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Rasenpflege

Rasen vertikutieren für Anfänger: So werden vermooste Rasenflächen wieder fit

Ihr Rasen wirkt müde und fleckig? Mit der richtigen Technik bringen Sie Sauerstoff, Licht und Stärke zurück in jede Fläche – auch ohne großes Gerät.

Ein frischer Rasen ist wie ein weicher Teppich unter den Füßen – sattgrün, dicht und federnd. Doch irgendwann verliert selbst der schönste Gartenboden seinen Schwung. Mit ein paar gezielten Handgriffen holen Sie die versteckte Kraft Ihres Rasens zurück und geben ihm genau die Luft, die er zum Durchstarten braucht.

Was heißt Vertikutieren überhaupt?

Ein dichter Rasen braucht Luft zum Atmen. Beim Vertikutieren ritzen Sie die Grasnarbe wenige Millimeter an und kämmen dabei Moos, Rasenfilz und abgestorbene Pflanzenteile aus. So öffnen Sie den Boden für Sauerstoff, Wasser und Nährstoffe, die wieder besser zu den Wurzeln gelangen. Das Verfahren löst Filz aus dem Grün, ohne den Boden tief zu verletzen. Ein vertikutierter Rasen sieht zunächst etwas mitgenommen aus, erholt sich aber schnell und wächst anschließend deutlich kräftiger und gleichmäßiger.

Für kleinere Rasenflächen reicht meist ein Handvertikutierer.

Rasen vertikutieren: Warum ist das wichtig?

Ein ungepflegter Rasen verfilzt schnell. Liegengebliebene Mähreste und Moos behindern den Luftaustausch und die Versorgung mit Wasser und Dünger. Das schwächt die Gräser und Krankheiten oder Unkräuter breiten sich leichter aus. Durch das Vertikutieren entfernen Sie diese Schicht und helfen dem Rasen, dichter, belastbarer und aufnahmefähiger zu werden. Besonders auf schweren Böden, die zu Staunässe neigen, wirkt das Vertikutieren wie eine kräftige Frischluftkur für den gesamten Gartenboden.

So gehen Sie beim Vertikutieren vor

Beim Vertikutieren macht ein sauberer Start den Unterschied. Mähen Sie den Rasen zunächst auf etwa zwei bis drei Zentimeter, damit das Gerät effizient greifen kann. Stellen Sie die Messer im Vertikutierer so ein, dass sie die Grasnarbe höchstens zwei bis drei Millimeter anritzen.

  1. Rasen kurz mähen.
  2. Rasen trocknen lassen.
  3. Messerhöhe bei motorisiertem Vertikutierer korrekt einstellen.
  4. Erst in Längsbahnen, danach in Querbahnen arbeiten.
  5. Zurückbleibende Filzreste gründlich abharken.
  6. Kahle Stellen direkt nachsäen.

Sehr schwere Böden profitieren anschließend von einer dünnen Sandschicht, um die Durchlüftung zu verbessern.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Vertikutieren?

Zum Vertikutieren braucht Ihr Rasen milde Temperaturen und ausreichend Wuchskraft. Von April bis Anfang Mai hat sich der Boden gut erwärmt und die Grasnarbe regeneriert sich relativ schnell. Alternativ können Sie im Frühherbst arbeiten, sobald keine Hitze mehr droht. Sommerliche Trockenphasen eignen sich weniger, weil der Rasen sich dann nur schwer erholt. Achten Sie dennoch grundsätzlich darauf, dass die Fläche trocken ist – nasses Gras erschwert die Arbeit und führt zu unsauberen Schnitten.

So erkennen Sie, dass Ihr Rasen Pflege braucht

Oft reicht ein kurzer Test: Ziehen Sie eine Metallharke locker durch das Gras. Bleiben Moos oder alte Mähreste hängen, ist das ein sicheres Zeichen für Rasenfilz. Auch schattige Bereiche oder schwere, verdichtete Böden verfilzen meist recht schnell. Ebenso lohnt sich das Vertikutieren, wenn der Rasen trotz Düngung schütter bleibt, einzelne Partien vergilben oder sich Unkraut breit macht.

