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Rasenfilz ade

So beseitigen Sie Moos im Rasen mit Sand – eine Anleitung

Ohne den Einsatz von Chemie: Sand verbessert die Bodenstruktur, eliminiert Moos und unterstützt das Graswachstum. Wie Sie vorgehen und welcher Sand optimal ist.

Viele Hobbygärtner fragen sich, wie sie Moos aus ihrem Rasen entfernen können. Die Ursachen für das Mooswachstum sind vielfältig und reichen von ungünstigen Standortbedingungen bis hin zu Pflegefehlern. Ebenso zahlreich sind die Tipps zur Bekämpfung des unerwünschten Bewuchses. Es ist nicht unbedingt notwendig, den Rasen aufwendig zu vertikutieren oder auf Hausmittel wie Cola zurückzugreifen – das Sanden bietet eine traditionelle Lösung. Allerdings eignet sich nicht jeder Sand für diese Methode.

Sand verdrängt das Moos im Rasen ohne Chemie

Wer eine kleinere Rasenfläche im Garten hat, benötigt zum Sanden keinen Streuwagen – eine Schaufel reicht.

Eine Schattenlage im Garten erschwert das Dasein eines moosfreien Rasens, besonders wenn die Saatmischung nicht für diesen Standort geeignet ist. Auch in schweren, nassen und verdichteten Böden hat das feuchtigkeitsliebende Moos leichtes Spiel. Weitere Ursachen sind Nährstoffmangel und ein zu tiefer oder unregelmäßiger Grasschnitt. Eine ganzjährige, sorgfältige Pflege des Rasens und des Bodens erhöht hingegen die Chancen auf eine Wiese, die frei von Unkraut ist.

Hat sich das Moos erst einmal ausgebreitet, sollte man aktiv werden, um den Gräsern wieder die Oberhand zu verschaffen. Eine bewährte Methode ohne Chemie und Eisensulfat ist das Sanden des Rasens. Diese Technik lockert die obere Bodenschicht und verbessert die Wasser- und Luftzirkulation, wodurch die Wurzeln mehr Sauerstoff bekommen und das Gras kräftig wächst.

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Gartenarbeit im Frühling

Zahlreiche Aufgaben stehen im Frühjahr im Garten an. Hier können Sie sich unser PDF mit der Übersicht zur Gartenarbeit im März, April und Mai kostenlos herunterladen.

Diese Sandsorten eignen sich für den Rasen

Der ideale Zeitpunkt für das Sanden des Rasens ist das Frühjahr, wenn das Gras zu wachsen beginnt. Bei stark verdichtetem Boden kann eine zweite Behandlung im Herbst sinnvoll sein. Wichtig ist, nicht irgendeinen handelsüblichen Spiel- oder Bausand zu verwenden. Stattdessen rät Profi-rasen.de dazu, dass man Rasensand oder gewaschenen Quarzsand (werblicher Link) nutzt, der kalkarm und feinkörnig ist. Korngrößen von 0,5 bis 2 Millimeter Körnung sind geeignet – je feiner der Sand, desto tiefer dringt er in den Boden ein. Lehmige Anteile sollten vermieden werden. Ein tiefes Vertikutieren vor dem Sanden ist nicht zwingend erforderlich, aber es erhöht die Wirksamkeit sehr, da der Sand so auch in tiefere Bodenschichten gelangt.

Rasen sanden Schritt für Schritt

  1. Um den Rasen zu sanden, mäht man ihn zunächst auf etwa 3 Zentimeter Höhe.
  2. Anschließend wird der Rasen vertikutiert oder zumindest mit einer Harke von Moos, Zweigen und verfilztem Gras befreit.
  3. Der Sand wird dann mit einer Schaufel oder einem Streuwagen (werblicher Link) 1 bis 2 Zentimeter hoch auf der Rasenfläche verstreut. Haus.de empfiehlt, pro Quadratmeter 2 bis 5 Kilogramm Sand zu verwenden. Der Sand wird gleichmäßig verteilt, sodass die Grasspitzen noch sichtbar sind.
  4. Danach wird der Rasen bewässert, damit der Sand in den Boden eindringen kann.

