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Blühender Bodendecker

Microclover statt Unkraut: Vor- und Nachteile der pflegeleichten Rasenalternative

Mikroklee (Microclover) in Nahaufnahme
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Mikroklee als pflanzlicher Bodendecker ist ziemlich pflegeleicht und kann Wildkräuter unterdrücken.

Mikroklee als Rasenersatz gewinnt an Beliebtheit. Er gilt als pflegeleichte und bienenfreundliche Alternative und soll sogar unerwünschtes Unkraut verdrängen.

Die Suche nach einem pflegeleichten, umweltfreundlichen Rasenersatz führt immer mehr Gartenbesitzer zu Mikroklee, auch Microclover genannt. Diese niedrig wachsende Pflanze bietet eine grüne Alternative zu herkömmlichem Rasen und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Doch wie bei jedem Trend gibt es auch hier Vor- und Nachteile, die es zu beachten gilt. Was Mikroklee so besonders macht und ob er wirklich die beste Wahl für Ihren Garten ist, können Sie hier prüfen.

Vorteile von Mikroklee im Garten – er unterdrückt Unkraut

Mikroklee ist eine kleinblättrige Züchtung des Weißklees. Er ist besonders ressourcenschonend, da er deutlich weniger Wasser benötigt als herkömmlicher Grasrasen. Zudem ist er pflegeleicht, da das Mähen nur selten notwendig ist – ein regelmäßiges Mähen ist nur angebracht, um die Blüte zu unterdrücken und das Erscheinungsbild gepflegt zu halten. Ein weiterer Vorteil ist seine Bienenfreundlichkeit: Die Blüten des Mikroklees bieten Nahrung für die Insekten und tragen zur Artenvielfalt bei.

Oft selbst als Unkraut bezeichnet, ist Mikroklee inzwischen für viele Hobbygärtner genau das Gegenteil geworden – eine willkommene Pflanzenart im Garten, die vor allem andere Rasenunkräuter verdrängt: Der Klee kann effektiv Unkraut unterdrücken, indem er den Boden mit seinen Blättern beschattet und die Keimung von Unkräutern erschwert. Eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ermöglicht es dem Mikroklee, Stickstoff zu binden, was auch angrenzenden Pflanzen als Gründünger zugutekommt.

Was sind Knöllchenbakterien?

Knöllchenbakterien leben im Boden und gehen eine besondere Gemeinschaft mit Hülsenfrüchten wie Erbsen, Bohnen oder mit Klee ein. Sie sitzen in kleinen Knöllchen an den Wurzeln dieser Pflanzen. Dort helfen sie der Pflanze, wichtigen Stickstoff aus der Luft in eine Form umzuwandeln, die sie zum Wachsen braucht. So machen Knöllchenbakterien den Boden fruchtbarer und sorgen dafür, dass Pflanzen gesund und kräftig werden.

Nachteile des Mikroklees: Der Rasenersatz ist empfindlicher

Trotz seiner Vorteile hat Mikroklee auch einige Nachteile: Er ist weniger trittfest als herkömmlicher Rasen und kann zum Beispiel durch das Herumtollen von Hunden oder anderen Haustieren leicht beschädigt werden. Es kann auch zu Frost- oder Schneckenschäden kommen. Der höhere Anschaffungspreis und die optischen Unterschiede zu herkömmlichem Rasen könnten ebenfalls abschreckend wirken – eine blättrige Pflanze mit Blüten ist schließlich kein Grashalm. Mikroklee wirkt oft unordentlicher, was nicht jedem Gartenbesitzer gefällt.

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11 typische Rasenunkräuter, die Sie nicht dulden sollten

Gundermann Glechoma hederacea
Der Gundermann blüht recht hübsch, aber wenn er einmal wuchert, hat die Wiese schnell nur noch wenig Ähnlichkeit mit einem Rasen. © Dreamstime/Imago
Spitzwegerich in Rasen
Ebenso wie sein Verwandter, der Breitwegerich, verdrängt der Spitzwegerich den Rasen. Durch regelmäßiges Mähen auf etwa vier Zentimeter kann man die Ausbreitung im Zaum halten. © Pond5 Images/Imago
Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
Wer eine Blümchenwiese haben möchte, kann den Kriechenden Hahnenfuß (Ranunculus repens) wuchern lassen. Ansonsten sollte man ihn ausstechen. © Dreamstime/Imago
Getreidefeld, Süßgras Taube Trespe (Bromus sterilis)
Irgendwie sieht sie doch schön aus, die Taube Trespe (Bromus sterilis). Doch Ungräser wie Trespen blühen schnell und bilden rascher Samen, als einem lieb ist. Entfernen kann man sie nur durch manuelles Ausstechen.  © imagebroker/Imago
Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli)
Augen auf: Hirsearten wie die hartnäckige Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli) haben im Rasen nichts zu suchen, denn sie verdrängen das schöne Gras. Am besten beugen Sie mit guter Rasenpflege vor. © imagebroker/Imago
Kriech-Quecke (Elymus repens), blühend
Die Kriech-Quecke (Elymus repens) zählt zu den Süßgräsern. Sie bildet Ausläufer und durchwuchert schnell den Rasen. © Pond5 Images/Imago
Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius) in Rasen
Der oft als störend empfundene Stumpfblättrige Ampfer (Rumex obtusifolius) ist eine Zeigerpflanze, die auf einen stickstoffreichen Untergrund hinweist. Er lockert den Boden, hat aber ein weitreichendes Wurzelsystem und ist schwer zu entfernen.  © Pond5 Images/Imago
Acker Schachtelhalm Equisetum arvense
Wehe, wenn Sie Ackerschachtelhalm oder dessen Sporen tragende Sprosse im Rasen entdecken. Das Kalken der Fläche ist oft eine hilfreiche Option. © CHROMORANGE / Imago
Blühender Weißklee im Rasen
Klee, zum Beispiel Weißklee, bildet im Rasen ebenfalls kriechende Ausläufer. Ob man die bienenfreundliche Pflanze mag, ist Ansichtssache – er wächst auf jeden Fall schnell. © Dreamstime/Imago
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata)
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata) wirkt mit seinen filigranen Blüten und Blättern harmlos. Aber das widerstandsfähige Gewächs breitet sich im Handumdrehen aus. © imago stock&people
Löwenzahn Pusteblume mit Samen
Löwenzahn bildet zwei Meter lange Pfahlwurzeln, deren Rodung körperliche Schwerstarbeit ist. Eine Pusteblume bildet etwa 300 Samen, daher sollte man nicht lang überlegen, sondern handeln. © Panthermedia/Imago

Häufig gestellte Fragen

  • Ist Mikroklee pflegeleicht? Ja, Mikroklee benötigt weniger Wasser und muss seltener gemäht werden. Gießen in Trockenperioden und das gelegentliche Entfernen von Unkraut ist zu empfehlen.
  • Wie wirkt sich Mikroklee auf Unkraut aus? Er unterdrückt Unkraut effektiv durch seine dichte Blattstruktur.
  • Ist Mikroklee für meinen Garten geeignet? Wenn Sie eine pflegeleichte und umweltfreundliche Alternative suchen, könnte Mikroklee die richtige Wahl sein. Beachten Sie jedoch die geringere Trittfestigkeit und den höheren Anschaffungspreis.

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