Natürliche Pflanzennahrung
Einfache Bodenverbesserung: Neun Pflanzen eignen sich gut als Gründünger
Jeder Hobbygärtner sollte diese Methode kennen: Bestimmte Pflanzen eignen sich hervorragend als biologischer Dünger für das Beet.
Das biologische Leben ist nicht nur im Supermarktregal angekommen. Auch in anderen Lebensbereichen legen immer mehr Menschen immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit und ein ökologisches Denken. Das erstreckt sich auch auf das Gärtnern, sei es im heimischen Garten oder auf dem vom Bauern bewirtschafteten Feld.
Eine große Rolle beim biologischen Gärtnern spielt der Verzicht auf jegliche Chemiekeulen, die in den herkömmlichen Düngemitteln vorhanden sind. Stattdessen kann man auch mit Pflanzen den Boden auf natürliche Weise mit Nährstoffen versorgen. Diese Pflanzen eignen sich später besonders gut als Gründünger für andere Pflanzen.
Wie Gründünger funktioniert: Darum gedeihen Pflanzen mit der Hilfe von anderen Pflanzen
Gründünger wird im Gegensatz zu chemischem Dünger nicht einfach nur über Pflanzen gegossen, die damit zum Wachstum angeregt werden. „Gründünger“ wird man gar nicht in Flaschen oder Säcken finden.
Stattdessen handelt es sich dabei um andere Gewächse, die beispielsweise als Zwischensaat nach der Gemüseernte ins Beet kommen. Je nach Art des Gründüngers fördern die Pflanzen das Wachstum für die Saat der nächsten Pflanzperiode, indem sie den Boden lockern, mit Stickstoff anreichern oder für eine verstärkte Humusbildung im Boden sorgen. Laut Pflanzentanzen.de erledigen die Wurzeln des Gründüngers unter der Erde ihren Job, während die Teile des Gewächses, die überirdisch wachsen, abgemäht und als Mulch verwendet werden können:
Ackerbohne
Die Ackerbohne ist ein guter Stickstofflieferant und kann auch eine Weile im Trockenen stehen, ohne einzugehen. Sie bevorzugt allerdings lockere, lehmige Böden in der Sonne und kann bis zu zwei Meter hoch werden. Daher gibt die Pflanze viel Grünmasse her, muss allerdings auch jedes Jahr zwischen Februar und Juli neu gesät werden, weil Ackerbohnen nicht winterfest sind.
Alexandrinerklee
Der Alexandrinerklee kann zwischen April und August gesät werden und wird danach zeitnah den Boden bedecken, weil er schnell wächst. Er sammelt Stickstoff und sorgt gleichzeitig dafür, dass sich weniger Unkraut bildet. Alexandrinerklee bevorzugt sonnige Plätze mit feuchtem Boden und kann bis zu einem Meter hoch werden. Er wächst einjährig.
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Bienenfreund
Die Pflanze Bienenfreund im Garten zu haben, ist, wie der Name schon sagt, nicht nur für benachbarte Pflanzen, sondern auch für Insekten von Vorteil. Er reichert nährstoffarme Böden an und lockert die Erde auf, wächst einjährig und kann zwischen April und Oktober gesät werden. Die Pflanze mag es sonnig bis halbschattig und den Boden eher halbtrocken.
Blauer Lein
Die blauen Blüten vom Blauen Lein sind nicht nur hübsch anzusehen, die Pflanze ist auch ein willkommener Gast unter der Erde. Die Wurzeln sind sehr lang und lockern auch in der Tiefe den Boden auf. Der Lein wächst am besten im Halbschatten und kann sogar überwintert werden und mehrjährig wachsen. Die Aussaat sollte man zwischen April und Juni vornehmen.
Feldsalat
Wer Feldsalat im Garten hat, profitiert gleich doppelt: Einerseits kann man das Gemüse ernten und essen, andererseits ist er ein guter Gründünger, der den Boden verbessert. Er steht am besten an sonnigen Plätzen und gedeiht in so ziemlich jedem Boden. Dieser wird vom Feldsalat durch die zahlreichen Wurzeln aufgelockert. Feldsalat sollte zwischen August und Oktober gesät werden und wächst einjährig, kann aber überwintert werden.
Hornklee
Ebenso pflegeleicht ist der Hornklee mit den gelben Blüten, der tief wurzelt und so den Boden auflockert. Außerdem sammelt er Stickstoff und kann überwintert werden. Hornklee wächst mehrjährig an sonnigen Plätzen und sollte zwischen März und August gesät werden.
Ölrettich
Ölrettich wäscht schnell, lockert mit tiefen Wurzeln den Boden auf und hat viele Blätter, die zu Mulch verarbeitet werden können. Er gedeiht am besten in der Sonne und wächst einjährig. Die Aussaat sollte zwischen April und September erfolgen. Achtung: Ölrettich eignet sich nicht als Dünger für Kohlgewächse.
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Waldstaudenroggen
Waldstaudenroggen eignet sich für jeden Garten, in dem im Winter nichts wächst. Dann kann die Pflanze als Platzhalter mit ihren kräftigen Wurzeln die Beete locker halten. Am besten sät man Waldstaudenroggen zwischen März und Oktober an sonnigen bis schattigen Plätzen. Die Pflanze ist mehrjährig und überwintert.
Weißklee
Diese Kleesorte wächst niedrig und bedeckt oft und schnell ganze Wiesen, ist im Gemüse- oder Blumenbeet aber auch ein guter Stickstoffsammler und lockert mit seinen feinen Wurzeln den Boden auf. Er gedeiht am besten in der Sonne und im Halbschatten und bleibt mehrjährig stehen, kann also überwintert werden. Säen sollte man ihn zwischen März und August.
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