11 typische Rasenunkräuter, die Sie nicht dulden sollten

Gundermann Glechoma hederacea
Der Gundermann blüht recht hübsch, aber wenn er einmal wuchert, hat die Wiese schnell nur noch wenig Ähnlichkeit mit einem Rasen. © Dreamstime/Imago
Spitzwegerich in Rasen
Ebenso wie sein Verwandter, der Breitwegerich, verdrängt der Spitzwegerich den Rasen. Durch regelmäßiges Mähen auf etwa vier Zentimeter kann man die Ausbreitung im Zaum halten. © Pond5 Images/Imago
Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
Wer eine Blümchenwiese haben möchte, kann den Kriechenden Hahnenfuß (Ranunculus repens) wuchern lassen. Ansonsten sollte man ihn ausstechen. © Dreamstime/Imago
Getreidefeld, Süßgras Taube Trespe (Bromus sterilis)
Irgendwie sieht sie doch schön aus, die Taube Trespe (Bromus sterilis). Doch Ungräser wie Trespen blühen schnell und bilden rascher Samen, als einem lieb ist. Entfernen kann man sie nur durch manuelles Ausstechen.  © imagebroker/Imago
Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli)
Augen auf: Hirsearten wie die hartnäckige Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli) haben im Rasen nichts zu suchen, denn sie verdrängen das schöne Gras. Am besten beugen Sie mit guter Rasenpflege vor. © imagebroker/Imago
Kriech-Quecke (Elymus repens), blühend
Die Kriech-Quecke (Elymus repens) zählt zu den Süßgräsern. Sie bildet Ausläufer und durchwuchert schnell den Rasen. © Pond5 Images/Imago
Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius) in Rasen
Der oft als störend empfundene Stumpfblättrige Ampfer (Rumex obtusifolius) ist eine Zeigerpflanze, die auf einen stickstoffreichen Untergrund hinweist. Er lockert den Boden, hat aber ein weitreichendes Wurzelsystem und ist schwer zu entfernen.  © Pond5 Images/Imago
Acker Schachtelhalm Equisetum arvense
Wehe, wenn Sie Ackerschachtelhalm oder dessen Sporen tragende Sprosse im Rasen entdecken. Das Kalken der Fläche ist oft eine hilfreiche Option. © CHROMORANGE / Imago
Blühender Weißklee im Rasen
Klee, zum Beispiel Weißklee, bildet im Rasen ebenfalls kriechende Ausläufer. Ob man die bienenfreundliche Pflanze mag, ist Ansichtssache – er wächst auf jeden Fall schnell. © Dreamstime/Imago
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata)
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata) wirkt mit seinen filigranen Blüten und Blättern harmlos. Aber das widerstandsfähige Gewächs breitet sich im Handumdrehen aus. © imago stock&people
Löwenzahn Pusteblume mit Samen
Löwenzahn bildet zwei Meter lange Pfahlwurzeln, deren Rodung körperliche Schwerstarbeit ist. Eine Pusteblume bildet etwa 300 Samen, daher sollte man nicht lang überlegen, sondern handeln. © Panthermedia/Imago

Obwohl das Sanden im Frühjahr dem moosbewachsenen Rasen sehr zugutekommt, sollte es nicht als einmalige Maßnahme betrachtet werden. Regelmäßiges Mähen, Vertikutieren (werblicher Link) und Düngen sind für einen gesunden Rasen wichtig. Durch das Aerifizieren des Bodens kann zusätzlich Sauerstoff zugeführt und Unkrautbewuchs vorgebeugt werden. Ist der Rasen einmal gesund, reicht es, ihn je nach Bodenart alle zwei bis drei Jahre zu sanden.

Rubriklistenbild: © Dreamstime/Imago

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