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Unkraut bekämpfen

Moos im Rasen unkompliziert loswerden – durch Sanden

Durch den Einsatz von Sand können Sie den Erdboden lockern – und das unerwünschte Moos verschwindet. Die richtige Sandsorte spielt dabei eine wichtige Rolle.

Wie bekomme ich das Moos aus meinem Rasen? Diese Frage stellen sich viele Hobbygärtner. Wie das Gewächs dort hinkommt, kann verschiedene Gründe haben, von falscher Lage bis zu Pflegefehlern. Und es gibt mindestens genauso viele Ratschläge, den unerwünschten Bewuchs zu bekämpfen. Dafür muss man den Rasen nicht zwangsläufig aufwendig vertikutieren oder zu Hausmitteln wie Cola greifen – das Sanden löst das Problem auf traditionelle Weise. Allerdings ist nicht jeder Sand für diese Methode geeignet. 

Das Sanden des Rasens lockert den Boden

Wer eine kleinere Rasenfläche im Garten hat, benötigt zum Sanden keinen Streuwagen – eine Schaufel reicht.

Wer eine Schattenlage im Garten hat, der hat keine guten Karten für einen moosfreien Rasen – zumindest, wenn eine für den Standort ungeeignete Saatmischung gewählt wurde. Auch in einem schweren, vernässten und vielleicht sogar verdichteten Boden hat die feuchtigkeitsliebende Pflanze leichtes Spiel. Nährstoffmangel und ein zu tiefer oder unregelmäßiger Grasschnitt sind weitere Gründe. Wer sein Grün und den Boden darunter rund ums Jahr gut pflegt, hat gute Chancen für eine unkrautfreie Wiese.   

Wenn sich das Moos einmal im Rasen ausgebreitet hat, hilft kein Wehklagen über Versäumnisse. Stattdessen sollte man zur Tat schreiten, indem man den erwünschten Gräsern mit wirksamen Maßnahmen wieder die Überhand verschafft. Eine klassische Methode ohne den Einsatz von Chemie ist die Behandlung des Rasens mit Sand. Dieser lockert die obere Bodenschicht und verbessert die Wasser- und Luftzirkulation. Die Wurzeln können wieder gut atmen und das Gras kräftig sprießen.

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Rasen für das Sanden vorbereiten

Der beste Zeitpunkt für das Sanden des Rasens ist das Frühjahr, wenn das Gras in seine Wachstumsphase kommt. Bei einem stark verdichteten Boden kann eine zweite Sandbehandlúng im Herbst sinnvoll sein. Wichtig ist hierbei: Greifen Sie nicht zu einem x-beliebigen handelsüblichen Sand wie Bausand. Verwenden Sie stattdessen den sogenannten Rasensand oder einen kostengünstigeren, gewaschenen Quarzsand. Dieser sollte laut Profi-rasen.de kalkarm und möglichst feinkörnig sein (0,5 bis zu 2 Millimeter Körnung). Je feiner der Sand, desto tiefere Schichten erreicht er. Außerdem besitzt er am besten keine lehmigen Anteile. Das tiefere Vertikutieren des Rasens vor dem Sanden ist kein Muss, aber wesentlich effizienter, da der Sand auch in untere Bodenschichten gelangt.

Rasenpflege rund ums Jahr: Die wichtigsten Arbeiten von Säen bis Mähen

Ältere Frau harkt einen Rasen und bückt sich, um etwas aufzuheben.
Im Frühling sollte man den Rasen von Laub und kleinen Ästen befreien, damit er gut wachsen kann. © Petra Schneider/Imago
Ältere Frau mäht Rasen in ihrem Garten.
Beim ersten Mähen im März oder April sollte das Gras eine Wuchshöhe von etwa sieben Zentimetern haben. Gestutzt wird auf etwa vier bis fünf Zentimeter. © Petra Schneider/Imago
Vertikutierer auf Rasen mit Moos
Anfang April bis Mitte Mai, nach dem zweiten Mähen im Jahr: Das Moos muss raus und der Rasen belüftet werden, dafür sollte man ihn vertikutieren. © Zoonar/Imago
Unkraut in Eimer auf Rasen
Ab April sprießt auch das Unkraut. Wer es früh entfernt, hat später weniger Ärger damit. Regelmäßig im Jahr den Rasen untersuchen und Fremdwuchs tilgen. © Shotshop/Imago
Frau bestreut ihren Rasen mit Kalk.
Kalk ist angebracht, wenn der Boden zu sauer ist und sich viel Moos breit macht. © Redeleit/Imago
Mann liegt auf Wiese.
Auch eine wichtige Aufgabe: Zwischendrin mal alle Fünfe gerade sein lassen und auf dem Grün entspannen. © Westend61/Imago
Mann streut Dünger.
Mitte März bis Mitte April, nachdem sich der Kalk im Rasen aufgelöst hat und kurz bevor der nächste Regen naht, folgt die erste Düngergabe. © Zoonar/Imago
Ein Rasensprenger wässert einen Rasen vor einem Haus.
Das Wichtigste im Sommer: Rasen morgens und gegebenenfalls abends bewässern. Etwa ein Mal in der Woche mähen. © Panama Pictures/Imago
Mann beim Laub rechen
Etwa alle zwei Wochen wird bis November gemäht. Herabfallendes Laub sollte man regelmäßig entfernen, damit der Rasen darunter nicht erstickt und keine Pilze wachsen. © Panthermedia/Imago
Hände halten Grassamen.
Der beste Zeitpunkt für die Nachsaat ist der Herbst, idealerweise im September. Aber auch Ende April und Mai sind geeignete Monate. © Shotshop/Imago

Den Rasen sanden – so geht's

  1. Den Rasen auf eine Höhe von etwa 3 Zentimetern mähen.
  2. Den Rasen vertikutieren oder wenigstens mit einer Harke Moos, Zweige und verfilztes Gras entfernen.
  3. Sand mit einer Schaufel oder einem Streuwagen 1 bis 2 Zentimeter hoch auf der Rasenfläche ausbringen. Haus.de empfiehlt pro Quadratmeter 2 bis 5 Kilogramm Sand. Diesen mit einem Rechnen gleichmäßig verteilen, sodass die Grasspitzen noch herausschauen.
  4. Den Rasen bewässern, damit der Sand in den Boden eindringen kann.

Auch wenn das Sanden im Frühjahr dem mit Moos bewachsenen Rasen viel Gutes tut, sollte es keine einmalige Maßnahme sein, um ihn von dem Unkraut zu befreien. Für einen gesunden Rasen ist das regelmäßige Mähen, Vertikutieren und Düngen wertvoll. Wer den Boden aerifiziert, kann ihn zusätzlich mit Sauerstoff versorgen und Unkrautbewuchs vorbeugen. Ist der Rasen einmal gesund, reicht es, ihn je nach Bodenart alle zwei bis drei Jahre zu sanden.

Rubriklistenbild: © Dreamstime/Imago

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