Es geht aber auch um den Toto-Pokal
SV Bruckmühl hat „Scheiße am Schuh“ – aber ist beim direkten Konkurrenten zum Punkten verdammt
Der SV Bruckmühl reist am Freitag (23. August) zum Kirchheimer SC, einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt in der Landesliga Südost. Es geht aber auch um den Toto-Pokal. Anstoß ist um 19.30 Uhr.
Bruckmühl – Bereits früh in der Saison steht für den SV Bruckmühl das nächste, vorsichtig formulierte, Kellerduell an. Die Auswärtspartie beim Kirchheimer SC am Freitagabend ist allerdings nicht nur eine richtungsweisende Begegnung, sondern zugleich auch ein TOTO Pokal-Spiel. Steht es in der Landesliga-Partie nach 90 Minuten Unentschieden, geht es direkt in das Elfmeterschießen, um den Teilnehmer an der nächsten Runde zu ermitteln.
Der SVB musste am vergangenen Samstag beim TuS Geretsried die vierte Niederlage im sechsten Pflichtspiel hinnehmen, konnte aus der knappen Pleite gegen das Spitzenteam allerdings durchaus etwas Selbstvertrauen mitnehmen. „Wir waren echt gut im Spiel. Schade, dass wir da nichts Zählbares geholt haben, weil da wirklich auch etwas drin gewesen wäre. Natürlich war Geretsried besser, aber wir hatten trotzdem unsere Chancen“, blickt Trainer Felix Scherer zurück.
Fußball-Landesliga Südost: SV Bruckmühl hat „Scheiße am Schuh“
Vor dem siebten Spieltag hat die Mannschaft rund um Kapitän Maximilian Biegel vier Punkte auf der Habenseite und liegt damit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Damit war allerdings bei den Verantwortlichen zu rechnen: „Wir haben von vornherein gewusst, dass es für uns ein schwieriges Jahr wird und dass wir um jeden Punkt kämpfen müssen, damit wir uns wieder an das rettende Ufer kämpfen“, erklärt Abteilungsleiter Michael Straßer.
Überraschend kommt dagegen, dass das Gastspiel beim Kirchheimer SC ein Kellerduell werden wird. Der KSC gehörte bei den Experten als Bayernliga-Absteiger sicher eher nicht zu den Abstiegskandidaten. Inzwischen ist für Straßer „die Tendenz zu erkennen, welche Mannschaften hinten mit dabei sein werden.“ Dazu zählt der Abteilungsleiter auch Kirchheim: „Deshalb ist es umso wichtiger, bei einem direkten Konkurrenten zu punkten“.
Dementsprechend gibt der Abteilungsleiter den dritten Punktgewinn in dieser Saison als klares Ziel aus: „Es ist immer besser, einen Punkt zu gewinnen als zu verlieren. Ein Sieg wäre natürlich umso schöner, aber da wird Kirchheim mit Sicherheit ein ernstes Wörtchen dagegen haben.“ Scherer schließt nahtlos daran an: „Es ist extrem wichtig, dass wir eine gute Performance abliefern, um Punkte zu bekommen“.
Die Begegnung gegen den Kirchheimer SC ist für den SVB der Beginn sehr wichtiger Wochen, obwohl die Saison noch lange ist. In den nächsten vier Spielen geht es ausschließlich gegen derzeitige direkte Konkurrenten im Abstiegskampf: „Es ist wichtig, dass wir da jetzt wieder in die Spur finden“, so Scherer. Der KSC startete nach dem sofortigen Wiederabstieg in die Landesliga denkbar schlecht. Mit erst fünf Punkten steht die Mannschaft aus dem Münchner Norden nur einen Punkt vor dem SV Bruckmühl und somit auf dem ersten Relegationsplatz. Vor der Spielzeit 2024/2025 musste der Sportclub unter anderem Toptorjäger Alessandro Cazorla zum TSV Grünwald ziehen lassen.
Absteiger Kirchheimer SC überraschend im Abstiegskampf
Trotzdem warnt Straßer, den KSC offensiv nicht zu unterschätzen: „Wir müssen wieder über die Kompaktheit, den Kampf und die Leidenschaft kommen. Das sind die Dinge, die uns seit Jahren auszeichnen. Wir dürfen nur wenig zulassen.“ Mit der defensiven Ordnung zeigt sich Scherer mittlerweile zufrieden: „Defensiv schaut es jetzt richtig gut aus. Da sind wir wirklich in einer guten Organisation“.
Sowohl Straßer als auch Scherer appellieren dementsprechend stattdessen vor allem an die eigene Sturmreihe: „Es gilt, die Chancen, die wir bekommen, zu verwerten. Es war bislang nie so, dass es an Chancen gemangelt hätte. Diese waren mit Sicherheit nicht im Überfluss vorhanden, aber diese gewisse Kaltschnäuzigkeit fehlt uns“, so der Abteilungsleiter.
SV Bruckmühl zum Punkten verdammt
Das Vertrauen in die junge Offensive rund um die beiden Neuzugänge Lukas Steidl und Vinzent Egger sei allerdings weiter ungebrochen. Scherer pflichtet Straßer bei: „Offensiv muss einfach mehr kommen.“ Zugleich sieht der Trainer, aber, „dass das natürlich nicht einfach ist. Wir haben gerade einfach die Scheiße am Schuh.“
Das gilt ebenso weiter für die Verletztensituation. Das Trainerteam muss am Freitag verletzungsbedingt mal wieder auf an eine Vielzahl an Spielern verzichten: „Das Lazarett wird nicht kleiner“, wie Straßer verkündete, „aber wir wollen zurück in die Erfolgsspur und nehmen den Kampf weiter voll an“. Das soll mit dem „Hauptaugenmerk auf das Toreschießen und Umschalten“ gelingen, so Scherer. Anpfiff ist um 19:30 Uhr. (nik/SV Bruckmühl)