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Kurz vor dem Derby gegen 1860 Rosenheim

Paukenschlag beim TSV Kastl: Trainer Harry Mayer hört „nach zwei überragenden Jahren“ auf

FC Unterföhring gegen TSV Kastl
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Für Harry Mayer endet nach zwei Jahren an der Seitenlinie die Tätigkeit beim TSV Kastl.

Kurz vor dem Landesliga-Derby gegen den TSV 1860 Rosenheim gibt es beim TSV Kastl einen Paukenschlag: Erfolgstrainer Harry Mayer hört nach zwei Jahren auf.

Kastl – Beim TSV Kastl geht eine kleine Ära zu Ende – und das mitten in einer entscheidenden Phase der Saison. Am Donnerstagabend (5. März) machte der Fußball-Landesligist öffentlich, was intern bereits zuvor kommuniziert worden war: Trainer Harry Mayer wird den Verein nach der laufenden Spielzeit verlassen. Die Entscheidung sei gemeinsam getroffen worden, wie der Klub in einer Mitteilung erklärte. Kurz vor der Bekanntgabe wurde die Mannschaft informiert.

Der Zeitpunkt wirkt bemerkenswert. Denn sportlich steht für die Kastler ein wichtiger Abschnitt bevor. Bereits am Samstag (7. März) um 14 Uhr empfängt der TSV zum Heimauftakt 2026 den TSV 1860 Rosenheim. Doch statt ausschließlich über Punkte, Tabellenplätze und taktische Feinheiten zu sprechen, sorgt nun eine Personalie für Gesprächsstoff.

Kastl mit Paukenschlag: Landesliga-Trainer Harry Mayer hört auf

Der Verein formulierte den Abschied betont sachlich und respektvoll. Man habe sich „in gegenseitigem Einvernehmen“ darauf verständigt, die Zusammenarbeit zum Sommer zu beenden. Mayer hatte das Team im Sommer 2024 übernommen – damals in einer schwierigen sportlichen Lage. Seitdem habe er die Mannschaft „mit großem Engagement und viel Einsatz hervorragend geleitet“, heißt es in der offiziellen Erklärung des Vereins. Der TSV Kastl sei ihm für seine Arbeit, seine Verlässlichkeit und seinen Einsatz sehr dankbar.

Gleichzeitig sieht der Klub in der Trennung auch eine Chance für einen neuen Abschnitt. Mit Blick auf die Zukunft eröffne die Entscheidung sowohl dem Verein als auch dem Trainer neue Möglichkeiten. Kastl könne sportlich neue Impulse setzen und mit frischen Ideen weiterarbeiten. Mayer wiederum erhalte die Gelegenheit, sich persönlich und sportlich weiterzuentwickeln. Bis dahin gilt jedoch: volle Konzentration auf die Gegenwart. Laut Verein wolle man die verbleibende Saison gemeinsam mit maximalem Einsatz bestreiten. Ziel sei es, die laufende Spielzeit so erfolgreich wie möglich zu Ende zu bringen.

Auch Mayer, der aus Prien am Chiemsee stammt, spricht offen über seine Beweggründe. Gegenüber beinschuss.de erklärte er, dass der Entschluss in mehreren sehr offenen Gesprächen gereift sei. Am Ende habe man sich gemeinsam zu diesem Schritt entschlossen. Ein Geheimnis sei es zudem nie gewesen, dass er in naher Zukunft den nächsten Schritt gehen wolle. Rückblickend kann der Trainer auf eine bemerkenswerte Entwicklung verweisen. Als Mayer das Amt übernahm, stand der TSV Kastl noch auf Rang 17. Am Ende der Saison sprang ein sensationeller neunter Platz heraus.

Harry Mayer gewann mit TSV Kastl den Sparkassenpokal in Rosenheim

Dazu kam ein weiterer Erfolg: der Gewinn des Sparkassenpokals in Rosenheim. Mindestens genauso wichtig war für Mayer jedoch die Entwicklung innerhalb der Mannschaft. In den vergangenen zwei Jahren wurde das Team kontinuierlich verjüngt, viele junge Spieler bekamen Verantwortung und entwickelten sich fußballerisch weiter. Genau darauf ist der Trainer besonders stolz.

Sein Blick richtet sich nun noch einmal auf das sportliche Ziel dieser Saison: den Klassenerhalt. Dieses Kapitel wolle er gemeinsam mit der Mannschaft möglichst positiv abschließen. Danach könne er auf zwei „überragende Jahre“ zurückblicken – nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Besonders die Begegnungen mit vielen Menschen rund um den Verein hebt Mayer hervor. Auch seinem möglichen Nachfolger hinterlässt er eine klare Botschaft: „Der nächste Trainer kann sich glücklich schätzen für diesen tollen Verein zu arbeiten.“ Der Verein verfüge über eine sehr gute sportliche Leitung und eine junge, intakte Mannschaft mit Perspektive.

Wie es für Mayer persönlich weitergeht, bleibt vorerst offen. Konkrete Pläne nennt er nicht. Wichtig sei ihm zunächst gewesen, die Situation zu klären und transparent zu kommunizieren. Nur eines steht fest: Die Lust auf Fußball ist groß. Eine längere Pause ist nicht geplant. Für den TSV Kastl beginnt damit bereits jetzt die Suche nach einem neuen Trainer – während auf dem Platz noch eine komplette Rückrunde gespielt werden muss. Der Abschied ist beschlossen. Doch vorher wollen beide Seiten noch einmal gemeinsam angreifen. Somit dreht sich das Trainer-Karussell in der Region immer weiter. (mck)

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