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Champagner steht nach BVB-Patzer bereit

So wird der FC Bayern am Sonntag gegen Stuttgart vorzeitig Deutscher Meister

Der FC Bayern steht kurz vor der nächsten Meisterschaft. Am Sonntag gegen den VfB Stuttgart genügt den Münchnern sogar nur ein Unentschieden.

Update vom 18. April, 17.45 Uhr: Der FC Bayern kann am Sonntag (17.30 Uhr) mit einem Punktgewinn beim VfB Stuttgart Deutscher Meister werden! Das steht nach der Last-Minute-Niederlage (1:2) von Borussia Dortmund gegen die TSG Hoffenheim fest. Die Münchner liegen in der Tabelle zwölf Punkte vor dem BVB. Mit einem Sieg oder Unentschieden gegen Stuttgart wären sie bei dann vier verbleibenden Spielen nicht mehr vom ersten Platz der Bundesliga zu verdrängen.

Erstmeldung vom 11. April, 22.15 Uhr: Der FC Bayern sprintet unaufhaltsam dem nächsten Meistertitel entgegen. Aufgrund der Dortmunder Niederlage gegen Leverkusen (0:1) und dem eigenen 5:0 gegen den FC St. Pauli ist der Bundesliga-Vorsprung auf zwölf Punkte angewachsen. Möglicherweise feiern die Roten bereits am kommenden Sonntag die Titelverteidigung. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Der Meistertitel ist nur noch eine Frage der Zeit.

Obwohl erst 29 Runden gespielt sind, haben die Bayern schon jetzt einen historischen Rekord pulverisiert – natürlich ihren eigenen. Durch den Fünferpack von Hamburg hat die Mannschaft von Vincent Kompany das Tor-Konto auf 105 nach oben geschraubt. Die bisherige Bestmarke lag bei 101 Treffern – und noch sind ja fünf Begegnungen zu absolvieren. Leon Goretzka, der Treffer Nummer 102 erzielte, wusste gar nicht, dass er Geschichte geschrieben hatte.

Wie wird der FC Bayern am Sonntag Meister?

Am Samstag, den 18. April, spielt Borussia Dortmund bei der TSG 1899 Hoffenheim. Sollte der BVB verlieren, wäre alles angerichtet für eine heimische Titelparty. Die Roten nämlich sind erst einen Tag später an der Reihe, empfangen in der Allianz Arena den VfB Stuttgart zum Südschlager. Schon ein Remis würde reichen und der Titel wäre der Kompany-Elf nicht mehr zu nehmen.

Aufgrund des phänomenalen Torverhältnisses von 105:27 (+78) ist allerdings klar: Sollte der Vorsprung nach Spieltag Nummer 30 bei zwölf Punkten bleiben, kann eigentlich auch schon der Champagner geköpft werden. Sicher ist die Meisterschaft offiziell aber eben erst dann, wenn auch in der Theorie keine wilden Sensationen mehr passieren können.

Musiala und Goretzka stechen heraus: Bayern zaubern sich zum Tor-Rekord – die Einzelkritik

