„Bewusste Entscheidung“
Biathlon: Abschied nach zehn Jahren – Birnbacher legt Traineramt nieder
Viele Jahre prägte Andreas Birnbacher die Ausbildung im deutschen Biathlon entscheidend mit. Der ehemalige Weltklasseathlet verkündete nun seinen Rückzug vom Trainerberuf. Dem Deutschen Skiverband bleibt er in neuer Funktion erhalten.
Im deutschen Biathlon gibt es eine weitere Veränderung im Trainerteam. Nach zehn Jahren wird Andreas Birnbacher nicht mehr als Coach im Deutschen Skiverband tätig sein. Das verkündete er über die Sozialen Medien.
„Nach vielen offenen und guten Gesprächen mit dem Deutschen Skiverband habe ich mich bewusst gegen eine weitere Tätigkeit als Trainer entschieden. Das ist jedoch kein Abschied, sondern vielmehr ein Innehalten und Luft holen.
In den vergangenen fast zehn Jahren durfte ich als Trainer gemeinsam mit vielen Athleten wachsen und zahlreiche prägende Momente erleben – mit vielen Erfolgen, aber auch Herausforderungen“, schrieb der 44-Jährige.
Biathlon: Birnbacher war zuletzt im IBU-Cup tätig – Trainerkarriere beginnt 2016
Zuletzt war Birnbacher als verantwortlicher Trainer für die Lehrgangsgruppe 1b zuständig. Dies ist die zweite Ebene unter der Weltcupmannschaft, in der Talente und Athletinnen aktiv sind, die im IBU-Cup starten – der zweiten Liga im Biathlon. Zuletzt war Birnbacher medial als möglicher Coach der deutschen Biathlon-Damen gehandelt worden. Am Montag verkündete der DSV, dass die Österreicherin Sandra Flunger neue Cheftrainerin wird.
Mit seinem Karriereende 2016 schlug Birnbacher den Weg des Trainers ein. An der Trainerakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes in Köln absolvierte er seine theoretische Ausbildung und arbeitete praktisch am Stützpunkt in Ruhpolding. 2018 folgte er auf den scheidenden Damen-Cheftrainer Mehringer als Verantwortlicher der Damen-Lehrgangsgruppe 2b – in dieser sollen die Talente an den Weltcup herangeführt werden. 2024 übernahm er dann die Leitung des IBU-Cup-Teams.
Biathlon: Birnbacher bleibt im Deutschen Skiverband – Neue Rolle in der Datenanalyse
Nun beschloss der Schlechinger, einen neuen Weg einzuschlagen und nicht mehr als Trainer zu arbeiten. „Diese Entscheidung ist über einen längeren Zeitraum gewachsen und wurde frühzeitig und offen kommuniziert“, ergänzte Birnbacher in seiner Stellungnahme.
„Jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, einen neuen Weg einzuschlagen, um bewusst eine Außenperspektive einzunehmen und neue Energie für meine Weiterentwicklung zu gewinnen. Dem Deutschen Skiverband bleibe ich verbunden und werde weiterhin versuchen, Dinge mitzugestalten – wenn auch in einer neuen Rolle“, so der Oberbayer weiter. Birnbacher wird künftig in der Datenanalyse tätig sein – übergreifend für alle Sportarten im DSV.
Wer die Nachfolge Birnbachers als Trainer der Lehrgangsgruppe 1b antritt, wurde seitens des Deutschen Skiverbandes noch nicht kommuniziert. (Quelle: chiemgau24.de, truf)