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Laut Exklusiv-Bericht
Nagelsmanns DFB-Aus folgt nicht nur sportlichen Gründen
Ein exklusiver Bericht zeichnet nach, warum Julian Nagelsmann als Bundestrainer beim DFB vor dem Aus steht – und wieso sportliche Gründe längst nicht alles erklären.
Update vom 4. Juli, 8.39 Uhr: Wie bereits am Donnerstag exklusiv von Absolut Fussball vermeldet, wird es keine Zukunft für Julian Nagelsmann als Bundestrainer geben. Nun soll der Rücktritt des 38-Jährigen feststehen. Hier alle Infos.
Erstmeldung vom 3. Juli: Der Posten des Bundestrainers in Deutschland ist mittlerweile ein Hochrisiko-Job. Nach dem erneuten WM-Aus der Nationalelf bei der Fußball-WM 2026 steht nun Julian Nagelsmann im Kreuzfeuer – und laut einem Exklusiv-Bericht aus mehr als nur sportlichen Gründen. Im DFB reift die Entscheidung, den 38-Jährigen vorzeitig zu entlassen.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.
Nach Informationen von Absolut Fussball ist die Ablösung Nagelsmanns beim DFB bereits beschlossen und soll bis zum Wochenende vollzogen werden. Demnach gilt eine Weiterbeschäftigung als unrealistisch, denn die Stimmungslage in Öffentlichkeit und Verband habe sich dauerhaft gegen ihn gedreht.
Julian Nagelsmann und der Bundestrainer-Job: Weitere Hintergründe sickern durch
Ein persönliches Gespräch, in dem Nagelsmann über seine bevorstehende Beurlaubung aus dem ursprünglich bis zur EM 2028 laufenden Vertrag informiert wurde, hat bereits am Donnerstag stattgefunden. Dort sei deutlich geworden, dass das WM-Aus nur der Auslöser war – das Vertrauen des DFB in den Bundestrainer jedoch schon länger wackelig.
Nach dem dritten WM-Aus vor dem Achtelfinale in Folge dringen immer mehr Details an die Öffentlichkeit, die den früheren Bundesliga-Trainer (Hoffenheim, Leipzig, FC Bayern) den Job kosten werden. In Expertenrunden, aber auch aus Verbandskreisen, ist von zunehmender Angespanntheit und fehlender Lockerheit die Rede. Sogar eine Fahrradtour mit seiner Partnerin am Rande des WM-Quartiers sorgte für dem Vernehmen nach für Unmut bei DFB-Teammitgliedern.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Draht zur Mannschaft: Mehrere Indizien lassen auf eine „fehlende kommunikative Verbindung“ zwischen Bundestrainer und DFB-Kader bei dieser Fußball-WM schließen. Einzelne Spieler sollen intern berichtet haben, sie fühlten sich von Nagelsmanns Ansprachen nicht wirklich abgeholt – ein schwaches Signal und möglicherweise mitentscheidend für enttäuschende Auftritte.
Auch die Zusammensetzung des Trainerstabs gerät in den Fokus: Wie der Spiegel berichtet, fehlte nach dem Abschied von Assistenztrainer Sandro Wagner im Sommer 2025 ein wichtiger Vermittler, der Nagelsmanns komplexe Ideen in verständliche Botschaften für die Mannschaft übersetzt. Zudem sei das Verhältnis zwischen Bundestrainer und Wagner gegen Ende hin angespannt gewesen, schreibt das Portal in Anlehnung an DFB-Insider.
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Andererseits ist von einer „Wohlfühlblase“ rund um den Bundestrainer die Rede. Das Trainerteam habe praktisch nie widersprochen, es habe kaum konstruktiven Austausch gegeben, heißt es. Gleichzeitig sorgte der starke Fokus auf Familieangehörige im WM-Quartier statt auf die sportlichen Ziele der Fußball-WM für Stirnrunzeln.
In jüngsten Pressekonferenzen wirkte Nagelsmann zudem auffallend dünnhäutig. Angefasst, gereizt, zum Schluss gar entnervt – Eigenschaften, die im Kontrast zu seinem früheren Image als lockerer, pfiffiger Jungtrainer stehen. Zudem griff beim DFB unlängst die Überzeugung, der mit 38 Jahren noch junge Bundestrainer sei für die riesige Aufgabe Nationalmannschaft letztlich zu unerfahren gewesen. Nach dem WM-Aus dürfte die anstehende Trennung nun der formale Schlusspunkt unter einen bereits länger laufenden Entfremdungsprozess sein.