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Krösche muss Fragen beantworten

Für die Eintracht-Bosse steht ein 24/7-Job in den Weihnachtsferien an

Eintracht Frankfurt kann sich in der Winterpause nicht zurücklehnen. In Sachen Kaderpolitik sind viele Fragen zu klären.

München – Eine Winterpause haben die meisten europäischen Top-Ligen nicht, die Bundesliga leistet sich diese gerne noch. Die Spieler sollen dann mindestens sieben Tage durchschnaufen, bevor es mit einer kurzen Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte losgeht. Die Bosse von Eintracht Frankfurt, allen voran Sport-Vorstand Markus Krösche, werden dagegen keine ruhige Weihnachtszeit haben.

Sport-Vorstand Markus Krösche muss die Eintracht stabilisieren.

Denn bei Eintracht Frankfurt haben sich zu viele Fragen aufgetürmt, die dringend beantwortet werden müssen. Es fängt bei der Torwart-Position an. Hier war Kauã Santos die Nummer eins versprochen, doch nach seiner Verletzung lieferte er bei seinem Comeback nur durchschnittliche Leistungen ab und bekam, bedingt durch viele Patzer seiner Vorderleute, sehr viele Gegentore.

Torwart-Tausch war Panik-Reaktion

In einer Panik-Reaktion tauschte Trainer Dino Toppmöller Santos gegen Michael Zetterer wieder aus, doch auch bei dem aus Bremen gekommenen Ersatzkeeper waren die Leistungen eher als schwankend zu werten. In der Bundesliga hat nur der 1. FC Heidenheim mehr Tore (30) als die Eintracht (29) kassiert.

In der Abwehr drängen sich zwei Fragen auf: Der Kapitän Robin Koch spielte extrem schwach und machte viele Fehler. Zuletzt war er angeschlagen und durfte trotzdem auflaufen. Abwehrspieler aus der zweiten Reihe wie Aurèle Amenda hatten das Nachsehen. Amenda könnte nun im Winter das Weite suchen.

Stück für Stück auf der Trainer-Karriere-Leiter: Die Karriere des Dino Toppmöller

Profistart beim 1. FC Saarbrücken (1999)

Klaus Toppmöllers (l.) Sohn begann seine Profikarriere beim 1. FC Saarbrücken und machte dort seine ersten Schritte im Herrenfußball. Im Winter 2001 wurde Toppmöller an Manchester City ausgeliehen. Einsatzminuten blieben aus, der Aufenthalt war nur von kurzer Dauer.
Profistart beim 1. FC Saarbrücken (1999) Klaus Toppmöllers (l.) Sohn begann seine Profikarriere beim 1. FC Saarbrücken und machte dort seine ersten Schritte im Herrenfußball. Im Winter 2001 wurde Toppmöller an Manchester City ausgeliehen. Einsatzminuten blieben aus, der Aufenthalt war nur von kurzer Dauer. © imago sportfotodienst
Saison beim VfL Bochum (2001/02)

Nach England folgte eine Spielzeit in Bochum. Die Station gehört zu seinen bekanntesten deutschen Vereinsadressen. Im Ruhrpott lief Toppmöller 13 Mal auf, schoss ein Tor.
Saison beim VfL Bochum (2001/02) Nach England folgte eine Spielzeit in Bochum. Die Station gehört zu seinen bekanntesten deutschen Vereinsadressen. Im Ruhrpott lief Toppmöller 13 Mal auf, schoss ein Tor. © IMAGO / Wienold
Spieler bei Eintracht Frankfurt (2002/03)

Für die SGE absolvierte Toppmöller 16 Einsätze und erzielte drei Tore. Darunter waren zwei entscheidende Treffer beim 2:0 in Oberhausen. Es war seine erste Verbindung zur Eintracht.
Spieler bei Eintracht Frankfurt (2002/03) Für die SGE absolvierte Toppmöller 16 Einsätze und erzielte drei Tore. Darunter waren zwei entscheidende Treffer beim 2:0 in Oberhausen. Es war seine erste Verbindung zur Eintracht.  ©  IMAGO / Bernd Müller
Erzgebirge Aue, Jahn Regensburg, Kickers Offenbach (2003–2008)

