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Sonderregeln im Kübel

Tomaten im Topf anbauen – das Wichtigste von Standort bis Sorten

Hand pflückt Cocktailtomate auf Balkon
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Es gibt bestimmte kleinwüchsige Sorten, die sich im Kübel besonders gut anbauen lassen.

Tomaten brauchen kein Beet: Im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse liefern sie gute Erträge. Mit dem nötigen Wissen und ein paar Tipps klappt es noch besser.

Der Anbau von Tomaten in Töpfen oder Kübeln bietet eine großartige Möglichkeit, auch auf begrenztem Raum frische und schmackhafte Früchte zu ernten. Hier sind die wichtigsten Punkte, die Sie beachten sollten, wenn Sie Tomaten im Kübel pflanzen möchten:

1. Der richtige Standort

Für den erfolgreichen Anbau von Tomaten im Topf ist ein sonniger Standort unerlässlich. Stellen Sie sicher, dass Ihre Tomaten mindestens fünf Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag erhalten, um kräftiges Wachstum und reichhaltige Erträge zu fördern. Ganztägig pralle Sonne auf einem heißen Stadtbalkon kann den Wurzelballen aber auch überhitzen, daher sollte man die Pflanze etwas im Auge behalten und gegebenenfalls einen Sonnenschutz aufstellen. Wenn Balkon oder Terrasse nicht ausreichend überdacht sind, ist ein Regenschutz für den Fall der Fälle sinnvoll.

2. Die geeignete Topfgröße

Verwenden Sie große Töpfe oder Kübel, die mindestens 10 bis 15 Liter Fassungsvermögen haben. Aus diesem Grund ist auch wichtig, dass pro Topf nur eine Tomate gepflanzt wird. Je größer die Tomatenpflanze wird, desto größer sollte auch das Fassungsvolumen sein. Für die Ampel oder den Balkonkasten eignen sich auch hängende Tomaten. In Tontöpfen angebaute Tomaten benötigen mehr Wasser. Auch wenn Tomaten sehr durstige Pflanzen sind: Unbedingt nötig ist, dass der Behälter ein oder mehr Abflusslöcher hat, um Staunässe zu vermeiden, die zu Wurzelfäule führen kann.

Wenn Sie nach einer platzsparenden und außergewöhnlichen Alternative zum klassischen Topf suchen, könnten „Upside-Down“-Tomaten, die kopfüber in einem Eimer wachsen, genau das Richtige für Sie sein.

3. Nährstoffreiche Erde verwenden

Tomaten sind Starkzehrer und haben als solche einen hohen Nährstoffbedarf, um viele aromatische Früchte zu bilden. Verwenden Sie eine hochwertige Blumenerde oder spezielle Erde für Gemüsepflanzen, die eine gute Durchlässigkeit und ausreichende Nährstoffversorgung gewährleistet. Noch besser wäre eine Beimischung von Pferdemist oder Kompost. Letzteren bekommen Sie in manchen Städten auch in Wertstoffanlagen, die Bioabfälle verwerten und zum Verkauf anbieten.

4. Auswahl der richtigen Tomatensorte

Prinzipiell können Sie jede Tomatensorte für den Anbau im Kübel verwenden. Es gibt jedoch zahlreiche Tomatensorten, die für diesen Zweck noch besser geeignet sind. Entscheiden Sie sich für kompakte Cocktailtomaten-Sorten oder solche, die speziell für den Anbau in Containern gezüchtet wurden, wie zum Beispiel ‚Bajaja‘‚ ‚Tiny Tim‘, ‚Rotkäppchen‘ oder ‚Tumbling Tom Red‘. Höhere Tomatensorten kann man auch verwenden, diese benötigen dann aber eine Rankhilfe. Fleischtomaten oder strauchig und üppig wachsende Wildtomaten sind weniger gut geeignet.

