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Kommt kaum zum Einsatz

Eintrachts Neun-Millionen-Mann vor dem Weggang

Eintracht Frankfurt plant im Winter Änderungen in der Defensive. Ein hoffnungsvoller Transfer hat sich bislang nicht durchsetzen können.

Frankfurt – Kapitän Robin Koch hat bei Eintracht Frankfurt stets auf die Zähne gebissen. Gegen den FC Augsburg ging es beim 1:0-Erfolg aber nicht mehr weiter. Der Kapitän signalisierte Auswechslung, nach 61 Minuten war endgültig Schluss. Aurèle Amenda kam für ihn in die Partie. Und der Schweizer löste die Hausaufgaben ruhig und souverän.

Aurèle Amenda konnte sich bei der Eintracht nicht durchsetzen

Trainer Dino Toppmöller erklärte später, dass Koch seit mehreren Wochen mit Wadenproblemen zu kämpfen gehabt habe. Nach Informationen von Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, hat der 29-Jährige kaum noch mittrainiert. Der Nationalspieler war angeschlagen, hatte daher auch oftmals mit sich zu kämpfen. Verwunderlich, dass er permanent angeschlagen auflief und nie rotiert wurde. Offenbar glaubte Toppmöller nicht an die zweite Reihe.

Warum hat die Eintracht in der Abwehr so selten rotiert?

Wer Amenda gegen Augsburg gesehen hat, musste sich fragen, warum der Nationalspieler der Schweiz nicht häufiger das Vertrauen ausgesprochen bekommen hat. Er eröffnete mit einem mutigen Vorstoß, bei dem er einen Freistoß zog. Amenda gewann seine drei Zweikämpfe, er wurde beim Spielaufbau von den Kollegen gesucht. Im 22-Jährigen steckt trotz Tempodefizits enormes Potenzial.

Sein wahres Leistungspotenzial lässt sich allerdings kaum bewerten. Das sportliche Schicksal des Innenverteidigers, der für knapp neun Millionen Euro Sockelbetrag aus Bern kam, ist bitter. Im ersten Jahr warfen ihn Verletzungen aus der Bahn. Nach dem Abgang von Tuta sollte er mit Koch, Arthur Theate und Nnamdi Collins um die zwei freien Plätze in der Viererkette konkurrieren.

