Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

„Skandalspiel“

„Das ist Betrug“: Bayern-Fans rasten nach zwei aberkannten Toren in Leverkusen aus

Der FC Bayern erlebt bei Bayer 04 Leverkusen eine erste Halbzeit zum Vergessen. Gleich zweimal korrigiert der VAR eine Entscheidung des Rekordmeisters. Die Fans sind entsprechend sauer.

Nur wenige Tage nach dem Gala-Auftritt in der Champions League bei Atalanta Bergamo erlebt der FC Bayern bei Bayer 04 Leverkusen einen turbulenten Nachmittag. Nach dem frühen Rückstand erhitzen vor allem die Schiedsrichter-Entscheidungen die Gemüter der Fans. So greift der Video Assistant Referee gleich dreimal ein, dreimal zuungunsten des Rekordmeisters. „Skandalspiel“, titelte ein User auf X.

Christian Dingert (Mitte) zog den Frust des FC Bayern auf sich

Den ersten lautstarken Protest gab es beim vermeintlichen Ausgleich der Münchner in der 26. Minute. Nach einem Freistoß von Joshua Kimmich verlängerte Ernest Poku per Kopf unglücklich zu Jonathan Tah. Dort sprang der Ball dem Ex-Leverkusener erst an die angelegte Hand, von dort an den Fuß und dann ins Tor. Während der Treffer zunächst zählte, meldete sich der VAR. Nach Ansicht der Kamerabilder nahm Schiedsrichter Christian Dingert den Ausgleich zurück.

Tah-Tor aberkannt: FCB-Fans reagieren mit Unverständnis auf Handspiel

Diese Entscheidung sorgte auf X für einen Sturm der Entrüstung. „WO SOLL ER DENN MIT DER HAND HIN?“, fragte sich ein User. Mit dieser Einschätzung war er beileibe nicht alleine, einige fragten sich gar, ob man sich zukünftig nicht den Arm abhacken muss, wenn so etwas abgepiffen wird. „Wenn ein angelegter Arm jetzt Handspiel ist, können wir es auch lassen mit der Regel“, monierte ein Nutzer.

In der Kritik stand aber auch die Regel, dass diese Form des Handspiels nur dann zählt, wenn im Anschluss ein Tor erzielt wird. „Ist halt ne dumme Regel. Entweder beides OK oder beides nicht“, kommentierte einer. Ein anderer FCB-Fan hatte derweil eine andere Vermutung: „Die Handregel wird gegen Bayern immer neu ausgelegt, je nachdem, ob mit der Hand ein Tor gegen oder für Bayern fällt.“

Einser und Fünfer bei Platzverweis-Drama: Die Bayernstars in der Einzelkritik gegen Leverkusen

