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Fehlwuchs vermeiden

Der kurz gemähte Rasen ist ein Märchen – Experte erklärt, was wirklich gegen Moos hilft

Moos kann schnell die Kontrolle im Rasen übernehmen. Ein Rasenexperte erklärt, wie man es mit der richtigen Pflege in den Griff bekommt.

Wenn der Rasen nicht sorgfältig gepflegt wird, kann Moos schnell die Oberhand gewinnen. Dies geschieht oft, weil die Bedingungen für die jeweilige Rasensorte nicht optimal sind – etwa durch schattige Lagen oder zu feuchte Böden. Auch ungeeignetes Saatgut oder Pflegefehler wie falsche Düngung tragen dazu bei. Nils Andreas, ein Rasenexperte, erklärt im Hessischen Rundfunk (hr), wie man Moos, dem „Albtraum eines jeden Hobbygärtners“, effektiv vorbeugen und bekämpfen kann.

Vier wesentliche Tipps zur Moosvermeidung im Rasen

Wer den Rasen zu lange aus den Augen lässt, hat möglicherweise bald mehr Moos als Gras im Garten.

Um Mooswachstum zu verhindern, rät der Fachmann neben der Verwendung eines standortgerechten Rasen-Saatguts, das in die Breite wächst, zu folgenden Maßnahmen:

  • Vertikutieren: Mit einem Rechen oder einem elektrischen Vertikutierer wird die Grasnarbe etwa zwei Zentimeter tief eingeritzt. Dies verbessert die Belüftung des Bodens und schafft optimale Wachstumsbedingungen für bestehendes Gras und Nachsaat.
  • Düngen: Regelmäßige Nährstoffgaben mit Rasendünger fördern kräftiges Graswachstum und unterdrücken Unkraut.
  • Nicht zu tief mähen: „Das ist so ein Märchen, wenn ich den Rasen immer ganz kurz runterschneide, habe ich kein Moos“, erklärt der Experte. Besonders in feuchten Gebieten sollte das Gras höher stehen, wobei jeweils nur ein Drittel der Höhe geschnitten werden darf.
  • Rasen absanden: Durch das regelmäßige Aufbringen von Sand kann die Feuchtigkeit besser in den Boden eindringen, was den Moosbewuchs reduziert.

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Gartenarbeit rund um das Jahr

Zahlreiche Aufgaben stehen im Garten an. Hier können Sie sich unser PDF mit der Übersicht zur Gartenarbeit rund um das Jahr kostenlos herunterladen.

Moos auf Holz- und Steinflächen beseitigen

Nicht nur der Rasen ist betroffen: Auch Holzterrassen und Steinfliesen können durch Algen, Flechten und Moose rutschig werden. Diese Grünbeläge müssen nicht unbedingt mit Chemikalien entfernt werden. Der Einsatz von Herbiziden gegen Wildkräuter und Moose fällt laut Umweltbundesamt unter das Pflanzenschutzgesetz und ist auf versiegelten Flächen nur mit Genehmigung erlaubt.

Was gilt als versiegelte Fläche?

Versiegelte Flächen sind luft- und wasserdicht abgedeckt, sodass Regenwasser kaum versickern kann. Dazu zählen im Garten Steine, Pflaster (auch Natursteinpflaster), Splitt- oder Schotterflächen sowie betonierte Bereiche.

11 typische Rasenunkräuter, die Sie nicht dulden sollten

Gundermann Glechoma hederacea
Der Gundermann blüht recht hübsch, aber wenn er einmal wuchert, hat die Wiese schnell nur noch wenig Ähnlichkeit mit einem Rasen. © Dreamstime/Imago
Spitzwegerich in Rasen
Ebenso wie sein Verwandter, der Breitwegerich, verdrängt der Spitzwegerich den Rasen. Durch regelmäßiges Mähen auf etwa vier Zentimeter kann man die Ausbreitung im Zaum halten. © Pond5 Images/Imago
Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
Wer eine Blümchenwiese haben möchte, kann den Kriechenden Hahnenfuß (Ranunculus repens) wuchern lassen. Ansonsten sollte man ihn ausstechen. © Dreamstime/Imago
Getreidefeld, Süßgras Taube Trespe (Bromus sterilis)
Irgendwie sieht sie doch schön aus, die Taube Trespe (Bromus sterilis). Doch Ungräser wie Trespen blühen schnell und bilden rascher Samen, als einem lieb ist. Entfernen kann man sie nur durch manuelles Ausstechen.  © imagebroker/Imago
Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli)
Augen auf: Hirsearten wie die hartnäckige Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli) haben im Rasen nichts zu suchen, denn sie verdrängen das schöne Gras. Am besten beugen Sie mit guter Rasenpflege vor. © imagebroker/Imago
Kriech-Quecke (Elymus repens), blühend
Die Kriech-Quecke (Elymus repens) zählt zu den Süßgräsern. Sie bildet Ausläufer und durchwuchert schnell den Rasen. © Pond5 Images/Imago
Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius) in Rasen
Der oft als störend empfundene Stumpfblättrige Ampfer (Rumex obtusifolius) ist eine Zeigerpflanze, die auf einen stickstoffreichen Untergrund hinweist. Er lockert den Boden, hat aber ein weitreichendes Wurzelsystem und ist schwer zu entfernen.  © Pond5 Images/Imago
Acker Schachtelhalm Equisetum arvense
Wehe, wenn Sie Ackerschachtelhalm oder dessen Sporen tragende Sprosse im Rasen entdecken. Das Kalken der Fläche ist oft eine hilfreiche Option. © CHROMORANGE / Imago
Blühender Weißklee im Rasen
Klee, zum Beispiel Weißklee, bildet im Rasen ebenfalls kriechende Ausläufer. Ob man die bienenfreundliche Pflanze mag, ist Ansichtssache – er wächst auf jeden Fall schnell. © Dreamstime/Imago
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata)
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata) wirkt mit seinen filigranen Blüten und Blättern harmlos. Aber das widerstandsfähige Gewächs breitet sich im Handumdrehen aus. © imago stock&people
Löwenzahn Pusteblume mit Samen
Löwenzahn bildet zwei Meter lange Pfahlwurzeln, deren Rodung körperliche Schwerstarbeit ist. Eine Pusteblume bildet etwa 300 Samen, daher sollte man nicht lang überlegen, sondern handeln. © Panthermedia/Imago

Stattdessen können Hochdruck- oder Dampfreiniger zur Moosentfernung genutzt werden, wenn sie für das jeweilige Material geeignet sind. Auch ein Hausmittel kann helfen: Waschsoda in Wasser auflösen, großzügig auftragen und einwirken lassen. Nach einigen Stunden lässt sich das Moos mit einer Stahlbürste (für Stein) oder Messingbürste (für Holz) entfernen und, falls nötig, mit Wasser nachreinigen.

Wer dennoch chemische Mittel verwenden möchte, sollte laut Umweltbundesamt „auf der Verpackung von chemischen Grünbelagsentfernern immer das Kleingedruckte lesen und bei der Anwendung beachten“.

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Rubriklistenbild: © Dreamstime/Imago

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