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Sechs Vorteile

Gründüngung: Warum sie wichtig für den Gartenboden ist

Als Hobbygärtner haben Sie vielleicht schon einmal von der Gründünung gehört. Mit ihr lässt sich auf simple Weise nachhaltig die Bodenqualität verbessern.

Über das Jahr hinweg entziehen die Pflanzen dem Boden zahlreiche Nährstoffe und laugen ihn somit aus. Daher ist es sinnvoll, dem Erdreich auch mal etwas zurückzugeben und dafür zu sorgen, dass auch im nächsten Jahr das Blütenreich noch prächtig sprießt. Eine vorteilhafte Methode ist hier die sogenannte Gründüngung.

Das steckt hinter der Gründüngung

Meistens sind nach dem Sommer alle Gartenbeete abgeerntet und liegen brach – es sei denn, Sie bringen noch Herbstsalate, Spinat oder Radieschen aus. Sollte der Boden aber unbedeckt bleiben, dann wäre der perfekte Zeitpunkt für eine Gründünung gekommen. Auf diese Weise können Sie dem Erdreich die Nährstoffe zurückgeben, die ihm das ganze Jahr über entzogen wurden.

Phacelia, auch als Bienenweide bekannt, eignet sich hervorragend für die Gründüngung.

Das ist das Prinzip der Gründüngung: Auf die freien Flächen werden im Spätsommer oder Herbst schnellwachsende, einjährige Pflanzenarten ausgesät. Diese lockern den Boden auf und können nach wenigen Wochen wieder abgeschnitten und als Pflanzenmasse in den Boden eingearbeitet werden. „Gründüngungspflanzen sind seitens der Nährstoffe wie Gartenpflanzen zusammengesetzt und damit ideal zur Deckung des Nährstoffbedarfs der Kulturen geeignet“, informiert der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V. in einer Broschüre.

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Sechs Vorteile der Gründüngung

Zu den gängigsten Pflanzen für eine Gründüngung zählen Phacelia, Perserklee, Gelbe Lupine, Wicke oder Gelbsenf, wie der NDR berichtet. Entsprechende Saatmischungen oder sortenreines Saatgut werden, laut der Sächsischen Gartenakademie, im Fachhandel angeboten. Sie alle haben gemeinsam, dass sie Ende August oder Anfang September ausgesät werden müssen. Bei einem milden Herbst können demnach noch Phacelia, Gelbsenf, Buchweizen und Inkarnatklee angebaut werden. Sie würden auch Insekten noch eine letzte Nahrungsquelle für das Jahr beschaffen.

Folgende Vorteile bietet die Gründüngung laut der Sächsischen Gartenakademie:

  • Der Boden ist vor Erosion und Austrocknung geschützt.
  • Unerwünschte Unkräuter werden unterdrückt.
  • Die Gründüngung wirkt sich positiv auf die Fruchtbarkeit des Bodens aus, da Kleinlebewesen und Mikroorganismen die Grünmasse zersetzen und in Humus umwandeln.
  • Nährstoffe, die noch im Boden vorhanden sind, werden durch die Gründüngung gebunden und die gebildete Blattmasse lagert Kohlenstoff und Stickstoff ein.
  • Wird die Gründüngung im späten Herbst oder im Frühjahr gemäht und in den Boden eingearbeitet, zersetzt sie sich und gibt dem Boden Struktur sowie langfristig verfügbare Nährstoffe.
  • Bleibt die Gründüngung während eines trockenen Sommers bestehen, hält sie das Wasser im Boden.

Wie der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V. informiert, muss das Pflanzenmaterial der Gründüngung vollkommen verrottet sein, damit die Nährstoffe für die Nachfolgekultur verfügbar sind. Pflanzen, die zu den Leguminosen gehören – darunter Schmetterlingsblütler oder Fabaceae – würden sich besonders eignen, den Stickstoffvorrat im Boden anzureichern, da sie Stickstoff aus der Luft binden können.

Herbst im Garten: 10 Arbeiten, die noch vor dem Winter anstehen – Rasen, Gartenschlauch, Laub

Blätter in einer Regenrinne.
Im Herbst sollten Sie unbedingt die Regenrinnen von Laub befreien. © Fernando Barozza/Imago
Mehrere Gartenschläuche auf einer Wiese.
Auch der (entleerte) Gartenschlauch überwintert besser im Warmen.  © Ferenc Kósa/Imago
Eine Seerose in einem Teich.
Wenn Sie einen Gartenteich haben, sollten Sie Technik wie Teichpumpe und Filteranlage ausschalten, reinigen und im Warmen lagern. © Imago
Ein Eisfreihalter in einem zugefrorenen Teich.
Eisfreihalter im Teich lassen das Wasser nie komplett zufrieren und ermöglichen, dass Fische auch in niedrigen Gewässern immer genügend Sauerstoff haben.  © Stock&people/Imago
Hände, die Laub in eine volle Laubtonne geben.
Laub sammeln Sie am besten nach dem ersten Frost ein.  © Harald-Biebel/Imago
Ein leicht verrosteteter Wasserhahn.
Auch die Wasserleitung zum Außenwasserhahn sollten Sie von innen absperren und den Hahn öffnen, damit kein Schaden entsteht. © Jimbophoto/Imago
Ein Mann, der eine Pflanze gießt.
Gießkannen sollten Sie vor dem ersten Frost entleeren und außerdem kopfüber aufbewahren, damit es nicht hineinschneien kann. © Angel Santana Garcia/Imago
Ein Apfelbaum wird beschnitten.
Im Oktober sollten Sie Obstgehölze noch einmal schneiden, damit diese Kraft für das Frühjahr sammeln.  © Ute Grabowsky/Imago
Endiviensalat in einem Gewächshaus.
Nutzt man ein Gewächshaus für mediterrane Pflanzen, so ist eine Isolierung vonnöten. © Stock&people/Imago
Rasen in der Sonne.
Der Rasen sollte im Herbst noch einmal gemäht werden. © George Mdivanian/Imago

Worauf Hobbygärtner bei der Gründüngung achten sollten

Seien Sie vorsichtig, welche Gründüngung Sie auf welchem Beet anwenden. Stammen die Pflanzen allesamt aus derselben Pflanzenfamilie könnte das die Gefahr der Schädlingsverbreitung oder eines Pilzbefalls erhöhen, wie die Sächsische Gartenakademie warnt. Wer zum Beispiel vorhat, Radieschen, Rettich oder Kohlarten in seinem Beet anzubauen, sollte auf Gründüngung durch Raps oder Senf verzichten, da alle Pflanzen zur Familie der Kreuzblütler gehören. Dasselbe gilt für den Anbau von Bohnen auf einem Beet, auf dem zuvor eine Gründüngung aus Leguminosen stattgefunden hat (Schmetterlingsblütler).

Rubriklistenbild: © Ronald Krumbholz/Imago

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