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Weitere Rekorde in Greifweite
Der FC Bayern geht als Europas beste Mannschaft ins Saisonfinale
Der FC Bayern startet mit dem europäischen Klassiker gegen Real Madrid in die alles entscheidende Saisonphase und kann dies mit breiter Brust tun.
Der FC Bayern geht mit einer bislang überragenden Saisonbilanz in die Crunchtime der Spielzeit 2025/26. Schon zu Beginn der Saison wurde mit wettbewerbsübergreifend 16 Siegen in Serie ein neuer Rekord für die europäischen Topligen aufgestellt. Mittlerweile lautet die Gesamtbilanz aus 45 Pflichtspielen: 39 Siege, 4 Unentschieden, 2 Niederlagen – bei einem beeindruckenden Torverhältnis von 153:44.
Die meisten Topteams wie Paris Saint-Germain, Real Madrid und der FC Arsenal haben in diesem Zeitraum insgesamt gerade einmal die 100-Tore-Marke geknackt. Einzig der FC Barcelona kommt mit 131:56 Toren aus 49 Partien ansatzweise in den Bereich des deutschen Rekordmeisters.
Entscheidende Phase für den FC Bayern steht an
In der Bundesliga wurde beim 5:0-Kantersieg beim FC St. Pauli bereits nach 29 Spieltagen der legendäre Torrekord von Gerd Müller, Franz Beckenbauer & Co. aus der Spielzeit 1971/72 klar überboten. Rechnet man die 105 Treffer auf 34 Spieltage hoch, sind selbst die europäischen Rekorde von Real Madrid (121 Tore in 38 Spielen in der Saison 2011/12) und dem AC Turin (125 Tore, 40 Spiele, Saison 1947/48) in akuter Gefahr.
Trotz komplizierter Auslosungen sind auch die nationalen wie internationalen Pokalbilanzen des FCB überragend: 15 Siege in 16 Partien – einzig in der Ligaphase der Champions League wurde die Auswärtspartie im November beim FC Arsenal mit 1:3 verloren.
Jüngste Schiri-Skandale überschatten legendäre Duelle des FC Bayern mit Real Madrid
Nun geht es in die alles entscheidenden sieben Wochen der Vereinssaison: Mit dem CL-Rückspiel gegen Real Madrid, der BL-Spitzenpartie gegen den VfB Stuttgart und dem Pokal-Halbfinale bei Bayer Leverkusen könnten die Aufgaben von Vincent Kompanys Bayern in den nächsten acht Tagen kaum schwieriger sein. Dennoch wird die Mannschaft jedes Match mit dem unbedingten Willen angehen, dieses als Sieger zu beenden. Dabei würde bereits ein Unentschieden gegen die Königlichen den sicheren CL-Halbfinaleinzug und eines gegen den VfB den möglichen 35. deutschen Meistertitel bedeuten.
Die Pokal-Auswärtspartie in Leverkusen inmitten von schwierigen internationalen Herausforderungen stellt alles andere als einen Selbstläufer dar, dennoch stehen die Chancen auf das erste FCB-Double seit 2020 (4:2-Pokal-Finalsieg über Bayer) ziemlich gut. Das große Ziel an der Säbener Straße dürfte aber der siebte Königsklassen-Triumph der Vereinsgeschichte sein. Die Konkurrenz dort ist hervorragend – wenn es aber um die aktuelle Form geht, muss sich der Rekordmeister vor keinem Team verstecken, ganz im Gegenteil.
Vor dem harten Saisonfinale: Kein Team besser als der FC Bayern gerüstet
Von den CL-Viertelfinalisten hat einzig noch der FC Bayern Triple-Ambitionen. Der FC Arsenal, lange Zeit als Topfavorit auf seinen ersten Königsklassen-Triumph gehandelt, schwächelt in der Endphase der Saison dagegen auffallend. Nach den Hinspielen deutet dennoch viel auf die Halbfinal-Duelle Arsenal gegen Atlético Madrid und FCB gegen PSG hin – auch wenn vor allem dem FC Barcelona und selbstverständlich auch Real Madrid noch Comeback-Chancen eingeräumt werden müssen.
So könnte es sein, dass der FC Bayern im Falle eines Weiterkommens gegen Real – Karl-Heinz Rummenigge möge den Optimismus verzeihen – im Halbfinale schon auf den derzeit wohl gefährlichsten Gegner PSG treffen wird. Der Titelverteidiger spielt zwar insgesamt keine überragende Saison und hat in der Ligaphase zu Hause mit 1:2 gegen die Münchner verloren, scheint aber zur Crunchtime erneut seine Topform zu finden. Die Formkurve der Londoner zeigt dagegen nach unten und Atlético Madrid bleibt trotz eines möglichen Durchsetzens gegen den favorisierten Ligakonkurrenten Barcelona krasser Außenseiter im Wettbewerb.
Den Reiz des Fußballs macht es aber auch aus, dass nicht immer der Bessere, der Beste gewinnt. Betrachtet man die bisherige Saison-Gesamtleistung, hätten Vincent Kompanys Bayern das Triple gewiss verdient – dafür müssen sie nun aber in den Pokalwettbewerben ihre beständig exzellenten Leistungen bestätigen. Wenn der aktuelle „Hype“ am Ende zu drei Titeln führt, würde es ganz gewiss auch den ehemaligen FCB-CEO Rummenigge freuen. Der kann sich aber selbst für den Fall, dass es nicht (ganz) reichen sollte, sicher sein, dass zu viel Euphorie im Team nicht der Grund sein wird. Der aktuelle Coach würde eine solche im Keim ersticken.