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„Entsetzt und erschrocken zugleich“

Jugendfußball-Chaos bei Erding: Schlägerei endet im Krankenhaus – mehrere Kinder verletzt

Notarzt und Rettungswagen
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Ein Notarzt Fahrzeug und ein Rettungswagen stehen an einer Einsatzstelle. (Symbolbild)

Beim Jugendfußball im Landkreis Erding eskalierten die Emotionen: Innerhalb weniger Minuten gerieten mehrere Jugendliche auf dem Platz aneinander. Mehrere Spieler wurden verletzt, einer musste ins Krankenhaus. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Taufkirchen (Landkreis Erding) – Ein Jugendfußball-Spiel, das eigentlich sportlichen Ehrgeiz und Fairplay zeigen sollte, geriet am Samstagabend (15. November) außer Kontrolle. Beim Duell der U17-Mannschaften der (SG) SC Moosen und SC Eintracht Freising kochten die Emotionen nach einem dramatischen Ausgleich hoch – und endeten in einer handfesten Schlägerei auf dem Spielfeld. Mehrere Jugendliche wurden verletzt, einer musste ins Krankenhaus gebracht werden. Das bestätigte die Polizeiinspektion Dorfen in ihrem Pressebericht.

Vor knapp 50 Zuschauern entwickelte sich die Partie zunächst zu einem echten Fußballkrimi. Die Gäste aus Freising führten lange Zeit souverän mit 3:0, ehe die Hausherren in einer furiosen Schlussphase innerhalb von nur sechs Minuten zum 3:3 ausgleichen konnten. Für die jungen Spieler des SC Moosen ein Moment des Triumphes, für die Freisinger offenbar ein Schock, der die Emotionen überschwappen ließ.

Erding: Schlägerei nach Jugendfußball-Spiel endet im Krankenhaus

Kurz nach dem Ausgleich gerieten mehrere Spieler auf dem Platz aneinander. Zeugen berichten, dass die Provokationen unmittelbar nach dem Abpfiff begannen. Betreuer und einige Zuschauer mussten eingreifen, um die Kontrahenten zu trennen. Trotz der schnellen Hilfe kam es zu Verletzungen. Ein Jugendlicher wurde mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Ob und welche Sanktionen auf die Beteiligten zukommen, liegt nun in der Verantwortung der Sportgerichte und der Vereine. Für beide Teams endete das Spiel sportlich unentschieden – 3:3 –, doch das Geschehen auf dem Platz überlagerte das sportliche Ergebnis deutlich. Im Liveticker auf der Webseite des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) steht nüchtern: „Leider unrühmliches Ende dieser Begegnung nach Provokationen und emotionalen Entgleisungen beider Teams, nach Abpfiff.“

Die Schlägerei zeigt erneut, wie schnell Emotionen im Jugendfußball entgleisen können, so auch Anfang des Monats erneut im Landkreis Erding. Spieler in der kritischen Phase zwischen Pubertät und Erwachsenwerden reagieren oft impulsiv. Für die Verantwortlichen der Vereine gilt es nun, die Nachwuchsspieler aufzuklären und präventive Maßnahmen zu ergreifen. „Ich bin entsetzt und erschrocken zugleich“, sagte Andreas Schlechta, Sportdirektor und Abteilungsleiter der Freisinger gegenüber „FuPa“. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) bestätigte derweil den Eingang eines Sonderberichts des Referees. Außerdem habe man beide Vereine zu ausführlichen Stellungnahmen gebeten.

Oberbayern: Auseinandersetzungen im Amateurfußball häufen sich

Die Fans, die die dramatischen sechs Minuten des späten Ausgleichs erlebt hatten, zeigten sich gleichermaßen beeindruckt und schockiert. Innerhalb kürzester Zeit hatten die Hausherren einen Drei-Tore-Rückstand wettgemacht, doch die Freude darüber wurde durch die Auseinandersetzung schnell getrübt. Viele der jungen Spieler standen nach dem Spiel unter Schock und mussten von Betreuern betreut werden. Die Partie zwischen SC Moosen und SC Eintracht Freising wird noch länger im Gedächtnis bleiben – nicht wegen des sportlichen Spektakels, sondern wegen der emotionalen Eskalation.

Solche Vorfälle müssen ernst genommen werden, um die Sicherheit der Jugendlichen und den fairen Sport zu gewährleisten. Der Fall zeigt einmal mehr: Auch im Jugendfußball kann die Balance zwischen Leidenschaft und Kontrolle sehr dünn sein, wie auch zuletzt andernorts im Freistaat Bayern. Während das 3:3 sportlich gesehen ein bemerkenswerter Rückkampf der Hausherren war, wird das unrühmliche Ende als Mahnung dienen – für Spieler, Vereine und Fans gleichermaßen. (mck)

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