WM 2026
Völler widerspricht Nagelsmann: „Dann müssen die Jungs mal eine Stunde mehr arbeiten“
Deutschland steht als Gruppensieger im WM-Sechzehntelfinale. Wer der Gegner sein wird, bleibt lange ein Geheimnis. Rudi Völler widerspricht deswegen Nagelsmann.
Update vom 26. Juni, 9.30 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft hat das abschließende Gruppenspiel bei der WM gegen Ecuador verloren. Sportlich hatte die Partie allerdings ohnehin keinen Wert mehr, das DFB-Team stand zuvor schon als Gruppensieger fest. Auf wen die Nagelsmann-Mannschaft im Sechzehntelfinale aber trifft, ist bislang nicht klar.
Der Grund dafür ist der neue Modus mit 48 Mannschaften – auch Gruppendritte ziehen in die K.-o.-Phase ein. Nur 42 Stunden könnten zwischen der Bekanntgabe des DFB-Gegners und des Spiels am Montag (22.30 Uhr, MESZ) liegen. Für Rudi Völler kein Problem. „Es gibt nicht die Top-Lösung. Auch dass wir es relativ spät erfahren, ist überhaupt kein Problem. Damit müssen wir umgehen können. Dann müssen die Jungs – unsere Analysten und unsere Co-Trainer – halt mal eine Stunde mehr arbeiten abends, als sie sowieso schon tun“, sagte der DFB-Sportdirektor vor dem Spiel gegen Ecuador.
Nagelsmann kritisiert FIFA: „Werden dafür bestraft, dass wir Erster geworden sind“
Erstmeldung: Das Sechzehntelfinale ist gebucht, doch wie geht es weiter? Vor dem dritten Spieltag der Gruppenphase der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko (hier zum WM-Spielplan) steht Deutschland bereits als Sieger der WM-Gruppe E fest. Nach dem 7:1-Kantersieg gegen Neuling Curacao legte das DFB-Team gegen die Elfenbeinküste mit einem 2:1 nach und kann mit sechs Punkten nicht mehr von Rang eins verdrängt werden.
Am Donnerstagabend geht es nun im finalen Gruppenspiel um 22 Uhr im MetLife Stadium in East Rutherford (New Jersey) gegen die Mannschaft aus Ecuador – erneut ohne Deniz Undav in der DFB-Startelf. Am Montag geht es für die deutsche Nationalmannschaft dann schon wieder weiter. Auf wen die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann im WM-Sechzehntelfinale trifft, bleibt jedoch reine Spekulation – zur Verärgerung des DFB-Coaches.
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So wird erst am Samstagabend nach Abschluss der Gruppenphase final feststehen, wem Deutschland am Montag um 22.30 Uhr im Gillette Stadium in Foxborough (Massachusetts) gegenübersteht. Das erschwert die Vorbereitung für Nagelsmann und sein Trainerteam erheblich, Planungssicherheit ist quasi nicht gegeben.
In der Verlosung steht nämlich einer der acht besten Drittplatzierten der restlichen Gruppen – erst nach dem letzten Spiel der Gruppenphase wird also gewiss sein, welche Teams es geschafft haben, noch in die K.-o.-Phase einzuziehen. „Mit den wahrscheinlichsten Gegnern haben das Analyse-Team und ich uns beschäftigt“, verrät Nagelsmann. In der Folge wird es Samstag auf Sonntag „eine Nachtschicht“ geben, um „den Spielern einen Matchplan vorstellen“ zu können.
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Aufgrund der Verzögerung der Entscheidung und der kurzen Vorbereitung auf den tatsächlichen Gegner sieht Nagelsmann eine unnötige Benachteiligung, die ein Gruppensieger bei einer WM eigentlich nicht haben sollte. „Man gerät unter großen Zeitdruck und wird bestraft, dass man Gruppenerster geworden ist“, ärgert sich der Bundestrainer über die Ansetzung der FIFA.
Gute 40 Stunden trennen den Abpfiff des letzten Gruppenspiels zwischen Algerien und Österreich vom Anpfiff des Sechzehntelfinales der deutschen Nationalmannschaft. In dieser Spanne wird das Trainerteam des DFB wohl wenig Ruhe haben, um die Mannschaft bestmöglich auf Deutschlands erstes K.-o.-Spiel der WM 2026 vorzubereiten. Nagelsmann ist sich aber sicher: „Wir sind noch jung, wir verkraften das.“ (seb)
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