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Pay-for-Performance

Eintracht Frankfurt in der Zwickmühle – Gehälter im Fokus

Eintracht Frankfurt spielt erneut in der Champions League. Doch die Gehaltsstruktur könnte den Aufstieg in die Top Vier erschweren. Wie geht es weiter?

Frankfurt – Eintracht Frankfurt steckt strategisch in der Zwickmühle: Die Hessen haben sich seit rund acht Jahren so aufgestellt, dass es ihnen gelingt, regelmäßig im Europacup zu spielen. In dieser Saison nehmen sie allerdings erst zum zweiten Mal an der Champions League teil. Der Sprung zu einem etablierten Top-Vier-Klub wirkt auf den ersten Blick nicht weit, doch gibt es ein bedeutendes Hindernis.

Eintracht Frankfurt stellt mittlerweile auch zahlreiche Nationalspieler: Koch, Theate, Burkardt.

Im deutschen und europäischen Top-Fußball ist es üblich, dass die Spieler hohe Grundgehälter erhalten – und die zusätzlichen Prämien sich auch sehen lassen können. Eintracht Frankfurt ist dagegen eher als ein Klub einzuordnen, der seinen Spieler eher Grundgehälter unter dem üblichen Tarif anbietet, dafür aber sehr beachtliche Prämien zahlt.

Vor 25 Jahren kämpfte die Eintracht um ihr finanzielles Überleben

Warum das so ist, hat zwei Gründe. Vor 25 Jahren kämpfte die Eintracht mal wieder um das finanzielle Überleben. Seitdem haben jedoch alle Frankfurter Klub-Bosse darauf gesetzt, vernünftig zu haushalten. Das beginnt beim größten Posten, den Spielergehältern. Hinzu kommt die langjährige Strategie der Eintracht, Talente und vermeintliche No-Names zu verpflichten, die dann nach wenigen Jahren teuer verkauft werden.

Die Talente können natürlich eher mit dem Pay-for-Performance-System gelockt werden. Spitzenklubs setzen wiederum zum Großteil auf arrivierte Stars, um das sportliche Niveau konstant oben zu halten. Die Stars wollen dabei auch beim Grundgehalt ihr Standing erkennen. Um es in konkreten Zahlen auszudrücken:

Führende Klubs in Deutschland wie der FC Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig oder Bayer 04 Leverkusen fangen oftmals mit den Spielergehältern erst bei fünf Millionen Euro an, sie gehen häufig Richtung zehn Millionen Euro und mehr. Bei der Eintracht gibt es dagegen noch zahlreiche Spieler, die sich mit einem Grundgehalt von drei Millionen Euro begnügen müssen.

Aber: Die Eintracht hat dennoch einen der höchsten Personaletats in der Bundesliga (Platz fünf), was offensichtlich an den guten Leistungen der Mannschaft und den dann auszuzahlenden Prämien liegt. Nur: Um sich eben in den Top Vier zu etablieren, ist es derzeit üblich, hohe Grundgehälter zu zahlen. Fragen, die sich deshalb stellen:

Schafft die Eintracht dennoch den Sprung in die Top Vier mit den üblichen Bezahl-Anreizen? Oder muss der Verein mehr finanziellen Mut zeigen, um etablierte Stars zu verpflichten? Dieses Thema wird sicherlich die Eintracht-Vorstände um Markus Krösche, Axel Hellmann, Philipp Reschke und Julien Zamberk die kommenden Jahre noch beschäftigen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/HMB Media/Claus

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