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VAR-Wirbel in Leverkusen
Bayern-Patron Hoeneß wütet über „nie erlebte“ Schiri-Leistung
Nach dem 1:1 in Leverkusen wütet der Ehrenpräsident über das Schiedsrichter-Gespann um Christian Dingert. Auch Trainer Vincent Kompany ist stinksauer.
Besonders die Gelb-Rote Karte gegen Ausgleichsschütze Luis Díaz in der 84. Minute wegen einer vermeintlichen Schwalbe sorgte für viele Diskussionen. Während die Münchner eine leidenschaftliche Abwehrschlacht in doppelter Unterzahl lieferten, brodelte es hinter den Kulissen gewaltig. Die Münchner Führungsetage ließ nach dem Abpfiff kein gutes Haar am Unparteiischen und seinem Team.
Einer, der seinem Ärger wie gewohnt freien Lauf ließ, war Ehrenpräsident Uli Hoeneß. Der 74-Jährige, der die Partie sichtlich angespannt verfolgte, polterte unmittelbar nach dem Spiel gegenüber der „Bild“-Zeitung los. Hoeneß wählte dabei Worte, die an Deutlichkeit kaum zu überbieten waren: „Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe.“
Auch Bayern-Trainer Kompany sauer über Schiri-Leistung
Mit neun Mann hat der FC Bayern gerade noch einen Punkt beim 1:1-Unentschieden bei Bayer 04 Leverkusen gesichert. „Ich bin unglaublich stolz auf die mentale Leistung. Du brauchst auch ein bisschen Qualität, um dich wieder in dieses Spiel zu kämpfen“, lobte Trainer Vincent Kompany den Kampfgeist seiner Truppe in der Mixed Zone.
Ein großes Dorn im Auge war ihm jedoch die Schiedsrichterleistung. „Das Gefühl, dass Lucho Diaz jetzt im nächsten Spiel fehlt, verstehe ich gar nicht“, kritisierte er den Unparteiischen Christian Dingert. „Und wir können noch reden über andere einzelne Phasen und manche Entscheidungen, wie die bewertet worden sind.“
Einser und Fünfer bei Platzverweis-Drama: Die Bayernstars in der Einzelkritik gegen Leverkusen
Zwar habe Kompany „den größten Respekt“ vor den Referees, „aber ich finde, ich habe auch das Recht, meine Meinung zu sagen über diese Phase, die heute für viel Frustration gesorgt hat“. Insbesondere die Ampelkarte gegen Diaz in der Schlussphase kann er nicht nachvollziehen. Der Offensivspieler sah wegen einer vermeintlichen Schwalbe seine zweite Gelbe Karte und musste daher vom Platz.
„Man kann diese Aktion noch 300 Mal anschauen und dann sieht man natürlich, es gibt Kontakt und er fällt dann runter. Man kann eine Diskussion über Penalty oder nicht Penalty führen“, schilderte Kompany seinen Eindruck. „Aber dann wie schnell er wieder aufsteht und dann trotzdem die Gelbe Karte bekommt, obwohl es Kontakt gab, also das fand ich... eine wichtige Fehlentscheidung, wo wir nicht zufrieden sind.“ Auch die Fans richteten deutliche Worte an Dingert, einzig Max Eberl äußerte überraschenderweise keine Kritik am Unparteiischen.