Das Wunder von Barcelona – Als die SGE das Camp Nou übernahm

Im Viertelfinale der Europa-League 2021/22 traf Eintracht Frankfurt auf den FC Barcelona. Das Hinspiel, welches im Frankfurt stattfand, endete 1:1-Unentschieden. Im Hinspiel traf Ansgar Knauff kurz nach der Pause zum 1:0, Ferran Torres glich in der 66. Spielminute zum Endstand aus.
Im Viertelfinale der Europa-League 2021/22 traf Eintracht Frankfurt auf den FC Barcelona. Das Hinspiel, welches in Frankfurt stattfand, endete mit 1:1. Ansgar Knauff traf kurz nach der Pause zum 1:0, Ferran Torres glich in der 66. Spielminute zum Endstand aus. © IMAGO/Eibner-Pressefoto
Im Rückspiel folgte dann der Abend, der unvergessen bleibt. Die Eintracht war zu Gast im Camp Nou. Das Spiel fand am 14. April 2022 und die Eintracht musste mit dem besseren Ergebnis in Barcelona überraschen. Für viele Experten galt Barcelona als klarer Favorit auf den Einzug ins Halbfinale.
Im Rückspiel folgte dann ein Abend, der unvergessen bleiben sollte. Die Eintracht war zu Gast im Camp Nou. Das Spiel fand am 14. April 2022 und die Eintracht musste mit dem besseren Ergebnis in Barcelona überraschen. Für viele Experten galt Barcelona als klarer Favorit auf den Einzug ins Halbfinale. © IMAGO/Revierfoto
Schon vor der Begegnung würdigte Eintracht-Präsident Peter Fischer die vielen mitgereisten SGE-Fans in der Innenstadt Barcelonas.
Schon vor der Begegnung würdigte Eintracht-Präsident Peter Fischer die vielen mitgereisten SGE-Fans in der Innenstadt Barcelonas. © IMAGO/Revierfoto
Schnell wurde schon weit vor der Begegnung deutlich. Die Anzahl der mitgereisten Auswärtsfans wird weit über dem gewohnten Level sein.
Schnell wurde schon weit vor der Begegnung deutlich. Die Anzahl der mitgereisten Auswärtsfans wird weit über dem gewohnten Level sein. © IMAGO/Revierfoto
Tausende Eintracht Frankfurt-Fans machten sich vor dem Spiel auf den Weg zum Stadion und legten die spanische Innenstadt lahm.
Tausende Eintracht-Fans machten sich vor dem Spiel auf den Weg zum Stadion und legten die spanische Innenstadt lahm. © IMAGO/Matthias Oesterle
Die Ruhe vor dem Sturm. Das Stadion war um 19:11 Uhr noch leer und wartete auf den großen Andrang aus Deutschland.
Die Ruhe vor dem Sturm. Das Stadion war um 19:11 Uhr noch leer und wartete auf den großen Andrang aus Deutschland. © IMAGO/Jan Huebner
Vor dem Spiel interessierte sich Barca-Coach Xavi noch nicht für die Anzahl an SGE-Fans. Stattdessen meinte er: „Es wird ein Schlüssel in diesem Spiel, dass wir Zuhause spielen, mit unseren Fans. Ich weiß, wie außergewöhnlich sie sind, wir brauchen sie und die Atmosphäre, damit sie uns antreiben.“ Schon beim Aufwärmen war von den eigenen Fans nicht mehr viel zu hören.
Vor dem Spiel interessierte sich Barça-Coach Xavi noch nicht für die Invasion der SGE-Fans. Stattdessen meinte er: „Es wird ein Schlüssel in diesem Spiel, dass wir Zuhause spielen, mit unseren Fans. Ich weiß, wie außergewöhnlich sie sind, wir brauchen sie und die Atmosphäre, damit sie uns antreiben.“ Schon beim Aufwärmen war jedoch von den Heim-Fans nicht mehr viel zu hören. © IMAGO/Siu Lau
Die Eintracht legte einen perfekten Beginn hin. Bereits in der Anfangsphase zeigte Frankfurt, dass sie nicht als Statisten nach Barcelona gekommen waren. Früh gab es Elfmeter für die Adler: Garcia rang Lindström zu Boden, Kostic schoss den Ball wuchtig wie flach ins rechte Eck - Ter Stegen war in die andere Ecke unterwegs.
Die Eintracht legte einen perfekten Beginn hin. Bereits in der Anfangsphase zeigte Frankfurt, dass sie nicht als Statisten nach Barcelona gekommen waren. Früh gab es Elfmeter für die Adler: Garcia rang Lindström zu Boden, Kostic schoss den Ball wuchtig wie flach ins rechte Eck – Ter Stegen war in die andere Ecke unterwegs. © IMAGO/Jan Huebner
Schon beim 1:0 war der Jubel, der am Ende über 30.000 Eintracht-Fans, groß. Die Frankfurter Anhänger machten etwa ein Drittel der Gesamtzuschauer aus und verwandelten Barcelonas Heimstadion in eine Frankfurter Festung. Viele Fans hatten ihre Tickets über offizielle und inoffizielle Kanäle erworben und reisten teilweise tagelang nach Barcelona.
Schon beim 1:0 war der Jubel der über 30.000 mitgereisten Eintracht-Fans groß. Die Frankfurter Anhänger machten etwa ein Drittel der Gesamtzuschauer aus und verwandelten Barcelonas Heimstadion in eine Frankfurter Festung. Viele Zuschauer hatten ihre Tickets über offizielle und inoffizielle Kanäle erworben und reisten teilweise tagelang nach Barcelona. © IMAGO/Jan Huebner