Es folgten Jahre in Aue und Regensburg sowie zwei Saisons bei Kickers Offenbach. Insgesamt kam er in der 2. Liga auf 128 Spiele und 20 Tore. Diese Stationen rundeten seine aktive Laufbahn ab.
Erzgebirge Aue, Jahn Regensburg, Kickers Offenbach (2003–2008) Es folgten Jahre in Aue und Regensburg sowie zwei Saisons bei Kickers Offenbach. Insgesamt kam er in der 2. Liga auf 128 Spiele und 20 Tore. Diese Stationen rundeten seine aktive Laufbahn ab.  © IMAGO / Dehlis
Co-Trainer FSV Salmrohr (2010–2012) Nach seiner aktiven Spielerzeit wechselte Toppmöller an die Seitenlinie und sammelte erste Trainererfahrung als Co-Trainer. Sein Jugendklub FSV Salmrohr wurde zur Lernplattform für Methodik und Führung.
Co-Trainer FSV Salmrohr (2010–2012) Nach seiner aktiven Spielerzeit wechselte Toppmöller an die Seitenlinie und sammelte erste Trainererfahrung als Co-Trainer. Sein Jugendklub FSV Salmrohr wurde zur Lernplattform für Methodik und Führung.  © imago sportfotodienst
Spielertrainer beim SV Mehring (2013–2014) Als Spielertrainer beim SV Mehring (damals Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) erweiterte er sein Profil um eine Doppelrolle. Die Kombination aus eigener Spielpraxis und Coaching stärkte seine Führungskompetenz.
Spielertrainer beim SV Mehring (2013–2014) Als Spielertrainer beim SV Mehring (damals Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) erweiterte er sein Profil um eine Doppelrolle. Die Kombination aus eigener Spielpraxis und Coaching stärkte seine Führungskompetenz.  © imago sportfotodienst
Spielertrainer RM Hamm Benfica (2014–2016) Auch in Luxemburg arbeitete er in der Doppelrolle. Hamm Benfica festigte seine Reputation als Organisator und Entwickler. Die Jahre im deutschen Nachbarland bereiteten den Schritt zum Cheftrainer vor.
Spielertrainer RM Hamm Benfica (2014–2016) Auch in Luxemburg arbeitete er in der Doppelrolle. Hamm Benfica festigte seine Reputation als Organisator und Entwickler. Die Jahre im deutschen Nachbarland bereiteten den Schritt zum Cheftrainer vor. © imago sportfotodienst
Cheftrainer F91 Düdelingen (ab Juni 2016) Mit dem Wechsel zu Düdelingen begann seine erste größere Cheftrainer-Station. Er formte eine Erfolgself in Luxemburgs Spitzenliga. Das Projekt öffnete ihm später Türen als Coach im Profifußball.
Cheftrainer F91 Düdelingen (ab Juni 2016) Mit dem Wechsel zu Düdelingen begann seine erste größere Cheftrainer-Station. Er formte eine Erfolgself in Luxemburgs Spitzenliga. Das Projekt öffnete ihm später Türen als Coach im Profifußball. © imago sportfotodienst
Titel und Europa-League-Coup mit Düdelingen (2017–2019) Düdelingen gewann unter Toppmöller mehrfach Meisterschaft und Pokal sowie Supercups. 2018/19 erreichte der Klub erstmals die Europa-League-Gruppenphase und holte einen Punkt gegen Real Betis. Die Erfolge machten ihn als Taktiker und Entwickler auf der großen Bühne bekannt.
Titel und Europa-League-Coup mit Düdelingen (2017–2019) Düdelingen gewann unter Toppmöller mehrfach Meisterschaft und Pokal sowie Supercups. 2018/19 erreichte der Klub erstmals die Europa-League-Gruppenphase und holte einen Punkt gegen Real Betis. Die Erfolge machten ihn als Taktiker und Entwickler auf der großen Bühne bekannt. © Ben Majerus
Cheftrainer bei Royal Excelsior Virton (2019) Kurzzeitig übernahm er den belgischen Klub Virton. Die Station schloss seine Zeit im Ausland als Cheftrainer außerhalb Deutschlands ab. Danach orientierte er sich in Richtung Bundesliga-Topniveau.
Cheftrainer bei Royal Excelsior Virton (2019) Kurzzeitig übernahm er den belgischen Klub Virton. Die Station schloss seine Zeit im Ausland als Cheftrainer außerhalb Deutschlands ab. Danach orientierte er sich in Richtung Bundesliga-Topniveau.  © BRUNO FAHY, via www.imago-images.de
Assistent bei RB Leipzig (ab Juli 2020) Julian Nagelsmann holte Toppmöller im Sommer 2020 als Co-Trainer nach Leipzig. Dort vertiefte er seine Arbeit auf höchstem Bundesliganiveau. Es war der Auftakt seiner Assistentenjahre an der Spitze.
