Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Mehrheit zahlt mehr

„Beiträge müssen steigen“: Kostenschock fällt für Privatpatienten intensiver aus als für Kassenpatienten

Zum Jahreswechsel steigen die Krankenkassenbeiträge für viele Versicherte. Privatversicherte werden von der Anpassung besonders stark getroffen.

Zum Jahreswechsel werden private Krankenversicherungen für die meisten Versicherten teurer. Nach einer aktuellen Tarifprüfung der privaten Krankenversicherer habe sich gezeigt, dass „für rund 60 Prozent der Privatversicherten die Beiträge zum 1. Januar 2026 steigen müssen“. Das erklärte ein Sprecher des Verbands der Privaten Krankenversicherung auf Anfrage des Münchner Merkur von Ippen.Media. „Die durchschnittliche Anpassung liegt für sie bei etwa 13 Prozent.“ Als Ursache für die Beitragssteigerungen nennt der Verband einen „dauerhaft starker Anstieg der medizinischen Leistungsausgaben“.

Auch die Kosten für die private Krankenversicherung werden zum Jahreswechsel steigen.

Mehrere private Kassen erhöhen den Beitrag zum neuen Jahr

Die Allianz Private Krankenversicherung beispielsweise wird ihre Beiträge ab dem 1. Januar 2026 durchschnittlich um etwa elf Prozent anheben, bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens auf Nachfrage. Weitere private Versicherer haben ebenfalls Beitragssteigerungen angekündigt. Die Gothaer Krankenversicherung AG erhöht um etwa 12,7 Prozent, die Barmenia Krankenversicherung AG um etwa 11,6 Prozent und die HanseMerkur um 13 Prozent, wie die jeweiligen Unternehmen bestätigten.

Beitragsanpassungen finden bei den Privaten nicht automatisch jedes Jahr statt, sondern werden erst dann vorgenommen, wenn die realen Ausgaben für Leistungen in einem Tarif eine festgelegte Grenze überschreiten – meist eine Abweichung von fünf oder zehn Prozent gegenüber der ursprünglichen Berechnung. Deshalb erscheinen Beitragssteigerungen bei privaten Krankenversicherungen häufig abrupter als bei gesetzlichen Krankenkassen.

Parallel dazu haben auch die gesetzlichen Krankenkassen vor steigenden Beiträgen zum Jahreswechsel gewarnt. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag soll von derzeit 2,5 Prozent auf mindestens 2,9 Prozent ansteigen. Ursprünglich hatte die Bundesregierung geplant, die Kosten durch ein Sparpaket zu begrenzen, jedoch blockierte der Bundesrat das entsprechende Gesetz zunächst. Oliver Blatt, Vorsitzender des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), bezeichnete dies als „schlechte Nachrichten für 75 Millionen Versicherte“ und kündigte Beitragssteigerungen zum Jahreswechsel an. Mehrere gesetzliche Kassen warnten auf Anfrage zudem vor höheren Beiträgen. (Quellen: Verband der Privaten Krankenversicherung, GKV-Spitzenverband, Anfragen an mehrere gesetzliche und private Krankenkassen)

Rubriklistenbild: ©  IMAGO / Sven Simon

Kommentare