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Gesündere Pflanze

Ihre Tomaten-Zöglinge schießen? Mit diesem Pflanztrick werden sie sehr kräftig und ertragreich

Person pflanzt Tomate längs ein
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Beim Einpflanzen von Tomaten kann man schon viel bewirken. Mit der richtigen Technik fördern Sie das Wachstum und die Fruchtbildung.

Ihre Tomatensetzlinge sind lang und dünn geworden? Kein Problem – mit einem cleveren Einpflanz-Trick verwandeln Sie den Nachteil in einen Wachstumsvorteil.

Nach den Eisheiligen Mitte Mai ist es so weit, die Tomaten dürfen ins Freiland. Ob vorgezogen oder gekauft: Sobald die Nächte frostfrei sind, können Sie die Jungpflanzen in das Beet oder in Kübel setzen. Damit die Pflanzen kräftig werden und nicht zu sehr in die Höhe schießen, sollte man sich damit nicht mehr Zeit lassen. Schon beim Einpflanzen können sich jedoch Fehler einschleichen, die das Wachstum verzögern oder stören und so den späteren Ertrag schmälern. Mit einem einfachen Trick bekommen die Jungpflanzen aber einen ganz großen Vorsprung. Wenn sie schon zu hoch gewachsen sind, gibt es eine besonders effektive Pflanzmethode.

Tomaten geschickt einsetzen: je tiefer, desto besser

Ob die Tomatenpflanzen im Haus vorgezogen wurden oder aus dem Handel kommen: Vielleicht hatten sie nicht immer die besten Lichtverhältnisse und sind etwas in die Höhe geschossen. Gerade dann sollte man beim Einpflanzen besonders sorgfältig vorgehen – es sei denn, man hat im Gartencenter Buschtomaten erstanden, die von Natur aus gedrungener wachsen.

Um den Jungpflanzen einen besonders guten Wachstumsstart und viel Stabilität zu verschaffen, gibt es einen Trick: Entfernen Sie vorab Blätter. So geht’s:

  1. Brechen Sie etwa die Hälfte bis zu zwei Drittel der unteren Blätter mit der Hand ab.
  2. Nehmen Sie die Pflanze aus dem Anzuchtgefäß.
  3. Setzen Sie die Tomate so tief in die Erde, dass die oberen Blätter und etwa eine Handbreite des Stiels über die Erde hinausschauen. Im Idealfall wird die Erde vorab mit etwas Kompost angereichert.
  4. Füllen Sie das Loch mit Erde auf. Die Erde andrücken und angießen.

Extra-Tipp: Große Jungpflanzen liegend pflanzen

Ist die Tomate sehr hoch gewachsen, wäre es schwierig, ein so tiefes Loch auszuheben, dass sie dort größtenteils hineinpasst. Kein Problem: Legen Sie die Pflanze vorsichtig längs in einen „Graben“ und bedecken den Stiel mit Erde. Den Endtrieb über der Erde können Sie mit einem Stab sanft nach oben stützen.

Diese Tomatenblätter sollten Sie entfernen

Warum das Entfernen der Blätter und tiefe Einsetzen den Tomatenpflanzen guttut? Die Gewächse können entlang ihres Stiels an kleinen Verdickungen (Knoten) Seitenwurzeln bilden, wenn sie mit Erde bedeckt werden. Diese unterstützen die tief wachsende Pfahlwurzel der Pflanze bei der Nährstoff- und Wasseraufnahme. Außerdem bekommt sie einen festeren Stand.

Zu viele Blätter sollte man allerdings nicht entfernen, da die Pflanze noch genug für die Lichtaufnahme, die Photosynthese und somit ihr Wachstum benötigt. Auch im Laufe der Saison ist es wichtig, die Tomate regelmäßig auszugeizen und gegebenenfalls untere Blätter zu entfernen. Das verringert das Risiko für Krankheiten und schützt die Tomate vor Fäulnis, für die sie vor allem in Bodennähe und beim Gießen anfällig ist.

Alte Tomatensorten: Zehn historische Exemplare, die Sie mal probieren sollten

Tomatensorte Schwarze Krim, aufgeschnitten
Die würzig-süße Schwarze Krim ist ein beliebter Klassiker unter den Fleischtomaten. © Panthermedia/Imago
Tomate Goldene Königin am Strauch
Gelbe Tomaten sind keine neue Züchtung: Die robuste ‚Goldene Königin‘ wird seit 1871 in Deutschland angebaut. © agefotostock/Imago
Tomaten-Sorte ‚Indigo Rose‘
Außen fast schwarz und innen rot: Die historische Sorte ‚Indigo Rose‘ sieht spektakulär aus und schmeckt würzig. © Panthermedia/Imago
Grün geflammte Tomaten-Sorte ‚Green Zebra‘
Die meist grün-gelb geflammte Sorte ‚Green Zebra‘ ist sehr bekannt und mit ihrem melonenartigen süßlichen Aroma auch sehr beliebt.  © Westend61/Imago
Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘
Die Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘ ist eine der ältesten heute bekannten Tomatensorten: Rund um 1800 kam sie in den USA auf den Markt und trägt ihre zahlreichen Früchte wie kleine Glühbirnen. © Pond5 Images/Imago
Tomatensorte Andenhorn am Strauch
Wer nicht genau schaut, könnte das ‚Andenhorn‘ mit einer Spitzpaprika verwechseln. Die Ur-Tomate aus Peru ist ideal für Soßen und Pizza. © Pond5 Images/Imago
Bauer erntet Tomaten der Sorte Ochsenherz im Gewächshaus
An der ‚Ochsenherz‘-Fleischtomate kommt keiner vorbei: Die beliebte russische Sorte wird durchaus mal ein Kilogramm schwer. © Rainer Unkel/Imago
Tomaten ‚Moneymaker‘ am Strauch
Der moderne Name täuscht: Die ‚Moneymaker‘ ist eine alte, saftige und ertragreiche Sorte aus England. © Pond5 Images/Imago
Tomate de Berao
Die Eiertomaten-Sorte ‚de Berao‘ wächst sehr schnell und hoch – und ist sogar tolerant gegen Krautfäule und Blütenendfäule. © agefotostock/Imago
Tomatensorte ‚Berner Rose‘
Die ‚Berner Rose‘ sieht nicht spektakulär aus, die Schweizer Sorte ist aber reichtragend und sehr aromatisch – ideal für Salate. © agefotostock/Imago

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