Franz-Beckenbauer-Supercup 2025, VfB Stuttgart - FC Bayern München; 16.08.2025
Sven Ulreich: Stand zum ersten Mal seit September 2024 im Tor der Bayern und ersetzte die verletzten Manuel Neuer und Jonas Urbig. Musste früh hinter sich greifen und hatte dabei Pech, weil der Schuss vor dem 0:1 noch unhaltbar abgefälscht wurde. Erledigte seinen Job ansonsten ordentlich und verhinderte mit mehreren starken Paraden einen möglichen höheren Rückstand. Zeigte besonders hintenraus eine überragende Leistung und bewies, dass die Bayern auf ihn zählen können. Note: 1 © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg
Josip Stanisic: Hinterlief immer wieder Olise und schaffte so zusätzliche Anspielstationen. Blieb defensiv konzentriert. Note: 3
Josip Stanisic: Stemmte sich stark gegen den Leverkusener Sturmlauf und verteidigte gewohnt aggressiv. Unterstrich seinen wert kurz vor der Pause, als er Bayer-Stürmer Tillman den Ball kurz vor dem Abschluss klaute. Bester Mann in der Viererkette. Note: 2 © IMAGO/STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL
Dayot Upamecano: Ließ zu Beginn die Chance aufs 1:0 liegen, verteidigte dafür fehlerfrei und gewann mit seinen aggressiven Tacklings zahlreiche Bälle. Note: 2
Dayot Upamecano: War mit seinem Tempo gegen Bayers schnelle Angreifer gefordert, entschied seine Zweikämpfe weitestgehend für sich. Note: 3 © IMAGO/Markus Fischer
Jonathan Tah: Entschied die wichtigen Duelle für sich und hielt Leverkusens Stürmer souverän in Schach. Note: 3
Jonathan Tah: Hatte in der ersten Hälfte doppelt Pech: Zunächst fälschte Tah den Schuss beim Leverkusener Führungstreffer unhaltbar ab, danach wurde sein vermeintlicher Ausgleich wegen eines Handspiels zurückgepfiffen. Hatte die gesamte Partie über immer wieder Probleme mit Bayers starkem Stürmer Schick. Note: 4 © IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER
Konrad Laimer: Hatte auf der linken Seite viel Offensivdrang. Defensiv zudem tadellos. Note: 2
Konrad Laimer: Musste die linke Seite quasi alleine beackern, weil Diaz nach Jacksons Roter Karte vermehrt ins Zentrum rückte. Dadurch hatte für Laimer vor allem die Defensive im Blick und konzentrierte sich darauf, seine Seite dicht zu halten. Note: 3 © IMAGO/Ulrik Pedersen/DeFodi Images
Joshua Kimmich: Verteilte die Bälle im Mittelfeld und hielt außerdem das Zentrum vor der Abwehr dicht. Note: 2
Joshua Kimmich: Ging als Mittelfeldchef voran und kämpfte um jeden Ball. Hatte jedoch im Verbund mit Pavlovic und Goretzka in beiden Hälften Probleme, das Zentrum zu kontrollieren. Note: 3 © IMAGO/Noah Wedel
Aleksandar Pavlovic: Schaltete sich häufig nach vorn ein und überzeugte mit Offensivläufen in den gegnerischen Strafraum. Note: 3
Aleksandar Pavlovic: War vor allem in der Defensive gefordert, versuchte das Spiel im eigenen Ballbesitz zu beruhigen. Dadurch mit weniger Offensivdrang als gewohnt. Note: 3 © IMAGO/Allstar Picture Library Ltd
Michael Olise: Zog immer wieder in die Mitte und suchte den Abschluss, war dabei aber oft zu eigensinnig. Blieb dadurch ineffektiver als zuletzt. Note: 4
Michael Olise: Ließ seine Klasse im Eins-gegen-Eins immer wieder aufblitzen, hatte insgesamt aber weniger Offensivaktionen als bei seinen Gala-Auftritten zuletzt. Bereitete den Ausgleich durch Diaz stark vor und war fast immer beteiligt, wenn es gefährlich wurde. Note: 2 © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Luis Diaz: War zwar offiziell nicht am Führungstor beteiligt und hatte mit einem genialen Moment doch großen Anteil: Diaz ließ die Flanke gedankenschnell durch seine Beine und bewies damit seine Extraklasse. Ansonsten einer der Aktivposten im Angriff, ihm gelang das erlösende 2:0 in der Nachspielzeit. Note: 1
Luis Diaz: Erlebte in Leverkusen eine Achterbahnfahrt: Diaz verlor den Ball vor dem 0:1 zu leichtfertig und setzte dann nicht hinterher, weil er auf einen Pfiff von Schiri Christian Dingert hoffte. Der blieb jedoch zurecht aus – und die Münchner fingen sich im Konter das Gegentor. Danach fiel der Kolumbianer mit vielen Unkonzentriertheiten auf, bei der bis dahin besten Chance für den Ausgleich schoss er sich außerdem ans eigene Standbein und von dort über das Tor (53. Minute). Dann traf Diaz nach einem starken Konter doch noch zum wichtigen 1:1 (69.) – und flog 15 Minuten später mit einer Gelb-Roten-Karte nach Schwalbe vom Platz. Note: 4 © IMAGO/Noah Wedel
Lennart Karl: Einwechslung in der 68. Minute, feierte somit sein Bundesligadebüt – ohne Bewertung.
Lennart Karl: War bemüht, sich für mehr Spielzeit als in den vergangenen Wochen zu empfehlen und suchte immer wieder das Dribbling. Kam dabei aber nicht entscheidend durch. Note: 3 © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jenni Maul
Nicolas Jackson: Ohne Einsatz im Kader.
Nicolas Jackson: Erlebte einen rabenschwarzen Tag und foulte Leverkusens Terrier derart heftig, dass der Videoschiedsrichter eingriff und Jackson schlussendlich vom Platz gestellt wurde. Der Ersatzstürmer schadete so seinem Team enorm, das fortan zu zehnt und später sogar zu neunt auskommen musste. Note: 5 © IMAGO/Ulrich Wagner
Harry Kane: Scheiterte in der Anfangsphase noch per Lupfer, markierte dann aber nach 22 Minuten das wichtige 1:0 und schloss trocken ab. Hatte vor und nach der Pause sogar noch Chancen aufs 2:0, die er jedoch ausließ. Darüber hinaus fungierte Kane aber als wichtiger Taktgeber in der Offensive, weil er seine Stürmerrolle gewohnt mitspielend interpretierte. Note: 2
Ab 60. Harry Kane: Traf zum vermeintlichen Ausgleich, war beim Ballgewinn vor der Torerzielung aber mit der Hand am Spielgerät. Ohne Bewertung.  © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank
02.08.2025, Fussball Testspiel, FC Bayern - Olympique Lyon
Ab 87. Minjae Kim: Ohne Bewertung. © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.
VfB Stuttgart - FC Bayern München
Ab 60: Leon Goretzka: Kam für Pavlovic in die Partie, blieb aber unauffällig. Ohne Bewertung.  © IMAGO/Noah Wedel
Fussball Supercup Saison 2025/2026 VfB Stuttgart - FC Bayern Muenchen
Serge Gnabry: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Markus Ulmer
CALCIO
Raphaël Guerreiro: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL
Leonard Prescott
imago1074218159.jpg © IMAGO/DeFodi.de
GER, FC Bayern Muenchen vs. Tottenham Hotspur, Fussball, Telekom Cup, Testspiel, Saison 2025/2026, 07.08.2025
Tom Bischof: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jenni Maul
Deniz Ofli
Deniz Ofli: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Sven Leifer
Jamal Musiala: Glänzte mit viel Spielfreude im Offensivzentrum, ließ sich immer wieder fallen und dribbelte von dort Löcher in Leverkusens Abwehr. Legte den Ball beim 1:0 präzise zurück, sodass Kane freistehend einschieben konnte. Bester Münchner Angreifer. Note: 1
Jamal Musiala: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/David Klein
Maycon Cardozo
Maycon Cardozo: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/DeFodi.de
Wisdom Mike: Ohne Einsatz im Kader.
Wisdom Mike: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Markus Ulmer
Alphonso Davies: Ohne Einsatz im Kader.
Alphonso Davies: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/JOERAN STEINSIEK
Leon Klanac: Ohne Einsatz im Kader.
Leon Klanac: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Mladen Lackovic
Hiroki Ito: Ohne Einsatz im Kader.
Hiroki Ito: Ohne Einsatz im Kader. © DeFodi/Imago