Assistent bei RB Leipzig (ab Juli 2020) Julian Nagelsmann holte Toppmöller im Sommer 2020 als Co-Trainer nach Leipzig. Dort vertiefte er seine Arbeit auf höchstem Bundesliganiveau. Es war der Auftakt seiner Assistentenjahre an der Spitze.  © opokupix via www.imago-images.de
Assistent beim FC Bayern (ab Juni 2021) Toppmöller folgte Nagelsmann zum Rekordmeister und verantwortete u.a. das Standard-Training. Er sprang außerdem auch einige Male als Chef, als Nagelsmann coronabedingt fehlte.
Assistent beim FC Bayern (ab Juni 2021) Toppmöller folgte Nagelsmann zum Rekordmeister und verantwortete unter anderem das Standard-Training. Er sprang außerdem auch einige Male als Chef ein, als Nagelsmann coronabedingt fehlte. © IMAGO
Ende der Bayern-Zeit (24. März 2023) Mit der Entlassung von Julian Nagelsmann wurde auch das Assistententeam freigestellt. Damit endete Toppmöllers Zeit beim FC Bayern. Der Weg in eine Cheftrainerrolle in der Bundesliga wurde frei.
Ende der Bayern-Zeit (24. März 2023) Mit der Entlassung von Julian Nagelsmann wurde auch das Assistententeam freigestellt. Damit endete Toppmöllers Zeit beim FC Bayern. Der Weg in eine Cheftrainerrolle in der Bundesliga wurde frei.  © via www.imago-images.de
Eintracht Frankfurt verpflichtet Toppmöller (12. Juni 2023) Frankfurt präsentierte ihn zur Saison 2023/24 als neuen Cheftrainer und stattete ihn mit einem Vertrag bis 2026 aus. Die Rückkehr an den Main war perfekt, der Startschuss für eine neue Ära gesetzt.
Eintracht Frankfurt verpflichtet Toppmöller (12. Juni 2023) Frankfurt präsentierte ihn zur Saison 2023/24 als neuen Cheftrainer und stattete ihn mit einem Vertrag bis 2026 aus. Die Rückkehr an den Main war perfekt, der Startschuss für eine neue Ära gesetzt. © IMAGO/Jan Huebner
Trainerteam-Aufbau bei der SGE (ab Juli 2023) Zum Start brachte Toppmöller vertraute Co-Trainer wie Nélson Morgado und Erwin Bradasch mit. Er setzte auf Analysekompetenz und ein eingespieltes Teamgefüge. Das Fundament für die Arbeit am Main stand.
Trainerteam-Aufbau bei der SGE (ab Juli 2023) Zum Start brachte Toppmöller vertraute Co-Trainer wie Nélson Morgado und Erwin Bradasch mit. Er setzte auf Analysekompetenz und ein eingespieltes Teamgefüge. Das Fundament für die Arbeit am Main stand. © IMAGO/Jürgen Kessler
Bundesliga-Debütphase und Amtsbeginn (Sommer 2023) Sein offizieller Amtsantritt war der 1. Juli 2023. Damit begann seine erste Cheftrainer-Rolle im deutschen Profifußball. Die Eintracht vertraute auf einen Entwickler mit internationaler Erfahrung.
Bundesliga-Debütphase und Amtsbeginn (Sommer 2023) Sein offizieller Amtsantritt war der 1. Juli 2023. Damit begann seine erste Cheftrainer-Rolle im deutschen Profifußball. Die Eintracht vertraute auf einen Entwickler mit internationaler Erfahrung. © IMAGO/FRANK HEINEN/rscp-photo
5:1-Heimsieg gegen den FC Bayern (9. Dezember 2023) Das Wiedersehen mit dem Ex-Arbeitgeber gelang – Die Eintracht überrollte den Rekordmeister im Deutsche Bank Park. Der Abend ging als einer der denkwürdigsten in die neuere SGE-Geschichte ein. Er untermauerte Toppmöllers Ansehen in Frankfurt.
5:1-Heimsieg gegen den FC Bayern (9. Dezember 2023) Das Wiedersehen mit dem Ex-Arbeitgeber gelang – Die Eintracht überrollte den Rekordmeister im Deutsche Bank Park. Der Abend ging als einer der denkwürdigsten in die neuere SGE-Geschichte ein. Er untermauerte Toppmöllers Ansehen in Frankfurt.  © IMAGO/Michael Deines/M.i.S.
Saison 2023/24: Platz 6 und Europa Die SGE beendete Toppmöllers Debütjahr auf Rang sechs. Omar Marmoush drehte unter dem heute 45-Jährigen auf, war mit 12 Bundesliga-Toren bester Eintracht-Schütze. Trotz Schwankungen blieb die Entwicklung positiv.
