Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.
Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für
. Danach können Sie gratis weiterlesen.
Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.
Münchner laufstärkstes BL-Team
Bayerns „Laufwunder“ wirft für die Konkurrenz unangenehme Fragen auf
Der FC Bayern spielt seine Gegner nicht nur in Grund und Boden, sondern er läuft sie auch in Grund und Boden. Doch was ist los mit der Konkurrenz?
München – Im Fußball gibt es so manches ungeschriebenes Gesetz. Dass Außenseiter-Teams im Fußball mehr laufen (sollten) als ihr spielerisch überlegener Gegner, gehört zu jenen Gesetzen. Die These ist aber auch logisch. Der große Favorit besitzt den Ball, der Underdog läuft um sein Leben, um an das Leder zu kommen und mit einem effizienten Konter den Lucky Punch zu setzen.
Der FC Bayern unter Trainer Vincent Kompany stellt dieses ungeschrieben Gesetz nun auf den Kopf. Es ist nahezu unglaublich, aber der Top-Favorit auf den deutschen Meistertitel führt souverän die Kategorien Laufdistanz, intensive Läufe und Sprints an. Die Bayern-Profis laufen im Schnitt rund 122 Kilometer pro Partie, sie machen 735 intensive Läufe pro Spiel und sie legen rund 186 Sprints pro Begegnung hin.
FC Bayern mit Spitzenwerten
Das sind neue Spitzenwerte für die Bayern. Selbst in der vergangenen Saison unter Kompany waren es „nur“ 119 Kilometer pro Partie, in der Distanz-Statistik bedeutete dies Platz drei. Was aber im Vergleich zum Fußball von Kompany-Vorgänger Thomas Tuchel auch schon ein bedeutender Unterschied war. Denn Tuchel belegte mit den Bayern den letzten Platz in Sachen Laufdistanz. Es waren nur 102 Kilometer pro Partie.
Bei den Laufwerten geht es nicht immer nur darum, wer fleißig oder vielleicht faul ist. Die Werte sind oft an die Strategien der Coaches angepasst. Tuchel wollte sehr kräfteschonend spielen, ließ seine Mannschaft deshalb auch manchmal nur ein Abwehr-Bollwerk aufbauen. Kompany setzt jedoch auf dem kompletten Feld auf Pressing und Tempo-Fußball.
Finalniederlagen, Titelfluch, Enttäuschungen: Die lange Reise des Harry Kane zum ersten Titel
Die Art und Weise und die Werte kann man nur loben. Einzige Einschränkung, die besonders von Sky-Experte Dietmar Hamann aufgeworfen wurde: Kann Bayern dieses Tempo durchhalten – und kostet es nicht für die Crunch-Time im Frühjahr zu viele Körner? Während dies aber eine Luxus-Frage ist, muss sich die nationale Konkurrenz sehr unangenehme Fragen stellen lassen.
Jeder versteht, dass die Profis anderer Klubs sich gegen den FC Bayern womöglich spielerisch unterlegen fühlen. Aber wie kann es sein, dass die Bayern deutlich höhere Laufwerte haben als beispielsweise die Abstiegskandidaten Hamburger SV oder Werder Bremen? Warum wirken die Bayern fitter und lauffreudiger?
Oder ist es mental ermüdend, wenn man bereits nach 30 Minuten 0:3 zurückliegt und kann dann nicht mehr über seine Grenze gehen? Das würde die Frage nach der Mentalität aufwerfen. Die fantastische Laufleistung der Bayern stellt die nationale Konkurrenz jedenfalls in den Schatten. Für die Münchner bleibt bloß die Frage übrig, ob dieses Tempo bis zum Ende der Saison durchzuhalten ist? Man darf gespannt sein.