Auch die Rote Karte gegen Nicolas Jackson kurz vor der Pause erregte bei den Fans die Gemüter. Der Stürmer, der erneut den Vorzug vor dem angeschlagenen Harry Kane bekommen hatte, trat auf Höhe der Mittellinie Martin Terrier auf den Knöchel. Zunächst erhielt Jackson nur eine Verwarnung, nach dem Eingriff des VAR gab es dann jedoch den Platzverweis.

„Er rutscht weg und natürlich Rot, aber gegen Stani war es natürlich keine“, meint ein User und spielt damit auf eine Szene von vor zwei Wochen an. Im Duell gegen Borussia Dortmund kassierte Nico Schlotterbeck für ein ähnliches Foul gegen Josip Stanisic nur die Gelbe Karte. „Schlotterbeck lacht sich tot, wenn er diese Rote Karte sieht“, ist sich ein User sicher.

„Immerhin halten sich die Schiedsrichter genau dann an die Regeln, wenn man sie gegen den FCB einsetzen kann“, kommentiert ein User mit Galgenhumor die Entscheidung. Ein anderer User wünscht sich dagegen, den in der Fanszene viel kritisierten Sven Jablonski als VAR: „Seiner Logik nach gibt man in der 1. HZ ja kein Rot, um nicht schon so früh das Spiel zu killen.“

Kane-Tor abgepfiffen: Fan-Wut auf Dingert geht weiter

Kritik gibt es aber auch an dem betroffenen FCB-Spieler. „Jackson, bitte geh und komm nie wieder. Hoffentlich war es sein letztes Spiel“, poltert ein X-User. Vielfach stempeln ihn die Fans auch nicht zuletzt wegen dieser Aktion als Fehleinkauf ab, einer sprach gar vom schlechtesten Transfer der Klubgeschichte. „Aus seiner Sicht, hat sich sein Wechsel nach München nicht gelohnt“, bilanziert ein anderer.

Doch auch nach der Pause setzte sich die Kritik am Schiedsrichter fort. In der 61. Minute traf der eingewechselte Harry Kane zum vermeintlichen Ausgleich. Allerdings griff wieder der Videoassistent ein, erneut korrigierte Dingert seine Entscheidung. Den Befreiungsschlag von Bayer-Keeper Janis Blaswich, der an den angelegten Arm von Kane kam und dann bei Luis Diaz landete, der den Engländer mustergültig bediente, wertete er als Handspiel.

„Beide aberkannten Tore zeigen, wie die Fußballregeln den Fußball hassen“, kommentierte ein User, ein anderer ergänzte: „Diese Entscheidungen sind der Tod des Fußballs!“ Während die Kritik an Dingert immer heftiger wurde und ihm gar Betrug unterstellt wurde, fand ein Nutzer nüchternere Worte: „Bei beiden Toren kann der Arm nicht näher am Körper sein, als er ist. Wie soll ein Stürmer denn in so einer Situation reagieren, damit es kein strafbares Handspiel ist?“

Auch die Gelb-Rote Karte gegen Luis Diaz in der 81. Minute konnten die Münchner Fans in keinster Form nachvollziehen. Der Offensivspieler erhielt für eine vermeintliche Schwalbe seine zweite Gelbe Karte und musste somit vom Platz. „Das ist einfach lächerlich“, befand ein User. „Das grenzt an Betrug“, behauptete ein anderer.

Abschließend meinte ein Nutzer: „Diese Schiri-Leistung darf keinem gefallen, egal ob man Bayern mag oder nicht.“ Immerhin konnte sich der FC Bayern trotz dieser umstrittenen Entscheidungen einen Punkt sichern, da Luis Diaz zum Ausgleich getroffen hatte, und somit den Vorsprung auf den zweiten Platz verteidigen.

Rubriklistenbild: © osnapix / Marcus Hirnschal/IMAGO

Kommentare