Grünflächen richtig pflegen
Im Sommer den Rasen nachdüngen: Diese Vorteile hat es
In der Hochsaison wächst ein gut bewässerter Rasen rasant. Daher ist es wichtig, Ihr geliebtes Grün gerade jetzt mit genügend Nährstoffen zu versorgen.
Damit Ihr Rasen das ganze Jahr satt und kräftig bleibt, düngen Sie ihn am besten mehrmals im Jahr. Ob Ihr Rasen drei oder besser vier Düngergaben im Jahr verträgt, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab:
- Wie schnell der Rasen wächst: Wie oft müssen Sie Ihren Rasen mähen? Bei häufigem Mähen ist auch mehr Dünger nötig.
- Wie stark die Fläche beansprucht wird: Wird die Fläche viel genutzt? Spielen Kinder auf dem Rasen?
- Ob die Nährstoffe abgetragen werden: Verwenden Sie einen Mulchmäher oder einen Mähroboter? Wenn das Schnittgut nach dem Mähen auf der Fläche verbleibt, zersetzt es sich und die darin enthaltenen Nährstoffe verbleiben im Kreislauf.
- Welches Saatgut Sie verwenden: Manche Rasensorten haben einen höheren Nährstoffbedarf als andere. Fragen Sie dazu am besten bei Ihrem Saatguthersteller nach.
Wann den Rasen düngen: So kommt Ihr Rasen gut durchs Jahr
In jedem Fall kommt es darauf an, die Nährstoffzufuhr für Ihren Rasen sinnvoll über die Saison zu verteilen:
- Im Frühjahr sollten Sie die Fläche nach der ersten Mahd zunächst mit einem Langzeitdünger (werblicher Link) versorgen. Diese Mischungen geben Ihre Nährstoffe über einen langen Zeitraum ab und sind die ideale Grunddüngung für die gesamte Saison. Je nach Witterung sollten Sie jedoch auch ein paar sofort verfügbare Nährstoffe ausbringen. Oft gibt es im Handel besondere Mischungen fürs Frühjahr, die beides berücksichtigen.
- Im Juni sollten Sie ein weiteres Mal düngen. In dieser Zeit wächst der Rasen am stärksten und benötigt dementsprechend auch mehr Nährstoffe. Hier empfiehlt sich eine stickstoffbetonte Mischung, da der Rasen zu dieser Zeit einen hohen Bedarf danach hat.
- Im August ist dann je nach Nährstoffbedarf eine weitere Düngergabe notwendig. Greifen Sie auch hier zu einem stickstoffbasierten Dünger. Eventuell müssen Sie im Hochsommer nicht die gesamte Fläche düngen – sondern nur einzelne Stellen, die einen Nährstoffmangel aufweisen.
- Zwischen Ende September und Anfang November sollten Sie dann noch einen Herbstdünger ausbringen. Achten Sie darauf, dass er reich an Kalium ist, da die Gräser dann besser mit Frost klarkommen. Kalium stärkt die Zellwände und beugt so typischen Rasenkrankheiten im Winter vor.
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Im Sommer möglichst in den Abendstunden düngen
Wenn Sie im Juni und August nachdüngen, wählen Sie dafür am besten einen Zeitpunkt mit geringer Sonneneinstrahlung. Ideal sind hierfür bedeckte Wolkentage. Falls diese partout nicht in Aussicht stehen, verlegen Sie die Düngung zumindest in die kühleren Abendstunden. Falls der Sommer besonders trocken ist, können Sie auch hier zu einer Düngermischung mit etwas mehr Kalium greifen. Denn mit stärkeren Zellwänden können die Gräser das Wasser besser einlagern. So ist Ihr Rasen besser für trockene Perioden gewappnet.
Im Hochsommer möglichst zu organischem Dünger greifen
Greifen Sie an heißen Tagen mit hohem Stoffumsatz lieber zu organischem. Mineralischen Dünger müssen Sie im Sommer besonders termingerecht und präzise dosiert ausbringen. Denn alle Prozesse laufen nun auf Hochtouren, sodass sich eine Über- oder Unterversorgung besonders schnell und drastisch bemerkbar macht. Ihr Rasen kann dann besonders leicht verbrennen oder Mangelerscheinungen zeigen. Bei organischem Dünger werden die Nährstoffe dagegen langsamer, je nach Witterung und somit bedarfsgerechter freigesetzt. Dadurch ist die Gefahr einer fehlerhaften Düngung längst nicht so hoch.
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