Extrembergsteiger aus Region meldet sich zu Wort
Verwirrung um Bergung von Dahlmeiers Leiche – jetzt will man ihren letzten Wunsch respektieren
Die Leiche von Laura Dahlmeier (†31) soll jetzt wohl doch am Laila Peak in Pakistan bleiben. Das hat ein bekannter Extrem-Bergsteiger nun bekannt gegeben – nachdem es zuletzt mehrfach Verwirrung um eine mögliche Bergung gegeben hatte.
Islamabad/Garmisch-Partenkirchen – Kann der Leichnam von Laura Dahlmeier gefahrlos vom Laila Peak (6069 Meter) geborgen werden? Um diese Frage gab es zuletzt nahezu ein stündliches Hin und Her. Dahlmeier hatte vor ihrem Tod schriftlich verfügt, dass im Falle eines Unfalles ihre Leiche am Unglücksort bleiben solle, sofern man diese nicht gefahrlos bergen könne. rosenheim24.de hatte darüber berichtet. Diesem Wunsch wollte man zunächst nachkommen. Dann hieß es wieder: Der Leichnam soll doch vom Berg geholt werden – sofern sich das Wetter dort bessert.
Jetzt hat sich Extrem-Bergsteiger Thomas Huber (58) – einer der beiden „Huberbuam“ aus der Region – zu Wort gemeldet. Er gehörte einem der beiden Rettungsteams an, die nach dem Unglück zu Dahlmeier hinaufklettern wollten. Laut Huber soll die Leiche von Laura Dahlmeier jetzt doch am Berg verbleiben. Dies sagte der Extrem-Bergsteiger am Donnerstag (31. Juli) der Deutschen Presseagentur (dpa). focus.de hatte zuerst darüber berichtet.
Zuvor hatten vor allem diverse Berichte aus Pakistan Verwirrung gestiftet: Es hatte mehrere Mitteilungen gegeben, wonach Dahlmeiers Leichnam doch vom Berg geholt werden solle. Der Vizepräsident des Alpine Club of Pakistan (ACP), Karrar Haidri, hatte gesagt, dass, wenn es die Witterung erlaube, man Laura Dahlmeiers Leichnam bergen werde. Ein Sprecher der örtlichen Provinzregierung hatte sich dagegen anders lautend geäußert. Man wolle Dahlmeiers letzten Wunsch respektieren, hieß es: „Daher prüfen wir, ob wir ihren Körper dort belassen können.“
„Nehmen Abschied von einem großartigen Menschen“
Nach dem Unfall am Montag (28. Juli) hatte ihr Management zunächst mitgeteilt, dass die Ex-Biathletin „mindestens schwer verletzt“ worden sei. Einen Tag später hieß es dann, dass die Rettungsaktion eingestellt worden und Dahlmeier tödlich verunglückt sei. Auf ihrer Instagram-Seite hieß es: „Wir nehmen Abschied von einem großartigen Menschen. Laura hat mit ihrer herzlichen und geradlinigen Art unser Leben und das Leben vieler bereichert. Sie hat uns vorgelebt, dass es sich lohnt für die eigenen Träume und Ziele einzustehen und sich dabei immer treu zu bleiben. Wir sind von Herzen dankbar, liebe Laura, dass wir an deinem Leben teilhaben durften. Unsere gemeinsamen Erinnerungen geben uns Kraft und Mut unseren Weg weiterzugehen.“
Die Todesnachricht hat die Sportwelt in Schock versetzt. Es gab vielerlei Reaktionen von Freunden, Weggefährten und auch aus der Politik – darunter sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem bayerischen Ministerpräsidenten. Markus Söder bezeichnete Dahlmeier gar als „Königin des Wintersports“. Auch darüber hatte rosenheim24.de berichtet. Ihre Freundin Miriam Neureuther schrieb auf Instagram: „Du warst eine aussergewöhnliche Sportlerin, die es so sicher kein zweites Mal auf dieser Welt geben wird!“ (mw)