Saison 2023/24: Platz 6 und Europa Die SGE beendete Toppmöllers Debütjahr auf Rang sechs. Omar Marmoush drehte unter dem heute 45-Jährigen auf, war mit 12 Bundesliga-Toren bester Eintracht-Schütze. Trotz Schwankungen blieb die Entwicklung positiv. © IMAGO/Frey-Pressebild/Deines
Umgang mit Abgängen und Neuaufbau (2023–2025) In zwei Jahren musste der 45-Jährige mit vielen Spieler-Abgängen klarkommen: Kolo Muani, Lindström, Kamada, Pacho – später auch Marmoush. Toppmöller blieb ruhig, flexibel und formte die Mannschaft neu. Das passte zur Frankfurter Philosophie.
Umgang mit Abgängen und Neuaufbau (2023–2025) In zwei Jahren musste der 45-Jährige mit vielen Spieler-Abgängen klarkommen: Kolo Muani, Lindström, Kamada, Pacho – später auch Marmoush und Ekitike. Toppmöller blieb ruhig, flexibel und formte die Mannschaft neu. Das passte zur Frankfurter Philosophie. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Florian Wiegan
2024/25: Champions-League-Qualifikation (Platz 3) Frankfurt sicherte am letzten Spieltag in Freiburg den dritten Platz. Damit war die Königsklasse erreicht – der größte Erfolg seiner bisherigen Trainerlaufbahn. Der Schlusspunkt krönte eine „Statement-Saison“.
2024/25: Champions-League-Qualifikation (Platz 3) Frankfurt sicherte am letzten Spieltag in Freiburg den dritten Platz. Damit war die Königsklasse erreicht – der größte Erfolg seiner bisherigen Trainerlaufbahn. Der Schlusspunkt krönte eine „Statement-Saison“. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
Vertragsverlängerung bis 2028 (15. Mai 2025) Kurz nach dem CL-Einzug verlängerte die Eintracht den Kontrakt mit Toppmöller. Der neue Vertrag wurde bis Juni 2028 verlängert. Das war ein klares Vertrauenssignal des Klubs.
Vertragsverlängerung bis 2028 (15. Mai 2025) Kurz nach dem CL-Einzug verlängerte die Eintracht den Kontrakt mit Toppmöller. Der neue Vertrag wurde bis Juni 2028 verlängert. Das war ein klares Vertrauenssignal des Klubs. © IMAGO/Jan Huebner
Eintracht-Trainer Dino Toppmöller ist im Fokus
100. Pflichtspiel und Galatasaray 5:1 (September 2025) Im Rahmen seines 100. Spiels als Trainer feierte die SGE ein 5:1 in der Champions League gegen Galatasaray. Es war der Auftakt in die zweite CL-Saison der Vereinsgeschichte. Der Meilenstein unterstrich seine Etablierung in Frankfurt. © IMAGO/Grant Hubbs
Ungeschlagen-Serie im Herbst (fünf Spiele ohne Niederlage) Im Herbst 2025 ging die Eintracht mit einer Fünferserie ohne Niederlage in den Spieltag. Die Phase verlieh Stabilität nach vorherigen Dämpfern. Sie zeigte die wachsende Konstanz unter Toppmöller.
Ungeschlagen-Serie im Herbst (fünf Spiele ohne Niederlage) Im Herbst 2025 ging die Eintracht mit einer Fünferserie ohne Niederlage in den Spieltag. Die Phase verlieh Stabilität nach vorherigen Dämpfern. Sie zeigte die wachsende Konstanz unter Toppmöller.  © IMAGO/Gerhard Schultheiß
Toppmöller wackelt – Klatsche in Leipzig (06.12.2025) Bei RB Leipzig kam die Eintracht zuletzt mit 0:6 unter die Räder. In der Bundesliga-Tabelle rutschte man seit Herbst bis auf Platz sieben ab. Toppmöller geriet schon zuvor immer mehr in die Kritik.
Toppmöller wackelt – Klatsche in Leipzig (06.12.2025) Bei RB Leipzig kam die Eintracht zuletzt mit 0:6 unter die Räder. In der Bundesliga-Tabelle rutschte man seit Herbst bis auf Platz sieben ab. Toppmöller geriet schon zuvor immer mehr in die Kritik. © IMAGO/PICTURE POINT / Sven Sonntag
Druckphase in der Königsklasse (Dezember 2025) Vor dem Auswärtsspiel in Barcelona stand die CL-Bilanz zunächst bei einem Sieg, einem Remis und drei Niederlagen. Toppmöller betonte die Bedeutung der Reaktion auf Rückschläge. Solche Phasen schärfen Team und Trainer gleichermaßen. Man verlor knapp mit 1:2.
Druckphase in der Königsklasse (Dezember 2025) Vor dem Auswärtsspiel in Barcelona stand die CL-Bilanz zunächst bei einem Sieg, einem Remis und drei Niederlagen. Toppmöller betonte die Bedeutung der Reaktion auf Rückschläge. Solche Phasen schärfen Team und Trainer gleichermaßen. Man verlor knapp mit 1:2. © IMAGO/Siu Lau

