Stagnation mit Folgen?
Positive Renten-Tendenz trotz schwacher Wirtschaft: Milliarden-Plus für Versicherung
Die Wirtschaft stagniert, damit sind auch keine Zuwächse bei den Einnahmen der Rente zu erwarten. Doch Anfang 2025 zeigt sich eine positive Entwicklung.
München – Wenn die Wirtschaft in der Krise ist, ist das in der Regel auch keine gute Nachricht für die Sozialversicherungssysteme. Wenn Unternehmen gezwungen sind, Stellen abzubauen, fallen auch Beitragszahler weg – etwa für die gesetzliche Rente. Trotz der schwachen Wirtschaft, die laut neuster Prognose des scheidenden Wirtschaftsministers Habecks 2025 erneut nicht wächst, sind die Beitragseinnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung in den ersten drei Monaten deutlich gewachsen.
Positive Renten-Tendenz trotz schwacher Wirtschaft: 3,5 Milliarden Euro mehr durch Beiträge
So sind die Zuflüsse in die Rentenkassen aus dem Arbeitseinkommen der Deutschen gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent gewachsen, berichtete das Portal Ihre-Vorsorge.de mit Verweis auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Damit lagen sie bei etwa 76,1 Milliarden Euro. Auch 2024 waren sie im Vergleich zu 2023 noch um fünf Prozent gewachsen.
Etwa 3,5 Milliarden Euro – oder 5,5 Prozent – mehr hat die Rentenversicherung durch die wichtigen Pflichtbeiträge von Erwerbstätigen und Arbeitgeber eingenommen. Doch auch die Bundesagentur für Arbeit habe in den ersten drei Monaten 200 Millionen Euro mehr zugunsten von Arbeitslosen an die Rentenkassen überwiesen, berichtete Ihre-Vorsorge.de mit Verweis auf das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS).
Renteneinnahmen sollen stabil bleiben – aber keine Zuwächse durch Stagnation
Trotz des Zuwachses ist die Nachhaltigkeitsrücklage der Rentenversicherung von 43,85 Milliarden Euro im Dezember 224 auf 41,5 Milliarden Euro Ende März gesunken. Das habe 1,39 Monatsausgaben entsprochen. Angesichts der prognostizierten Stagnation der Wirtschaft dürften sich die Beiträge zur Rente nicht verbessern. Laut Ihre-Vorsorge.de sollen sie immerhin stabil bleiben. Durch die Rentenerhöhung steigen dagegen ab Juli die Ausgaben.
Im Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 sind immerhin 132,9 Milliarden Euro für die Rentenversicherung sowie die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung vorgesehen.
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