Rafael Borré traf traumhaft aus 22 Metern zum 2:0 (36. Minute). Der Kolumbianer bekam zu viel Platz und fasste sich ein Herz für den Weitschuss in den Winkel. Barcelonas Torhüter Marc-André ter Stegen war trotz seiner Klasse machtlos gegen diesen perfekt platzierten Schuss.
Rafael Borré traf traumhaft aus 22 Metern zum 2:0 (36. Minute). Der Kolumbianer bekam zu viel Platz und fasste sich ein Herz für den Weitschuss in den Winkel. Barcelonas Torhüter Marc-André ter Stegen war trotz seiner Klasse machtlos gegen diesen perfekt platzierten Schuss. © IMAGO/Jan Huebner
Pause im Camp Nou - und die SGE hatte hinten nichts zugelassen und vorne zweimal eiskalt zugeschlagen. Barça schien des Öfteren geschockt und ideenlos. Das Team von Oliver Glasner ging mit einem verdienten 2:0 in die Pause.
Pause im Camp Nou – und die SGE hatte hinten nichts zugelassen und vorne zweimal eiskalt zugeschlagen. Barça schien des Öfteren geschockt und ideenlos. Das Team von Oliver Glasner ging mit einem verdienten 2:0 in die Pause. © IMAGO/Revierfoto
Die Vorentscheidung? Nach einem Einwurf agierten die Katalanen sehr passiv und Kamada durfte den Ball in aller Ruhe nach links in den Strafraum passen. Dort nahm Kostic die Kugel noch an und befördert sie flach ins rechte Eck. Das 3:0.
Die Vorentscheidung? Nach einem Einwurf agierten die Katalanen sehr passiv und Kamada durfte den Ball in aller Ruhe nach links in den Strafraum passen. Dort nahm Kostic die Kugel noch an und befördert sie flach ins rechte Eck. Das 3:0 in der 67. Spielminute. © IMAGO/Revierfoto
Erst in der ersten Minute der Nachspielzeit kam Barcelona noch einmal zurück. Busquets zog aus dem Rückraum satt ab und wuchtete das Leder ins linke Eck. Trapp war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern. Zusätzlich wurden neun Minuten nachgespielt. Die Angst vor dem großen Barcelona-Comeback stieg auf.
Erst in der ersten Minute der Nachspielzeit kam Barcelona noch einmal zurück. Busquets zog aus dem Rückraum satt ab und wuchtete das Leder ins linke Eck. Trapp war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern. Zusätzlich wurden neun Minuten nachgespielt. Die Angst vor dem großen Barça-Comeback stieg auf. © IMAGO/Gerard Franco
In der 10. Minute der Nachspielzeit dann der Schock: Ndicka riss Luuk de Jong im Strafraum um, es gab Elfmeter und Frankfurt ist durch Gelb-Rot für Ndicka ein Mann weniger.
In der 10. Minute der Nachspielzeit dann der Schock: Ndicka riss Luuk de Jong im Strafraum um, es gab Elfmeter und Frankfurt ist durch die Gelb-Rote-Karte für den Innenverteidiger ein Mann weniger. © IMAGO/Gerard Franco
Depay schoss nach rechts und Trapp war dran. Von der Latte klatschte die Kugel zurück aufs Feld - sie war scheinbar aber schon hinter der Linie, weswegen Barcelona noch einmal verkürzen konnte.
Depay schoss nach rechts und Trapp war dran. Von der Latte klatschte die Kugel zurück ins Feld – doch zuvor war der Ball bereits hinter der Linie. Barcelona konnte noch einmal verkürzen.  © IMAGO/Gerard Franco
Frankfurt stemmte sich in der Schlussphase gegen wütende Barcelona-Angriffe. Die Eintracht verteidigte mit allem, was sie hatte, und zeigte enormen Teamgeist. Jeder Spieler kämpfte bis zur letzten Minute und verkörperte die typischen Frankfurter Mentalität, bis zum Schlusspfiff und hielt das 3:2 fest.
Frankfurt stemmte sich in der Schlussphase gegen die wütenden Barcelona-Angriffe. Die Eintracht verteidigte mit allem, was sie hatte, und zeigte enormen Teamgeist. Jeder Spieler kämpfte bis zur letzten Minute und verkörperte die typischen Frankfurter Mentalität. Die Belohnung: Bis zum Schlusspfiff hielte die SGE das 3:2 fest. © IMAGO/Ulrich Hufnagel
Nach Abpfiff folgte eine emotionale Europapokal-Party. Spieler und Fans feierten gemeinsam diesen historischen Triumph im Camp Nou. Die Bilder von der gemeinsamen Feier gingen um die Welt und zeigten die Einheit zwischen Mannschaft und Anhängern.
Nach Abpfiff folgte eine emotionale Europapokal-Party. Spieler und Fans feierten gemeinsam den geschichtsträchtigen Triumph im Camp Nou. Die Bilder von der gemeinsamen Feier gingen um die Welt und zeigten die Einheit zwischen Mannschaft und Anhängern. © IMAGO/Jan Huebner
