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Insider deckt auf
Mieter zahlen zu viel und dem Staat gehen Millionen flöten: Fast jede Nebenkosten-Abrechnung fehlerhaft
Einem Prüfer zufolge ist fast jede Nebenkosten-Abrechnung fehlerhaft - mit Folgen für Mieter. Nicht selten zahlen sie viel zu viel.
München – Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine stiegen die Energiekosten in schwindelerregende Höhe. Das betraf auch viele Mieter in Deutschland. Nicht wenige hatten mit hohen Nachzahlungen zu kämpfen. Doch noch heute zahlen die meisten jedes Jahr zu viel für ihre Mietnebenkosten.
Das berichtet die Welt und beruft sich auf einen Firmengründer, der sein Geld mit der Prüfung von Nebenkosten verdient. In Deutschland gibt es 21 Millionen Mietwohnungen, und in Summe zahlen sie jährlich 6,65 Milliarden Euro zu viel für Heizung, Strom und Wasser, sagt Chris Möller von „Mineko“ der Welt. Im Schnitt sind das 317 Euro zu viel im Jahr.
Deutsche Mieter zahlen im Schnitt 317 Euro zu viel für Nebenkosten
Möller nennt zwei Gründe: Die Vermieter machen Fehler bei der Abrechnung und der Staat überprüft sie nicht. Er habe bereits 120.000 Nebenkosten-Abrechnungen überprüft. „90 Prozent sind fehlerhaft“, sagt er. „Gerade heutzutage, wo die Inflation viele Menschen belastet, ist es auch für öffentliche Stellen wichtig, auf fehlerhafte Abrechnungen zu achten und lieber zu kontrollieren als zu vertrauen.“
Bei Abrechnungen von Vermietern, die Bürgergeld-Empfänger in ihren Wohnungen haben, soll die Fehlerquote sogar bei 92 Prozent liegen. Doch das hat offenbar System. Denn diese Nebenkosten übernimmt laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Jobcenter. „Mieter, deren Betriebskosten vom Amt beglichen werden, sind beliebt, da in diesen Fällen die Abrechnungen nicht geprüft werden und direkt vom Amt beglichen werden“, erklärt Möller unter Verweis auf Kontakte zu Mietern und Vermietern.
Staat verschwendet halbe Milliarde Euro bei Nebenkosten von Bürgergeld-Empfängern
Nur vereinzelt werde in Tabellen nachgesehen, ob die Kosten realistisch sind. Der Staat zahlt seinen Berechnungen zufolge im Jahr 570 Millionen Euro zu viel. Mehr als eine halbe Milliarde an Steuergeldern.
Steuererklärung 2023: Bei vielen Kosten gibt es Geld zurück
Die Verbraucherzentrale in Sachsen und der Mieterbund berichten von einem hohen Beratungsbedarf. „Es ist nicht so einhundertprozentig klar, was der Anbieter oder auch Vermieter sagen will, sodass ich das nicht unbedingt als Betroffener immer vollumfänglich nachvollziehen kann, wie bestimmte Beträge auch kalkuliert worden sind“, erklärte Lorenz Bücklein, Energieexperte der Verbraucherzentrale, NDR. Wie auch der Mieterbund raten die Verbraucherschützer grundsätzlich dazu, Nebenkosten-Abrechnungen auf ihre Richtigkeit prüfen zu lassen, erst recht bei hohen Nachzahlungen. (mt)