Muss sich die Eintracht dann nach einem Top-Abwehrspieler umsehen, um den Druck auf Koch zu erhöhen? Oder reicht es, nur Amenda adäquat mit einem anderen Talent zu ersetzen? Auch im Bereich der Sechser-Position gab es zu oft schwankende Leistungen. Dennoch kann man das Mittelfeld fast noch als Prunkstück der Hessen bezeichnen mit Spielern wie Ellyes Skhiri, Hugo Larsson, Mario Götze und Comebacker Mo Dahoud.

Ein erfahrener Sechser in Top-Form würde der Eintracht helfen, Anschluss an die Top-Vier in der Bundesliga zu halten. Er sollte zugleich Führungsqualitäten mitbringen, die dem Kader fehlen. Womöglich braucht es auch mehr Geschwindigkeit in der Zentrale. Dennoch wird Markus Krösche hier wohl nicht ins Risiko gehen.

Denn vielmehr muss er den erlahmten Angriff beleben. Jonathan Burkardt hat sich im Sommer-Transfer-Fenster als Volltreffer erwiesen, allerdings fällt er noch lange verletzt aus. Ritsu Doan kann die Party in der Offensive nicht alleine schmeißen, auch wenn ihm zuletzt der Siegtreffer gegen den FC Augsburg gelang.

Die Ersatzspieler sorgen mit ihren Auftritten eher für Frust, angefangen bei Elye Wahi. Es gilt, Nachschub für den Sturm zu sorgen und zugleich Flops wie Wahi abzugeben. Mit William Osula (Newcastle United) und Younes Ebnoutalib von Zweitligist Elversberg haben die Hessen Verstärkung im Blick.

So heißt es in Frankfurt: von wegen besinnliche Weihnachten. Die Bosse müssen etliche Kurskorrekturen am Kader vornehmen – und am Ende wartet auch noch Mario Götze auf eine Antwort, ob er bei der Eintracht eine Vertragsverlängerung erhält. Mario Basler votiert übrigens dagegen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Kessler-Sportfotografie

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