Eines der Sportbilder des Jahres 2022. Oliver Glasner holte sich seinen verdienten Applaus ab und bedankte sich bei den Fans mit einem Bauchrutscher.
Eines der Sportbilder des Jahres 2022. Oliver Glasner holte sich seinen verdienten Applaus ab und bedankte sich bei den Fans mit einem Bauchrutscher. © IMAGO/Revierfoto
Ein Teamfoto für die Frankfurter Geschichtsbücher. Einen Abend, den jeder Spieler wohl niemals vergessen wird.
Ein Teamfoto für die Frankfurter Geschichtsbücher. Ein Abend, den jeder Spieler wohl niemals vergessen wird. © IMAGO/Siu Lau
Nur ein kleiner Teil der Fans schaffte es hier überhaupt erst ins Bild. Die Momente nach Schlusspfiff sind in vielen Bildern festgehalten.
Nur ein kleiner Teil der Fans schaffte es hier überhaupt erst ins Bild. Die Momente nach Schlusspfiff sind in vielen Bildern festgehalten. © IMAGO/AgenciaLOF
Ein Bild, welches Bände spricht. Der Hintergrund schon leer. Die Barca-Fans verließen die Ränge schnell, während die SGE jeden Grund zum Feiern hatte.
Ein Bild, welches Bände spricht. Der Hintergrund schon leer. Die Barca-Fans verließen die Ränge schnell, während die SGE jeden Grund zum Feiern hatte. © IMAGO/Jan Huebner
Die Reaktionen der Barcelona-Fans und der Vereinsführung waren entsprechend heftig auf die Frankfurt-Invasion. Viele Anhänger kritisierten nicht nur die sportliche Leistung, sondern vor allem den Ticketverkauf, der es so vielen Eintracht-Fans ermöglicht hatte, ins Camp Nou zu gelangen.
Die Reaktionen der Barcelona-Fans und der Vereinsführung waren entsprechend heftig auf die Frankfurt-Invasion. Viele Anhänger kritisierten nicht nur die sportliche Leistung, sondern vor allem den Ticketverkauf, der es so vielen Eintracht-Fans ermöglicht hatte, ins Camp Nou zu gelangen. © IMAGO/Revierfoto
Martin Hinteregger symbolisch weit nach Abpfiff bei den Fans. Als Reaktion auf das Fan-Debakel von 2022 hat Barcelona für zukünftige Champions League-Spiele gegen Eintracht Frankfurt nun drastische Sicherheitsmaßnahmen eingeführt. Alle verfügbaren Tickets werden ausschließlich an Barcelona-Socios verkauft, um eine Wiederholung der Fan-Invasion zu verhindern. Der Verein führt verstärkte Kontrollen durch und droht Socios, die ihre Tickets an Eintracht-Fans weiterverkaufen, mit Sanktionen bis hin zum Entzug der Mitgliedschaft.
Martin Hinteregger symbolisch weit nach Abpfiff bei den Fans. Als Reaktion auf das Fan-Debakel von 2022 hat Barcelona für zukünftige Champions-League-Spiele gegen Eintracht Frankfurt nun drastische Sicherheitsmaßnahmen eingeführt. Alle verfügbaren Tickets werden ausschließlich an Barcelona-Mitglieder verkauft, um eine Wiederholung der Fan-Invasion zu verhindern. Der Verein führt verstärkte Kontrollen durch und droht den in Spanien auch Socio Genannten, die ihre Tickets an Eintracht-Fans weiterverkaufen, mit Sanktionen bis hin zum Entzug der Mitgliedschaft. © IMAGO/Urbanandsport
Während Frankfurt offiziell nur etwa 5.000 Tickets im Gästekontingent erhielt, gelangten die restlichen 25.000 Eintracht-Fans über verschiedene Kanäle an Eintrittskarten. Viele Barcelona-Socios verkauften ihre Dauerkarten oder Einzeltickets auf dem Zweitmarkt weiter, teilweise zu erheblich überhöhten Preisen. Andere Frankfurt-Fans kauften Tickets über internationale Plattformen, Reisebüros oder direkt von Barcelona-Fans, die das lukrative Geschäft witterten.
Während Frankfurt offiziell nur etwa 5.000 Tickets im Gästekontingent erhielt, gelangten die restlichen 25.000 Eintracht-Fans über verschiedene Kanäle an Eintrittskarten. Viele Barcelona-Socios verkauften ihre Dauerkarten oder Einzeltickets auf dem Zweitmarkt weiter, teilweise zu erheblich überhöhten Preisen. Andere Frankfurt-Fans kauften Tickets über internationale Plattformen, Reisebüros oder direkt von Barcelona-Fans, die das lukrative Geschäft witterten. © IMAGO/Urbanandsport
Ein denkwürdiger Abend für alle Fußball-Anhänger. Für die Eintracht aufgrund des großen sportlichen Erfolges und eines unvergesslichen Abends für alle Fans vor Ort. Für Barcelona besonders bitter, auch wegen der Fan-Invasion.
Ein denkwürdiger Abend für alle Fußball-Anhänger. Für die Eintracht aufgrund des großen sportlichen Erfolges und eines unvergesslichen Abends für alle Fans vor Ort. Für Barcelona besonders bitter – auch wegen der Fan-Invasion. © IMAGO/Revierfoto

