Junior-Cup in Italien
Biathlon: Deutscher Nachwuchs begeistert - Wird aber ausgebremst
Die deutschen Biathlon-Talente haben einen erfolgreichen Saisonstart hingelegt. In Südtirol wurden drei Podestplätze in sechs Rennen eingefahren. Durch eine Änderung in der Ausbildungsstruktur wird es dabei aber zunächst bleiben.
Martell - Der IBU-Junior-Cup ist die wichtigste Nachwuchsserie im internationalen Biathlon. Hier erzielten die deutschen Talente in den vergangenen Jahren große Erfolge. In der Saison 2025/26 fährt der Deutsche Skiverband eine neue Strategie und reduziert die Teilnahmen drastisch.
So kam es auch, dass der deutsche Biathlon-Nachwuchs erst zur zweiten Station des Junior-Cups an den Start ging. In Martell (Südtirol) erreichte die deutsche Mannschaft dabei drei Podestplätze in sechs Rennen. Die erst 17-jährige Melina Gaupp vom DAV Ulm lief im Sprint auf den zweiten Platz und hatte auch in der Staffel Grund zur Freude.
Biathlon: DSV-Talente glänzen in den Staffeln - Sieg und Podestplatz
Mit Karla Gehrmann (20, SC Bad Saeckingen), Sydney Wüstling (17, WSV Oberhof) und Alma Siegismund (20, SSV Altenberg) gab es in den Sieg in der Juniorinnen-Staffel über 4x6 Kilometer. Beim männlichen Nachwuchs liefen Luca Anding (19, SC Steinbach Hallenberg), David Schmutz (20, DAV Ulm), Lukas Tannheimer (18, DAV Ulm) und Karl Julian Schütze (20, WSV Oberhof) auf den dritten Rang. Hier geht es zu den Ergebnissen vom IBU-Junior-Cup
Beim Saisonauftakt im schweizerischen Goms ging der DSV nicht an den Start, auch die kommenden Stationen in Madona (Lettland) und Imatra (Finnland) finden ohne deutsche Beteiligung statt. Hintergrund ist eine veränderte Ausrichtung in der Ausbildungsstruktur.
Biathlon: Änderung in der Ausbildungsstruktur - Fokus auf nationale Events
In den vergangenen Jahren nahmen die deutschen Biathlon-Talente regulär am Junior-Cup teil. Das wird sich ab der laufenden Saison ändern. „Wir nehmen in diesem Jahr nur noch am Junior-Cup in Martell teil. Zudem gibt es ein gemeinsames Event mit den Franzosen in Frankreich“, teilte Biathlon-Pressesprecherin Maren Hammerschmidt im Podcast ‚Extrarunde‘ mit.
Die Begründung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Leistungsstruktur im Junior-Cup. „Hintergrund ist, dass der Junior-Cup immer schlechter besetzt ist, was die Top-Nationen angeht. Wir waren in den vergangenen Jahren immer dabei und das auch sehr erfolgreich. Am Ende des Tages hat uns das nur bedingt weitergebracht. Da es künftig ohnehin große Veränderungen im Junior-Cup geben wird, keine zusammenhängende Serie mehr existiert und sich die Events stärker regional verteilen, wollen auch wir unsere nationale Serie weiter stärken“, ergänzte Hammerschmidt.
Damit gewinnen der Deutschland-Pokal und nationale Events wie der Schülercup weiter an Bedeutung. Diese Herangehensweise ist im Biathlon nicht neu, auch Norwegen beispielsweise schickt seinen Nachwuchs nur zu ausgewählten Veranstaltungen und fokussiert sich auf die Ausbildung vor Ort.
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Einen Auftritt auf der großen internationalen Bühne werden die DSV-Talente aber noch haben. Zwischen dem 28. Februar und dem 8. März werden am Großen Arber im Bayrischen Wald die Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften ausgetragen - mit deutscher Beteiligung. (Quelle: chiemgau24.de, truf)