Zehn Küchenabfälle, die Ihre Pflanzen als natürlichen Dünger lieben werden

Person hält Glas Milch im Vordergrund, im HIntergrund Kuh.
Die Milch machts: Sie enthält viel Kalzium, Eiweiß und Phosphor, von denen zum Beispiel Rosen, Geranien und Tomaten profitieren – Pflanzen, die einen sauren pH-Wert bevorzugen, wie Azaleen, mögen sie nicht. Auf einen Teil Milch kommen acht Teile Wasser. Frische Milch ist besser geeignet als H-Milch, da sie mehr Mikroorganismen enthält. © MiS/Imago
Eine Rosenpflanze mit mehreren roten Kospen und eine kleine Gartenschaufel mit getrocknetem Kaffeesatz
Kaffeesatz enthält Stickstoff, Kalium und Phosphor. Das ist unter anderem gut für die Blütenbildung. Den getrockneten Satz kann man direkt in den Boden rund um Pflanzen wie Rosen einarbeiten. Da er den Boden leicht ansäuert, ist er auch für Hortensien oder Rhododendron gut geeignet. © Martin Bäuml Fotodesign/Imago
Zerkleinerte Eierschalen auf Hand
Eierschalen enthalten viel Calcium und ist daher ideal für kalkliebende Pflanzen wie Bohnen, Tomaten oder Möhren. Je mehr die Schalen zerkleinert werden, desto besser werden sie in der Erde zersetzt.  © imagebroker/Imago
aufgetürmte Bananenschalen
Da andere Bananenschalen stark gespritzt werden, sollte man nur Bio-Ware als kaliumreichen Dünger verwenden: Schalen klein schneiden, trocknen lassen und in Wurzelbereich von Rosen oder Stauden einarbeiten.  © Tischler/Imago
Brauner Sud aus Zwiebelschalen
Zwei bis drei Handvoll Zwiebelschalen mit ein bis zwei Litern heißem Wasser übergießen, 30 Minuten ziehen lassen. Der abgekühlte Sud ist ein guter Flüssigdünger. © Zoonar/Imago
Seniorin hält Rhabarberblätter.
Rhabarberblätter nicht wegwerfen! Daraus kann man eine kaliumreiche Jauche herstellen, die den Wasserhaushalt der Pflanzen reguliert und ihre Winterhärte erhöht. © K-P Wolf/Imago
Schwarzer Tee enthält wichtige Nährstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle
Schwarzer und Grüner Tee sowie Kräutertees enthalten wichtige Nährstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle. Schwarzer Tee ist ideal für Pflanzen, die es eher sauer mögen, wie Orchideen oder Azaleen. © Panthermedia/Imago
Geschälte Kartoffeln kochen in Topf.
Gemüsewasser wie das von Kartoffeln ist mineralstoffreich und als Düngerergänzung geeignet. Allerdings nur ungesalzen, sonst schadet es den Pflanzen! © Pond5/Imago
Mehrere frische Hefewürfel in Schüssel
Ob frische Hefe oder Trockenhefe spielt keine Rolle: Ihre Hauptwirkung besteht darin, dass die Mikroorganismen im Boden die Nährstoffe in der Erde schneller aufschließen und diese den Pflanzen zur Verfügung stehen. Zuvor wird die Hefe aber in Wasser aufgelöst. © Pond5/Imago
Glas Bier vor Bäumen
Bier enthält viele Mineralstoffe, wachstumsfördernde Kohlenhydrate und Hefe, die die Mikroorganismen im Boden aktiviert. Aber man sollte es mit dem Düngen nicht übertreiben: Alkohol ist auch für Pflanzen ein Zellgift. © YAY Images/Imago

5. Regelmäßige Bewässerung und Düngung

Halten Sie das Substrat ausreichend feucht, indem Sie regelmäßig gießen. Insbesondere während heißer und trockener Perioden kann dies durchaus zweimal am Tag der Fall sein. Eine zusätzliche Mulchschicht oder Mulchmatte hält die Feuchtigkeit besser. Düngen Sie Ihre Tomaten alle drei Wochen mit einem Gemüse- oder Tomatendünger, um das Wachstum und die Fruchtbildung zu fördern. Als zusätzlicher Langzeitdünger sind auch organische Mittel wie Hornspäne oder Urgesteinsmehl hilfreich, die zu Beginn der Wachstumsperiode untergemischt werden.

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