Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Einst noch die „größte Baustelle“ im Verein

Neuheit in der Region: Siegsdorf stellt „außergewöhnliches“ Jugendfußball-Konzept vor

Bild (von links nach rechts): Reiter Christoph, Reiter Herrmann, Klauser Kevin, Aigner Willi, Huber Tobias, Wittmann Josef, Tirolf Tobias
+
(v.l.n.r.) Reiter Christoph, Reiter Herrmann, Klauser Kevin, Aigner Willi, Huber Tobias, Wittmann Josef und Tirolf Tobias.

Der TSV Siegsdorf richtet seine Nachwuchsarbeit neu aus und hat ein umfassendes Jugendfußball-Konzept beschlossen, was eine Neuheit für die Region darstellt und welches 2026 noch umgesetzt werden soll.

Siegsdorf – Die Grundlage des neuen Projekts des TSV Siegsdorf bildet die Trainingsphilosophie Deutschland, an der sich die Ausbildung systematisch orientiert. Mit diesem klar strukturierten und nachhaltig angelegten Ansatz nimmt der Verein in der Region eine Vorreiterrolle ein, wie die Verantwortlichen bereits in einem exklusiven Interview mit beinschuss.de durchblicken lassen hatten. Denn dort war der Jugendfußball noch als die „größte Baustelle“ im Verein deklariert worden.

Im Mittelpunkt steht eine ganzheitliche Förderung aller Kinder und Jugendlichen. Neben der sportlichen Entwicklung werden gleichermaßen soziale Kompetenzen und Persönlichkeitsbildung berücksichtigt. Dabei spielt es keine Rolle, welches Talent, Geschlecht oder welche Herkunft ein Kind mitbringt – jedes erhält die gleichen Chancen zur Entfaltung.

Siegsdorf stellt Jugendfußball-Konzept vor: Neuheit in der Region

Entscheidende Bausteine sind die Begeisterung für Bewegung, eine hohe Trainingsaktivität sowie regelmäßige Wiederholungen als Basis für langfristigen Lernerfolg. Ein zentrales Element des Konzepts ist das Training in kleinen Spielformen mit möglichst hoher Nettospielzeit. So entstehen viele Ballkontakte und Spielsituationen für jeden Einzelnen. Dies stärkt nicht nur Technik und Spielverständnis, sondern auch Kreativität und eigenständige Entscheidungsfähigkeit.

Der Fokus liegt bewusst auf individueller Entwicklung statt auf kurzfristigen Ergebnissen. Fehler gelten dabei als wichtiger Bestandteil des Lernprozesses und werden als Entwicklungschance verstanden. Für jede Altersklasse – von den Bambini bis zu den A-Junioren – sind konkrete Ausbildungsziele definiert. Während im Kinderbereich vielseitige Bewegungserfahrungen, koordinative Fähigkeiten und soziale Grundlagen im Vordergrund stehen, rücken mit zunehmendem Alter technische Präzision, taktisches Verständnis und persönliche Reife stärker in den Fokus.

Einheitliche Trainingsprinzipien, mindestens zwei Trainingseinheiten pro Woche und eine enge Zusammenarbeit mit dem Herrenbereich gewährleisten eine durchgängige und transparente Ausbildungsstruktur. Ergänzt wird dies durch regelmäßige interne Abstimmungen, Fortbildungen und einen intensiven Austausch zwischen Kompetenzteam, Trainern und Jugendleitung.

Zukunft gesichert? Ex-DFB-Stützpunktleiter arbeitet an Trainingsphilosophie

Entwickelt wurde das Konzept in enger Abstimmung innerhalb der Fußballabteilung. Maßgeblich beteiligt war Hermann Reiter, langjähriger DFB-Stützpunktleiter der Region Berchtesgaden/Traunstein und Inhaber der UEFA-A-Lizenz, der seine umfassende Erfahrung in der Nachwuchsförderung einbrachte. Christoph Reiter wirkte als inhaltlicher Ideengeber und Trainer mit. Josef Wittmann verantwortet gemeinsam mit dem Trainerteam die konkrete Ausgestaltung der Trainingsinhalte. Unterstützt wird der Prozess zudem durch die Erfahrung von Willi Aigner in beratender Funktion. Die organisatorische und strukturelle Begleitung übernahm Kevin Klauser in seiner Funktion als stellvertretender Abteilungsleiter der Fußballabteilung.

Das Jugendkonzept versteht sich als dynamischer Prozess. Es wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst, um sowohl sportlichen als auch pädagogischen Anforderungen gerecht zu werden. Eine offene Feedbackkultur mit Trainern, Spielern und Eltern bildet dafür die Grundlage. Mit den Adelholzener Alpenquellen konnte darüber hinaus ein langjähriger Partner für das Jugendkonzept gewonnen werden. „Mit diesem Schritt setzen wir bewusst neue Impulse in der Region. Das Konzept schafft Verlässlichkeit, Orientierung und stellt die langfristige Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt“, erklärt Kevin Klauser, stellvertretender Abteilungsleiter der Fußballabteilung des TSV Siegsdorf.

„Außergewöhnlich“: Siegsdorfer Jugendleiter lobt Engagement

„Wir möchten unserer sportlichen und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Deshalb setzen wir auf eine kontinuierliche Umsetzung und Weiterentwicklung. Entscheidend ist, dass unsere Nachwuchsspieler mit Freude Fußball spielen und sich Schritt für Schritt verbessern können – ohne Druck und Überforderung. Künftig sollen auch die Eltern stärker als unterstützende Begleiter eingebunden werden. Das stärkt die Identifikation mit unserem Verein.“

Auch Jugendleiter Michael Jüthner sieht in dem neuen Konzept einen bedeutenden Meilenstein für die Zukunft des Vereins: „Seit mittlerweile 13 Jahren engagiere ich mich als Jugendleiter der Fußballabteilung des TSV Siegsdorf und habe in dieser Zeit viele Entwicklungen begleitet. Doch was unser Jugendkonzept-Team unter der Federführung von Kevin Klauser sowie mit Hermann Reiter, Christoph Reiter und Josef Wittmann erarbeitet hat, ist in dieser Form außergewöhnlich.“

„Mit großem Herzblut, beeindruckender Fachkompetenz und echter Leidenschaft wurde hier ein Fundament geschaffen, das weit über den Trainingsalltag hinausgeht. Natürlich benötigt ein solches Konzept Zeit, Geduld und Vertrauen, bis nachhaltige Ergebnisse sichtbar werden. Doch die enorme Erfahrung, das fundierte Wissen und die spürbare Begeisterung dieses Teams zeigen deutlich, dass die richtigen Weichen gestellt wurden. Die Jugendarbeit in Siegsdorf blickt einer starken und vielversprechenden Zukunft entgegen.“ (sb und mck mit Material von PM TSV Siegsdorf)

Kommentare