Gewinneinbruch durch Zölle?
Volkswagen reduziert Prognose erheblich – Trump als Verlustfaktor
Die US-Strafzölle verbreiten Unsicherheit in der Wirtschaft. Das betrifft auch Autohersteller wie Volkswagen. Der Konzern passt die Zahlen an.
Berlin – Europas größter Autobauer Volkswagen kappt seine Prognose. Als Grund gab der Hersteller die Zölle von US-Präsident Donald Trump an. Nach Angaben vom Freitag rechnet das Unternehmen nurmehr mit einem Umsatz auf dem Vorjahresniveau. Zuvor war Volkswagen von einem Anstieg um bis zu fünf Prozent ausgegangen.
Volkswagen korrigiert Prognose – wegen Trump-Zöllen
Nach den neuen Angaben soll die operative Umsatzrendite zwischen vier und fünf Prozent liegen, anstatt der bislang angesagten 5,5 bis 6,5 Prozent. Je nachdem, wie sich die Zölle der US-Regierung entwickeln, soll die Prognose deutlich anders aussehen: Das untere Ende der Prognose geht von Zöllen in Höhe von 27,5 Prozent aus, das obere Ende eher von zehn Prozent.
„Es besteht hohe Unsicherheit in Bezug auf die weitere Entwicklung der Zollsituation und ihrer Effekte und Wechselwirkungen“, erklärte der Autobauer.
VW meldet schwächere Zahlen im zweiten Quartal – und einen schwächelnden China-Markt
Außerdem fallen die Zahlen für das zweite Quartal 2025 geringer aus als vorher erwartet. Auch das berichtete Volkswagen am Freitag. Der Netto-Barmittelzufluss soll mit einer bis drei Milliarden Euro schwächer ausfallen als vorausgesehen. Nach Steuern verdiente VW mit 2,29 Milliarden Euro rund ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor, berichtete die Deutsche Presse-Agentur. Hier waren unter anderem das schlechte Abschneiden im Tagesgeschäft bei den beiden Marken Porsche und Audi verantwortlich.
Zwischen Januar und Juni schrumpfte der Nettogewinn um 38,5 Prozent, verglichen mit dem Vorjahr, auf 4,48 Milliarden Euro. Das teilte VW weiter mit. Der Umsatz ging VW-Angaben zufolge nur leicht zurück: minus 0,3 Prozent auf 80,1 Milliarden Euro.
Hinzu kamen hohe Umbaukosten sowie der gute Lauf bei margenschwächeren Elektroautos. Darüber hinaus schwächelt der chinesische Absatzmarkt. Hier verdiente VW deutlich weniger. In China herrscht generell eine schwächere Kauflaune – das betrifft nicht nur den Automobilsektor. (Laernie mit Agenturen)
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