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„Fragwürdige Entscheidungen“
FC Bayern legt Einspruch gegen Diaz-Sperre ein – Dreesen mit harter DFB-Kritik
Das Drama im Spiel zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen geht in die nächste Runde. Die Münchner legen Einspruch gegen den Platzverweis von Luis Diaz ein.
Das Spiel zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen (1:1) lieferte einige Schlagzeilen, doch das Ergebnis rückte aufgrund einiger strittiger Schiedsrichter-Entscheidungen in den Hintergrund. Der größte Aufreger war sicherlich die Gelb-Rote Karte für Luis Diaz, gegen die der deutsche Rekordmeister nach Klubangaben vorgehen wird. Gegenüber Sky bestätigte der Verein, dass man Einspruch beim DFB-Sportgericht einlegt.
„Wir betrachten die Entwicklung der letzten Wochen mit Sorge. Die Leistung in Leverkusen war der Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert waren. Ob beim HSV, in Dortmund oder in Leverkusen – es gab eben immer wieder strittige Szenen, die oft gegen uns liefen“, kritisierte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und nahm den Deutschen Fußball-Bund in die Pflicht.
Platzverweis gegen Luis Diaz: FC Bayern legt Einspruch beim DFB ein
„Der DFB ist gefordert, das Niveau der Leistungen seiner Schiedsrichter zu verbessern. Dass Christian Dingert seinen Fehler eingesteht, ist ehrenwert, aber das alleine hilft uns nicht.“ Doch was war überhaupt passiert? Schiedsrichter Dingert hatte dem gelb vorbelasteten Diaz in der 84. Minute die zweite Gelbe Karte gezeigt und ihn damit des Platzes verwiesen. Vorausgegangen war ein Fallen des Kolumbianers im gegnerischen Strafraum, welches Dingert als Schwalbe wertete.
Die Entscheidung sorgte im Nachhinein für viele Diskussionen, da Diaz (wenn auch sehr leicht) von Leverkusens Torhüter Janis Blaswich getroffen wurde, allerdings sofort wieder aufstand und keinen Elfmeter forderte. „Wieso er Gelb-Rot bekommt, weiß keiner im Stadion“, zeigte sich Bayern-Trainer Vincent Kompany später ratlos: „Er ist hingefallen, es gab einen Kontakt, er steht aber sofort wieder auf und bekommt trotzdem die Gelbe Karte und dann eben Gelb-Rot. Das tut weh.“
Einser und Fünfer bei Platzverweis-Drama: Die Bayernstars in der Einzelkritik gegen Leverkusen
Dingert selbst hatte sich ebenfalls zu Wort gemeldet und einen Fehler eingestanden. Er habe die Szene „aus dem Spiel heraus so erlebt, dass er abhebt. Das habe ich wahrgenommen.“ Der anschließende Treffer am Fuß aber entging ihm. „Wenn ich jetzt die Bilder sehe, ist es kein Elfmeter, das ist mal klar. Gelb-Rot ist sehr hart, das würde ich jetzt nicht mehr so geben“, so das ehrliche Fazit des Referees.
Ob die Bayern mit ihrem Einspruch erfolgreich sind, bleibt abzuwarten. Laut DFB-Schiedsrichtersprecher Alex Feuerherdt stehen die Chancen nicht gut. „Es handelt sich um eine Tatsachenentscheidung, die man falsch finden kann, aber nicht um einen offenkundigen Irrtum wie bei einer Spielerverwechslung“, sagte er bei Sky. Stand jetzt wird Diaz also die kommende Bundesliga-Partie gegen Union Berlin am Samstag (21. März, 15.30 Uhr) gesperrt verpassen. (dwe)