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Nach Ausraster des FCB-Idols
Erboster Hoeneß greift Schiri nach FCB-Spiel an: DFB-Sprecher kontert Bayern-Patron
Der FC Bayern haderte mit dem Unparteiischen. Uli Hoeneß platzte der Kragen. Nun aber bekommt er Widerworte des DFB-Schiedsrichtersprechers.
Ein 1:1 gegen Bayer Leverkusen – und zwar zu neunt. Der FC Bayern legte am Samstag einen denkwürdigen Auftritt gegen Bayer Leverkusen hin. In Abwesenheit von Manuel Neuer und Jonas Urbig (Vertreter Sven Ulreich hielt glänzend) war das Remis kein Beinbruch, doch einige Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Dingert erzürnten die Roten. Vor allem Uli Hoeneß wütete. DFB-Schiedsrichtersprecher Alexander Feuerherdt teilt die harsche Kritik nicht.
Hoeneß schäumte vor Wut und teilte in der Bild mit: „Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe.“ Dabei bezog sich der langjährige FCB-Präsident vor allem auf die gelb-rote Karte von Luis Diaz aufgrund einer vermeintlichen Schwalbe sowie ein zurückgenommenes Tor von Harry Kane wegen Handspiels. Nicht nur Hoeneß zeigte sich erbost über die Entscheidungen.
Bayern-Patron Uli Hoeneß muss sich nach Schiedsrichter-Schelte Kritik anhören
„Man kann die Aktion noch 300 Mal anschauen und man sieht, dass es einen Kontakt gab“, war sich auch Trainer Vincent Kompany sicher. Alexander Feuerherdt, Schiedsrichtersprecher des DFB, will das nicht so stehen lassen. Gegenüber der Abendzeitung verteidigte er das Schiedsrichtergespann und kritisierte vor allem die Wortwahl des Bayern-Ehrenpräsidenten.
„Das können wir nicht bestätigen. Vor allem die spielrelevanten Entscheidungen waren korrekt oder zumindest vertretbar – mit Ausnahme der Gelb-Roten Karte, wie Schiedsrichter Christian Dingert ja auch selbst eingeräumt hat“, so Feuerherdt. Damit unterstreicht er: Der Platzverweis für Luis Diaz war nicht korrekt. Ärgerlich: Bei gelb-roten Karten kann die Entscheidung nachträglich nicht zurückgenommen werden, die Sperre also bleibt bestehen.
Einser und Fünfer bei Platzverweis-Drama: Die Bayernstars in der Einzelkritik gegen Leverkusen
Reagierte Uli Hoeneß vielleicht etwas voreingenommen? „Vielleicht hat es die Meinung von Uli Hoeneß beeinflusst, dass die Mehrheit dieser spielrelevanten Entscheidungen gegen den FC Bayern getroffen wurde. Aber wir sprechen hier ja keineswegs von skandalträchtigen Fehlern“, mutmaßt der DFB-Sprecher.
Dass Diaz in der kommenden Woche definitiv nicht auflaufen wird, bestätigte auch Feuerherdt. „Die Gelb-Rote Karte für Luis Díaz war eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters. Er hat den Sturz auf dem Spielfeld als Täuschungsversuch wahrgenommen und entsprechend geahndet.“ Über das Ergebnis dürfte nicht mehr lange diskutiert werden. Über die Entscheidungen des Schiedsrichters aber umso mehr. Nicht nur bei Uli Hoeneß. (is)