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Vorbeugen hilft am besten

Ab September zieht es wieder Stinkwanzen in die Wohnung – wie wird man sie los?

Im Herbst gelangen wieder viele Stinkwanzen in Häuser und Wohnungen. Dort legen sie auch gerne ihre Eier ab. Wir zeigen, was dagegen hilft.

Stinkwanzen sitzen oft scharenweise an Häuserwänden. Über offene Fenster und Türen gelangen sie bis in die Wohnung. Die kleinen Krabbler sind zwar harmlos, versprühen aber bei Gefahr ein unangenehm riechendes Sekret, dem sie auch ihren Namen zu verdanken haben. Doch warum treibt es die Stinkwanzen überhaupt in Wohnungen? Und wie wird man sie wieder los?

Warum kommen so viele Stinkwanzen in die Wohnung?

Sollten Sie Stinkwanzen zu Hause finden, hat dies nichts mit mangelnder Hygiene zu tun – vielmehr mit sinkenden Temperaturen. Bei unter zehn Grad Celsius suchen sich die Insekten ein warmes Plätzchen für den Winter, wie Br.de informiert. Deshalb drängen sich die Tiere ab Ende September oft in Massen in die Wohnung. Auch auf überdachten oder beheizten Terrassen und Balkonen fühlen sich die Insekten wohl. Der Spuk endet erst im Frühjahr: Sobald es draußen wärmer wird, ziehen Stinkwanzen wieder ins Freie um.

Stinkwanzen treibt es ins Haus, sobald es draußen wieder kühler wird.

Stinkwanze verändert im Herbst ihr Aussehen

Damit die Grüne Stinkwanze in der kalten Jahreszeit nicht auffällt, verändert sie im Herbst ihre Farbe: Sobald die Temperaturen sinken, verwandelt sich ihr leuchtendes Grün in einen erdigen Braunton.

Wie wird man Stinkwanzen wieder los?

Entdeckt man ein oder mehrere Stinkwanzen in der Wohnung, heißt es handeln: „Entfernen Sie die Tiere schnell. Eine einzige Wanze kann bis zu 450 Eier legen und sich damit rasant vermehren“, schreibt Oekotest auf seiner Website. Seien Sie dabei jedoch behutsam: Fühlen sich Stinkwanzen bedroht, machen sie ihrem Namen alle Ehre. Einfach mit dem Staubsauger aufsaugen, ist aus diesem Grund auch keine gute Idee – zudem verenden die Tiere dabei jämmerlich.

Der Naturschutzbund Deutschland e. V (NABU) empfiehlt stattdessen, die Tiere mit einem weichen Handbesen zusammenkehren und ins Freie zu bringen. Die Wanzen können allerdings fliegen, deshalb ist unter Umständen Geduld gefragt. Eine weitere Möglichkeit: Locken Sie die Tierchen auf ein Blatt Papier oder Pappe und stülpen ein Glas darüber. So lassen sie sich ganz einfach nach draußen tragen.

10 Tierchen in der Wohnung, die wirklich harmlos sind – Silberfischchen bis Tausendfüßer

Eine Bernstein-Waldschabe (Ectobius vittiventris) auf einem Stein
Sieht aus wie eine Kakerlake, ist aber keine: Die harmlose Bernstein-Waldschabe ist im Gegensatz zum Schädling auch tagsüber aktiv. © blickwinkel/Imago
Eine Hauswinkelspinne auf einem aufgeschlagenen Buch
Hauswinkelspinnen sind zwar nützlich, aber in den eigenen vier Wänden kein gern gesehener Gast. © blickwinkel/Imago
Eine Gemeine Florfliege (Chrysoperla carnea) auf einem Blatt
Die Florfliege ist sogar ein Nützling: Nur etwa einen Zentimeter groß, aber eine Meisterin im Blattlausvertilgen. © imagebroker/Imago
Eine Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) auf Brombeere
Wespen sollte man sanft nach draußen geleiten – sie sind nur für Allergiker gefährlich © imagebroker/Imago
Ein Silberfischchen (Lepisma saccharina) auf Holz
Das Silberfischchen liebt hohe Luftfeuchtigkeit und huscht bei Licht betrachtet schnell weg. © blickwinkel/Imago
Ein Tausendfüßer auf einem Holzstück in der Nahaufnahme
Solange der Tausendfüßler nicht in Massen auftritt: Den Lästling einfach nach draußen kehren. © Panthermedia/Imago
Eine Grüne Stinkwanze (Palomena prasina), zwischen zwei Fingern
Wenn Stinkwanzen sich bedroht fühlen, geben sie einen fauligen Geruch ab. Darum nicht zerdrücken! © blickwinkel/Imago
Eine Gelbtafel mit Trauermücken
Trauermücken sind schädlich für Zimmerpflanzen, aber nicht für den Menschen. Gelbtafeln helfen am besten. © Panthermedia/Imago
Eine Menge Kellerasseln in Holzritze
Wenn so viele Kellerasseln herumwimmeln, ist dies ein Hinweis auf eine (zu) hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. © blickwinkel/Imago
Ein Gemeiner Ohrwurm (Forficula auricularia) auf einem Holzbrett
Ohrenkneifer oder Ohrwürmer sind für den Menschen vollkommen ungefährlich – sie krabbeln nachts auch nicht in die Ohren. © blickwinkel/Imago

Wie kommen Stinkwanzen gar nicht erst in die Wohnung?

Damit die Stinkwanzen sich nicht ausgerechnet in Ihrer Wohnung einquartieren, empfiehlt Oekotest.de folgende Maßnahmen:

  • Halten Sie (Balkon-)Türen und Fenster möglichst geschlossen.
  • Stinkwanzen werden von Wärme und Licht angezogen. Schalten Sie zum Stoßlüften am Abend deshalb besser das Licht aus.
  • Bringen Sie Fliegengitter an den Fenstern (werblicher Link) an.
  • Dichten Sie Ritzen mit Dämmasse gut ab.

Zusätzlich sollten Sie offenes Obst vermeiden, das Stinkwanzen als Futterquelle dient. So verhindern Sie auch, dass Fruchtfliegen Ihre Obstschale als Brutstätte nutzen. Auch andere lästige Insekten wie Fliegen haben ihre Eier im Nu auf Speiseresten abgelegt.

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Helfen Hausmittel gegen Stinkwanzen?

Essiggeruch soll die Tiere ebenfalls fernhalten: Sprühen Sie eine Mischung aus Wasser, Essig und Spülmittel (Mischverhältnis: 4:2:1) auf Tür- und Fensterrahmen, sowie an die Orte, wo sich die Stinkwanzen aufhalten. Das Hausmittel schadet den Tierchen nicht, sondern hilft lediglich, die Stinkwanzen aus der Wohnung fernzuhalten. Auch Kakerlaken lassen sich mit Essig in die Flucht schlagen.

Rubriklistenbild: © claudiodivizia/Panthermedia28143050/Imago

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