Manuel Neuer: Wurde lange nicht gefordert und lenkte dann einen strammen Schuss von Leverkusens Tella stark am Tor vorbei (52.). War da, wenn man ihn brauchte. Note: 2
Sollte seine Galaform aus dem Madrid-Spiel konservieren und lief daher auch gegen St. Pauli auf, anstatt geschont zu werden. Allein: Der Torwart bekam kaum Möglichkeiten sich auszuzeichnen und erlebte einen ruhigen Nachmittag – was dem FC Bayern ebenfalls recht sein dürfte. Wenn Neuer gefordert wurde, hielt er aber souverän. Note: 2 © IMAGO/Jerry Andre
Konrad Laimer: Hatte auf der linken Seite viel Offensivdrang. Defensiv zudem tadellos. Note: 2
Bereitete den Führungstreffer mit einer präzisen Flanke auf den einlaufenden Musiala vor. Zeigte auch darüber hinaus eine ansprechende Leistung mit viel Offensivdrang. Note: 2  © IMAGO/Ulrik Pedersen/DeFodi Images
02.08.2025, Fussball Testspiel,  FC Bayern - Olympique Lyon
Verhinderte mit einem überragenden Block den Ausgleich der Hamburger (29. Minute). Nutzte zudem sein Tempo, um mögliche Konter abzulaufen. Note: 1 © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.
Hiroki Ito: Ohne Einsatz im Kader.
Lief anstelle von Jonathan Tah im Abwehrzentrum auf und hatte keine Probleme mit den Hamburger Stürmern. Musste später aber mit Wadenproblemen ausgewechselt werden. Note: 3 © DeFodi/Imago
GER, FC Bayern Muenchen vs. Tottenham Hotspur, Fussball, Telekom Cup, Testspiel, Saison 2025/2026, 07.08.2025
Musste oder durfte (das ist aktuell noch Interpretationssache) wieder auf der linken Abwehrseite ran. Verteidigte dabei konzentriert und hielt seine Seite dicht. Note: 2 © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jenni Maul
Joshua Kimmich: Verteilte die Bälle im Mittelfeld und hielt außerdem das Zentrum vor der Abwehr dicht. Note: 2
Organisierte das Offensivspiel mit präzisen Seitenverlagerungen und hielt das Zentrum dicht. Bereitete zudem Bayerns Jubiläumstreffer per Freistoßflanke vor. Note: 1 © IMAGO/Noah Wedel
VfB Stuttgart - FC Bayern München
Der Sechser sorgte mit seinem Tor zum 2:0 für Geschichte und erzielte den 102. Treffer in dieser Saison – eine neue Bestmarke in der langen Bundesligahistorie. Goretzka legte zudem das 3:0 durch Olise auf und glänzte wie zu besten Zeiten mit viel Offensivdrang. Note: 1 © IMAGO/Noah Wedel
Michael Olise: Zog immer wieder in die Mitte und suchte den Abschluss, war dabei aber oft zu eigensinnig. Blieb dadurch ineffektiver als zuletzt. Note: 4
Der Flügelstürmer wurde häufig gefoult und in der Folge in viele Nickligkeiten verwickelt. Olise lieferte darauf eigentlich die perfekte Antwort auf dem Platz und traf mit einem Schlenzer zum 3:0 – und jubelte daraufhin provokant vor den Heimfans. Wurde kurz darauf ausgewechselt, um weitere Streitigkeiten zu vermeiden und bekam bei seinem Abgang vom Platz ein gellendes Pfeifkonzert, was ihm offensichtlich egal war. Note: 2 © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
CALCIO
Lief auf der Zehn auf und ließ sich von da immer wieder fallen, um Freiräume in seinem Rücken zu kreieren. Zeigte eine fleißige Leistung und traf nach eigenem Ballgewinn zum 5:0. Note: 2 © IMAGO/STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL
Jamal Musiala: Glänzte mit viel Spielfreude im Offensivzentrum, ließ sich immer wieder fallen und dribbelte von dort Löcher in Leverkusens Abwehr. Legte den Ball beim 1:0 präzise zurück, sodass Kane freistehend einschieben konnte. Bester Münchner Angreifer. Note: 1
Weil Musiala immer noch nicht ganz auf seinem alten Level angekommen ist, sollte er in Hamburg weitere Spielpraxis sammeln. Dabei erinnerte er aber enorm an den Musiala vor der Verletzung: Er forderte Bälle, dribbelte durch die Abwehrreihen und: stellte mit seinem Treffer zum 1:0 den Torrekord aus der Saison 1971/72 ein. Dabei traf der Spielmacher, der an diesem Nachmittag über die linke Seite kam, per Kopf und bekam von seinen Mitspielern liebevolle Tätscher auf den Schädel. Bereitete zudem das 4:0 vor und zeigte eine überragende Leistung. Note: 1 © IMAGO/David Klein
