„Riesengroßer Stein“ traf Biathlon-Legende
Tragödie am Laila-Peak: Seilpartnerin von Laura Dahlmeier (†31) schildert dramatische Momente
Die Biathlon-Legende Laura Dahlmeier (†31) verstarb beim Bergsteigen am Laila-Peak in Pakistan. Nun sprach ihre Kletterpartnerin Marina Krauss erstmals über die schreckliche Tragödie – sie musste mitansehen, wie ihre Freundin starb.
Islamabad (Pakistan) – Nach dem Tod der ehemaligen deutschen Biathletin Laura Dahlmeier kommen nach und nach immer mehr Details zu dem tragischen Unfall am Laila-Peak ans Licht. Bei einer Pressekonferenz sprach Marina Krauss, Freundin und Seilpartnerin der Olympiasiegerin von 2018, erstmals über die dramatischen Augenblicke am Berg.
Krauss wartete bereits an der nächsten Abseilstelle auf ihre Kletterpartnerin und hatte dort Vorbereitungen für die nächste Etappe getroffen – „Laura ist nachgekommen und dann ging der Steinschlag los“, erklärte die Bergsteigerin. „Ich habe eben beobachtet, wie die Laura ein riesengroßer Stein getroffen hat und wie sie dann gegen die Wand geschleudert wurde“, so Krauss weiter.
Biathlon-Legende Laura Dahlmeier reagierte nach Steinschlag nicht mehr
Schnell wurde klar, dass Laura Dahlmeier massive Verletzungen erlitten haben muss: „Von dem Moment an hat sie sich auch nicht mehr bewegt“, schilderte sie außerdem. Da es Marina Krauss eigenen Angaben zufolge offenbar nicht möglich war, sicher an die Unglücksstelle zu kommen, sei es die einzige Möglichkeit gewesen, den Helikopter zu alarmieren.
Auch auf Rufen habe Dahlmeier nicht mehr reagiert und „keine Anzeichen von sich gegeben“, schilderte die Kletterpartnerin und fügte an: „Mir war klar, dass sie nur eine Chance hat, wenn sofort Hilfe kommt.“ Besonders tragisch: Im Rahmen des Interviews mutmaßte Marina Krauss, dass sie „sicher runter gekommen“ wären, sofern sie „eine halbe Stunde früher dran gewesen wären“.
Tod von Laura Dahlmeier (†31): Leichnam verbleibt vorerst an Unglücksstelle
Nach der Tragödie im Karakorum-Gebirge wurde im Lauf des Donnerstags (31. Juli) klar, dass der Leichnam von Laura Dahlmeier am Laila-Peak bleiben wird (chiemgau24.de berichtete bereits ausführlich darüber). Vorerst werden die pakistanischen Behörden keinen weiteren Bergungsversuch für Laura Dahlmeier in die Wege leiten – damit wolle man den ausdrücklichen Wunsch der verunglückten Sportlerin respektieren, wonach in einem solchen Fall niemand sein Leben riskieren sollte, um sie zu bergen. (aic)