Rebels verlieren gegen Titelverteidiger
Verpatzter Bayernliga-Start: Rosenheimer Footballer haben ein fundamentales Problem in der Offense
Die Rosenheimer Bayernliga-Footballer haben zum Auftakt mit den Munich Cowboys II die schwierigste Aufgabe zugelost bekommen. Doch in der Offensive machen sich die Rebels das Leben selbst schwer.
München – Zum Auftakt der Bayernligasaison 2025 haben die Footballer des Sportbund Rosenheim beim Ligafavoriten Munich Cowboys II eine herbe 14:55-Niederlage einstecken müssen. Die Münchner Erstliga-Reserve hatte sich in der vergangenen Saison zwar den Aufstieg in die Regionalliga gesichert, blieb der Liga aber aus unerklärbaren Gründen erhalten. Das erste Spiel der neuen Saison gewannen die Cowboys II eindrucksvoll mit 56:8 bei den Gendorf Crusaders. Den Rosenheimern war also bereits im Vorfeld klar, dass sie in München auf einen starken Gegner treffen würden.
Es hakt schon beim Snap
Die Rebels eröffneten das Spiel mit einem Onside-Kick – ein Überraschungsmoment, der ihnen den Ballbesitz an der 48-Yard-Linie der Cowboys sicherte. Mit dem ersten Snap erzielte die Rosenheimer Offensive noch ein Yard Raumgewinn, doch schon im zweiten Spielzug zeigte sich, was zum größten Problem der Rebels an diesem Tag werden würde: der Snap. Der Ball flog zu hoch über den Quarterback hinweg, was einen Raumverlust von zehn Yards zur Folge hatte.
Anschließend demonstrierte die Cowboys-Offense gleich mit dem ersten Drive, warum sie auch in dieser Saison als Topteam gelten: Ein Lauf über rund 85 Yards brachte ihnen die 6:0-Führung ein. Die Rebels erzielten auch in ihrem zweiten Drive keine Punkte und kassierten postwendend den nächsten Touchdown samt verwandeltem Extrapunkt – 13:0 für München.
Rebels bleiben nicht punktlos
Nach dem Kickoff erzielten die Rebels fünf Yards, doch ein erneuter hoher Snap führte zu 15 Yards Raumverlust, sodass 20 Yards für ein First Down nötig waren. Michael Bognar machte im dritten Versuch elf Yards gut, doch neun fehlende Yards führten zum Punt. Die Cowboys-Offense punktete souverän. Das erste Viertel war geprägt von verunglückten Snaps der Rebels und Punkten der Münchner, was zu einem Stand von 26:0 führte.
Im zweiten Viertel brachten Oliver Eslami und Michael Bognar Rosenheim mit Touchdowns kurzzeitig heran. Das Hauptproblem der Rebels blieben jedoch misslungene Snaps mit großem Raumverlust. Hinzu kam die zahlenmäßige Überlegenheit der Gastgeber (50-Mann-Kader) gegenüber den mit 27 Spielern angereisten Rosenheimern, was sich im Spielverlauf bemerkbar machte. Nach kurzem Aufbäumen der Gäste übernahmen die Cowboys wieder das Kommando und gewannen im Münchner Dantestadion deutlich mit 55:14. Die Niederlage war angesichts der Dominanz der Hausherren und der Fehler der Rebels auch in dieser Höhe verdient. Für die Rebels gilt es, am Muttertag (11. Mai) im Heimspiel gegen die Erding Bulls die Wende zu schaffen. (re)