Nicolas Jackson: Ohne Einsatz im Kader.
Vertrat Harry Kane im Sturmzentrum und war an vielen Aktionen beteiligt. Dabei deutete Jackson immer wieder sein Potenzial an und belohnte sich für seine engagierte Leistung mit dem Treffer zum 4:0. Note: 2 © IMAGO/Ulrich Wagner
Alphonso Davies: Ohne Einsatz im Kader.
Kam in der 59. Minute für Joshua Kimmich. Keine Bewertung. © IMAGO/JOERAN STEINSIEK
Josip Stanisic: Hinterlief immer wieder Olise und schaffte so zusätzliche Anspielstationen. Blieb defensiv konzentriert. Note: 3
Jospi Stanisic: Kam in der 59. Minute für Konrad Laimer. Keine Bewertung. © IMAGO/STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL
Jonathan Tah: Entschied die wichtigen Duelle für sich und hielt Leverkusens Stürmer souverän in Schach. Note: 3
Jonathan Tah: Kam in der 67. Minute für Hiroki Ito. Keine Bewertung. © IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER
Bara Sapoko Ndiaye feierte sein Profi-Debüt. Ohne Bewertung.
Bara Sapoko Ndiaye feierte sein Profi-Debüt. Ohne Bewertung. © IMAGO/Mladen Lackovic
Luis Diaz: War zwar offiziell nicht am Führungstor beteiligt und hatte mit einem genialen Moment doch großen Anteil: Diaz ließ die Flanke gedankenschnell durch seine Beine und bewies damit seine Extraklasse. Ansonsten einer der Aktivposten im Angriff, ihm gelang das erlösende 2:0 in der Nachspielzeit. Note: 1
Luis Diaz: Kam in der 59. Minute für Michael Olise. Keine Bewertung. © IMAGO/Noah Wedel
Harry Kane: Scheiterte in der Anfangsphase noch per Lupfer, markierte dann aber nach 22 Minuten das wichtige 1:0 und schloss trocken ab. Hatte vor und nach der Pause sogar noch Chancen aufs 2:0, die er jedoch ausließ. Darüber hinaus fungierte Kane aber als wichtiger Taktgeber in der Offensive, weil er seine Stürmerrolle gewohnt mitspielend interpretierte. Note: 2
Harry Kane: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank
VfB Stuttgart - FC Bayern München
Jonas Urbig: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Revierfoto
Aleksandar Pavlovic: Schaltete sich häufig nach vorn ein und überzeugte mit Offensivläufen in den gegnerischen Strafraum. Note: 3
Aleksandar Pavlović: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Allstar Picture Library Ltd
Dayot Upamecano: Ließ zu Beginn die Chance aufs 1:0 liegen, verteidigte dafür fehlerfrei und gewann mit seinen aggressiven Tacklings zahlreiche Bälle. Note: 2
Dayot Upamecano: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Markus Fischer
Fussball Supercup Saison 2025/2026 VfB Stuttgart - FC Bayern Muenchen
Serge Gnabry: Nicht im Kader. © IMAGO/Markus Ulmer
Leon Klanac: Ohne Einsatz im Kader.
Leon Klanac: Nicht im Kader. © IMAGO/Mladen Lackovic
Wisdom Mike: Ohne Einsatz im Kader.
Wisdom Mike: Nicht im Kader. © IMAGO/Markus Ulmer
Franz-Beckenbauer-Supercup 2025, VfB Stuttgart - FC Bayern München; 16.08.2025
Sven Ulreich: Nicht im Kader. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg
Lennart Karl: Einwechslung in der 68. Minute, feierte somit sein Bundesligadebüt – ohne Bewertung.
Lennart Karl: Nicht im Kader. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jenni Maul

Gewinnt Borussia Dortmund am Samstag also das Auswärtsspiel gegen Hoffenheim, fällt die gemeinsame Titelfeier mit den Fans in München-Fröttmaning noch sehr verhalten aus – wenn der FCB sich den Sieg überhaupt sichern kann. Aufgrund des Viertelfinal-Rückspiels in der Champions League gegen Real Madrid am 15. April nämlich gilt es, mit den Kräften zu haushalten. Falls die auf einer Erfolgswelle schwimmenden Superstars überhaupt einen Gang zurückschalten können. (is)

Rubriklistenbild: © Imago / Oliver Ruhnke

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