Rasenpflege rund ums Jahr: Die wichtigsten Arbeiten von Säen bis Mähen

Ältere Frau harkt einen Rasen und bückt sich, um etwas aufzuheben.
Im Frühling sollte man den Rasen von Laub und kleinen Ästen befreien, damit er gut wachsen kann. © Petra Schneider/Imago
Ältere Frau mäht Rasen in ihrem Garten.
Beim ersten Mähen im März oder April sollte das Gras eine Wuchshöhe von etwa sieben Zentimetern haben. Gestutzt wird auf etwa vier bis fünf Zentimeter. © Petra Schneider/Imago
Vertikutierer auf Rasen mit Moos
Anfang April bis Mitte Mai, nach dem zweiten Mähen im Jahr: Das Moos muss raus und der Rasen belüftet werden, dafür sollte man ihn vertikutieren. © Zoonar/Imago
Unkraut in Eimer auf Rasen
Ab April sprießt auch das Unkraut. Wer es früh entfernt, hat später weniger Ärger damit. Regelmäßig im Jahr den Rasen untersuchen und Fremdwuchs tilgen. © Shotshop/Imago
Frau bestreut ihren Rasen mit Kalk.
Kalk ist angebracht, wenn der Boden zu sauer ist und sich viel Moos breit macht. © Redeleit/Imago
Mann liegt auf Wiese.
Auch eine wichtige Aufgabe: Zwischendrin mal alle Fünfe gerade sein lassen und auf dem Grün entspannen. © Westend61/Imago
Mann streut Dünger.
Mitte März bis Mitte April, nachdem sich der Kalk im Rasen aufgelöst hat und kurz bevor der nächste Regen naht, folgt die erste Düngergabe. © Zoonar/Imago
Ein Rasensprenger wässert einen Rasen vor einem Haus.
Das Wichtigste im Sommer: Rasen morgens und gegebenenfalls abends bewässern. Etwa ein Mal in der Woche mähen. © Panama Pictures/Imago
Mann beim Laub rechen
Etwa alle zwei Wochen wird bis November gemäht. Herabfallendes Laub sollte man regelmäßig entfernen, damit der Rasen darunter nicht erstickt und keine Pilze wachsen. © Panthermedia/Imago
Hände halten Grassamen.
Der beste Zeitpunkt für die Nachsaat ist der Herbst, idealerweise im September. Aber auch Ende April und Mai sind geeignete Monate. © Shotshop/Imago

So finden Sie den richtigen Vertikutierer

In einem kleinen Garten genügt ein Handvertikutierer – ideal, wenn Sie einzelne Stellen bearbeiten möchten. Elektrogeräte eignen sich für kompakte, gut zugängliche Gärten, benötigen aber ein Stromkabel. Benzinmodelle bringen mehr Gewicht und Leistung mit und sind die beste Wahl für große oder harte Böden. Moderne Geräte arbeiten mit starren oder beweglichen Messern, die den Boden wenige Millimeter anritzen. Wenn Sie nur einmal pro Jahr vertikutieren, reicht oft auch ein Leihgerät aus dem Baumarkt.

Im Notfall reicht auch ein stabiler Rechen

Wenn Ihnen die Anschaffung eines Vertikutierers zu teuer ist, können Sie Ihren Rasen auch mit einem soliden Rechen durchkämmen. Die Federstahlzinken greifen tief genug ins Gras, um Schnittgut und abgestorbenes Material herauszulösen. So lockern Sie die Fläche und geben den Wurzeln wieder mehr Luft. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  1. Nehmen Sie einen Rechen mit festen Federstahlzinken.
  2. Setzen Sie ihn im leichten Winkel an.
  3. Ziehen Sie den Rechen kräftig durch das Gras, ohne den Boden zu durchstechen.
  4. Arbeiten Sie sich Bahn für Bahn über die Fläche.
  5. Sammeln Sie das herausgekämmte Material am Ende zusammen.

Der Effekt ähnelt dem Vertikutieren: Sie entfernen viel totes Material und belüften den Rasen spürbar – ideal, wenn Ihre Fläche klein ist oder Sie die Prozedur nicht jedes Jahr durchführen möchten.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Oliver Kaelke/DeFodi Images

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