Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.
Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für
. Danach können Sie gratis weiterlesen.
Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.
Fehlender Frust?
„Wieso explodiert hier keiner?“ – Reporter vom DFB-Aus irritiert
Kurz nach dem WM-Aus schildert Sportschau-Reporter Alexander Schlüter seine Eindrücke aus dem DFB-Quartier. Nur einer zeigt dabei sichtlich Emotionen.
Das überraschende Ausscheiden bei der WM 2026 gegen Paraguay wirkt bei der deutschen Nationalmannschaft weiter nach. Einen Tag nach dem verlorenen Sechzehntelfinale schilderte Sportschau-Reporter Alexander Schlüter seine Eindrücke aus dem DFB-Quartier in Winston-Salem und zeichnete dabei ein bemerkenswertes Bild der Stimmung innerhalb der Mannschaft. Vor allem die Reaktionen unmittelbar nach dem Schlusspfiff hätten ihn überrascht.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.
Besonders ein Spieler sei aus der Reihe gefallen: Joshua Kimmich. „Es kam nur einer, dem man die Wut sofort angesehen hat. Das war Joshua Kimmich“, berichtete Schlüter. Während der DFB-Kapitän seinen Frust offen gezeigt habe, habe bei vielen anderen Nationalspielern vor allem Leere geherrscht. Große Emotionen oder sichtbare Verzweiflung seien dagegen ausgeblieben.
Schlüter: „Tränen, Wut, Schreien, das war nicht da.“
Gerade das habe den Reporter deutlich irritiert. „Ich habe da gestanden und habe mich gefragt: Wieso explodiert denn hier keiner? Tränen, Wut, Schreien, das war nicht da“, sagte Schlüter. Nach dem frühen WM-Aus gegen Außenseiter Paraguay habe er mit deutlich emotionaleren Reaktionen gerechnet. Stattdessen sei das Team nach der Niederlage auffallend ruhig geblieben.
Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann habe während des Turniers einen anderen Eindruck hinterlassen als noch in seiner Zeit beim FC Bayern. Schlüter sprach von einer spürbaren Anspannung. „Er ist ja ein Mann mit rhetorischen Fähigkeiten, der gerne spricht. Hier hatte man aber immer den Eindruck, dass das für ihn ein Abarbeiten war.“ Er habe nur selten gelächelt und kaum versucht, schwierige Situationen mit seiner Lockerheit zu entschärfen.
Die größten Spiele der deutschen Nationalmannschaft
Die Aussagen fügen sich in das Bild, das nach dem enttäuschenden Turnier zunehmend entsteht. Nach dem Aus gegen Paraguay werden immer mehr Details über die Stimmung innerhalb der Mannschaft und das Auftreten des Trainerteams bekannt. Während der DFB die Aufarbeitung vorbereitet, zeigen Schlüters Eindrücke vor allem eines: Die Enttäuschung war groß, doch offen sichtbar wurde sie nur bei Joshua Kimmich. (brg)