteneimer folgendermaßen umfunktionieren:

  • In einen 20-Liter-Eimer aus Plastik oder Metall bohrt oder schneidet man, beispielsweise mit einem Teppichmesser, ein Loch mit etwa fünf Zentimeter Durchmesser in den Boden.
  • Den Eimerboden mit einer Gartenfolie, einem Stück Kokosmatte oder Fenstergitter auslegen und direkt über dem Eimerloch ein Kreuz hineinschneiden. Wenn Sie Kokosmatte verwenden, können Sie in diese auch bis zur Hälfte einen Schlitz schneiden.
  • Nun von unten eine gut 15 Zentimeter große Tomaten-Jungpflanze hineinstecken und den Eimer vorsichtig zu etwa drei Vierteln mit Erde befüllen, aufhängen und gut angießen.

Eine besonders clevere Variante für den Anbau in der Luft ist die sogenannte „Upside-Down“-Methode, bei der die Tomaten kopfüber aus einem Eimer wachsen.

Wenn Ihre Tomaten-Jungpflanzen schießen und zu lang gewachsen sind, können Sie diese auch liegend einpflanzen – und einen hohen Ertrag gewinnen.

Beet-Nachbarn bremsen Schädlinge aus

Wer sich damit wohler fühlt, kann zuerst den Eimer mit Erde füllen und dann die Pflanze vorsichtig von unten durch den Schlitz in das Substrat stecken.

Tomaten anbauen nach Bildern: In 11 Schritten vom Samen bis zur Ernte

Tomatensamen werden in Erde bzw. Anzuchttöpfe gelegt
Ab Anfang März können Sie die Tomatensamen in Anzuchtschalen aussäen, die Sie an einem warmen und hellen Ort aufstellen. Bedecken Sie die Samen nur leicht mit Erde und halten Sie diese gleichmäßig feucht, um die Keimung zu fördern. Eine durchsichtige Abdeckung hilft, die für die Keimlinge notwendige hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. © Zoonar/Imago
Person pflanzt junge Tomate
Sobald die jungen Pflänzchen nach den Keimblättern das erste echte Blattpaar entwickelt haben, ist es Zeit für das Pikieren. Setzen Sie die kräftigsten Keimlinge vorsichtig in einzelne Töpfe, um ihnen mehr Raum für die Wurzelentwicklung zu geben. Das Vereinzeln fördert ein starkes Wachstum und bereitet die Pflanzen optimal auf das spätere Auspflanzen vor. © Shotshop/Imago
Zwei Frauenhände klopfen die Erde um einen Tomatensetzling fest (Symbolbild).
Nach den Eisheiligen Mitte Mai ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um die Tomaten an ihren endgültigen Standort im Garten oder auf dem Balkon zu pflanzen. Setzen Sie die Pflanzen tief in die Erde und gießen Sie sie kräftig an, damit sie schnell neue Wurzeln bilden. Ein sonniger, warmer und regengeschützter Platz ist ideal für ein gesundes Wachstum. © Karen Kaspar/Imago
Tagetes, Chilipflanze und Tomate in einem Kübel
Eine Mischkultur mit den passenden Partnern schützt Tomaten vor Krankheiten und Schädlingen. Basilikum hält beispielsweise Mehltau und die Weiße Fliege fern, während die Wurzeln der Tagetes Fadenwürmer (Nematoden) im Boden abwehren. Kartoffeln, Erbsen oder Fenchel gelten hingegen als schlechte Nachbarn und sollten nicht neben Tomaten gepflanzt werden  © Gaby Wojciech/Imago
Ein Balkontomate im Topf mit zahlreichen reifen und unreifen Tomaten
Für eine reiche Ernte auf Balkon oder Terrasse sollte der Topf für die Tomatenpflanze mindestens 20 Liter fassen und über Wasserabzugslöcher verfügen. Da das Substrat im Kübel schneller austrocknet und die Nährstoffe begrenzt sind, ist regelmäßiges Gießen und Düngen hier besonders wichtig. Vor allem kleinwüchsige Buschtomaten, die nicht ausgegeizt werden müssen, sind für die Topfkultur gut geeignet. © Panthermedia/Imago
Ältere Frau gießt Tomaten
Tomaten benötigen eine gleichmäßige Wasserversorgung, um aromatische Früchte zu bilden und nicht zu platzen. Gießen Sie die Pflanzen am besten morgens und direkt am Wurzelhals, damit die Blätter trocken bleiben und Pilzkrankheiten vermieden werden. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Stroh hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. © Westend61/Imago
Den besten Dünger für Ihre Tomaten und Gurken werfen Sie täglich weg
Als Starkzehrer benötigen Tomaten viele Nährstoffe, weshalb eine regelmäßige Düngung ab der Fruchtbildung unerlässlich ist. Verwenden Sie am besten einen organischen Dünger oder Brennnesseljauche, um die Pflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Eine Überdüngung mit Stickstoff sollten Sie vermeiden, da dies das Blattwachstum auf Kosten der Fruchtbildung anregt. © Reve (Montage)
Rankhilfe für Tomaten, Pflanzstab
Damit die Tomatenpflanzen unter der Last der Früchte nicht abknicken, benötigen sie eine Stütze. Binden Sie die Triebe regelmäßig an Stäben oder Schnüren locker an, um ihnen Halt zu geben. Dies sorgt nicht nur für Stabilität, sondern auch für eine bessere Durchlüftung der Pflanze. © imageBROKER/Patrick Daxenbichler/Imago
Jemand entfernt einen Geiztrieb an einer Tomate (Solanum lycopersicum) mit der Hand, auch „ausgeizen“ genannt.
Das Entfernen der Seitentriebe, das sogenannte Ausgeizen, ist eine wichtige Pflegemaßnahme bei den meisten Tomatensorten. Brechen Sie die jungen Triebe in den Blattachseln regelmäßig aus, damit die Pflanze ihre Kraft in die Bildung großer Früchte steckt. Bei Buschtomaten ist das Ausgeizen hingegen nicht notwendig. © imageBROKER/O. Diez/Imago
Finger klopft auf Tomatenblüten am Ansatz
Die Tomatenbestäubung erfolgt meist durch Wind oder Insekten, die die Pflanze in Bewegung versetzen. Sie können nachhelfen und den Ertrag steigern, indem Sie regelmäßig leicht an den Blütenständen rütteln und so den Pollen freisetzen. Das Klopfen des Fingers an den Blütenansatz der Tomate imitiert die Bestäubung durch Hummeln.  © Pond5 Images/Imago
Ausgelöste Tomatenkerne auf Küchenpapier, eine aufgeschnittene Tomate, Tomaten in Schale mit einem Messer
Für die Gewinnung von Saatgut eignen sich nur samen- und sortenfeste Tomaten, von denen Sie vollreife und gesunde Früchte auswählen. Lösen Sie die Samen mitsamt der sie umgebenden Glibberschicht aus, lassen Sie diese in Wasser vergären und danach gut trocknen. An einem kühlen und dunklen Ort gelagert, ist das Saatgut mehrere Jahre haltbar. © imagebroker/Imago

Wie alle anderen Tomaten benötigt die Pflanze einen sonnigen Platz und ausreichend Gießwasser sowie regelmäßig Dünger. Die Bepflanzung eines hängenden Eimers hat noch den Vorteil, dass man in diesen von oben zusätzlich Blumen wie Basilikum, Petersilie oder Tagetes dazusetzen kann, die im Idealfall sogar Tomatenschädlinge abschrecken.

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