Im Trainingslager in den USA schwand die Überzeugung von Toppmöller zunehmend. Der Coach hätte einem Abgang zugestimmt. Serie-A-Klub FC Turin klopfte konkret bei Amenda an, doch der wollte bei der Eintracht bleiben. Er fühlt sich in Frankfurt weiterhin ausgesprochen wohl und hat auf faire Chancen gewartet.

Und am 19. Oktober öffnete sich in Freiburg (2:2) plötzlich die Tür. Amenda agierte fehlerfrei und bekam drei Tage später auch in der Champions League gegen den FC Liverpool die Möglichkeit. Wie das gesamte Team konnte auch er die 1:5-Klatsche nicht verhindern. Er bekam in den darauffolgenden acht Pflichtspielen nur noch zwei Einsatzminuten. So konnte kein Vertrauen entstehen.

Amenda ließ sich trotzdem nie hängen, er nahm die Situation professionell an und zeigte in jungem Alter die nötige Reife. Möglicherweise erhält er angesichts der Personalnot in der Defensive (Koch-Ausfall möglich, Arthur Theate mit Gelbsperre) im letzten Duell des Jahres beim Hamburger SV einen Platz in der Startelf. Auch dann wird er wieder sein Herz auf dem Rasen lassen.

Aurèle Amenda kann allerdings nicht nur auf Ausfälle anderer Spieler hoffen. Er will an der Weltmeisterschaft 2026 Kanada, Mexiko und den USA teilnehmen. Sein Management befindet sich daher im engen Austausch mit Sportvorstand Markus Krösche, der ihn nur ungern ziehen lassen möchte. Turin hat erneut angeklopft, ebenso verschiedene Vereine aus England, Frankreich und Spanien.

Sollte Amenda die Eintracht beispielsweise auf Leihbasis mit Kaufoption verlassen, müsste Krösche noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden. Der Sportvorstand der Hessen hat bei der Suche nach Verstärkung vor allem die Offensive im Blick. Ein Amenda-Abgang würde für Handlungsbedarf sorgen. Optimal wäre das nicht. Doch Amenda will seine Entwicklung vorantreiben.

Rubriklistenbild: © IMAGO/RHR-FOTO

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